Community Consulting Team
Neue Perspektiven durch die partizipative Einbindung verschiedener Communities
Kontakt: Fachstelle Einwanderung und Integration, fei(at)minor-kontor.de
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Veranstaltungen und Ergebnisse, 2023 - 2025
Workshop "Multiplikator*innen in die eigenen Communities", 14.05.2025
Die Mitglieder des Community Consulting Teams der Fachstelle Einwanderung und Integration diskutieren im Rahmen eines Workshops über ihre Rolle als Multiplikator*innen in den eigenen Netzwerken und Communities. Insgesamt wird deutlich, dass die Community Consultants nicht nur ein Netzwerk oder eine Community haben, sondern aufgrund ihrer spezifischen Hintergründe, Interessen und Lebensrealitäten im Austausch mit verschiedenen Gruppen sind, die sich in ähnlichen Situationen befinden, sich für ähnliche Themen interessieren oder die sie aufgrund ihrer Erfahrungen unterstützen können. Dabei zeigt sich, dass soziale Medien eine zentrale Rolle spielen, vor allem für die informelle Vernetzung unterschiedlicher Communities. Die Consultants nehmen dabei sowohl formelle als auch informelle Rollen ein.
Unabhängig davon, wo und in welcher Form die Teilnehmenden aktiv sind, ist es allen ein wichtiges Anliegen, ihre Erfahrungen mit anderen Menschen zu teilen, beim Aufbau von Netzwerken zu unterstützen und zu vermitteln. Das Thema Integration in Bildung und Arbeit nimmt dabei in der Regel besonders viel Raum ein, da es aus Sicht der Consultants für viele Menschen mit eigener oder familiärer Migrationsgeschichte in Deutschland eine Herausforderung darstellt.
Die Community Consultants diskutieren im Rahmen des Workshops darüber, wie sie in ihrer Arbeit als Multiplikator*innen besser unterstützt werden könnten. Sie empfehlen dafür u. a. regelmäßige Austauschformate zwischen Vertreter*innen aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Migrant*innenorganisationen, Vereinen, Bildungsträgern und Multiplikator*innen der verschiedenen Communities sowie einen Ausbau von offenen, partizipativen Strukturen über Projektlaufzeiten hinweg.
Ergebnisbericht: Download als PDF (0,3 MB)
Workshop "Politische und wirtschaftliche Entwicklungen", 26.03.2025
Das Community Consulting Team der Fachstelle Einwanderung und Integration diskutiert im Rahmen eines Workshops ihre eigenen Erfahrungen und Beobachtungen, sowie die ihrer Familien und Bekannten, hinsichtlich der Auswirkungen der aktuellen gesellschaftspolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen auf das Leben eingewanderter Menschen in Deutschland. Dies geschieht im Kontext der kürzlich vorher durchgeführten Bundestagswahl sowie der wirtschaftlichen Rezession. Aus der Diskussion leiten die Consultants ihre Wünsche und Empfehlungen ab, die dabei helfen können, (neu)eingewanderte Menschen trotz der aktuellen Situation in Deutschland zu halten, bzw. Menschen für eine Einwanderung nach Deutschland zu gewinnen.
Die Community Consultants zeigen auf, dass sich die aktuellen Entwicklungen unterschiedlich auswirken: Während einige Angst und Verunsicherung, sowie steigenden Rassismus wahrnehmen, infolgedessen mehr Menschen in ihrem Umfeld über eine Abwanderung nachdenken, sehen sich andere von der deutschen Politik nicht mitgedacht oder stimmen gar den Programmen rechter Parteien zu. Viele beobachten Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt und sehen ihren Arbeitsplatz im Zuge der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen bedroht.
Sie wünschen sich daher eine klare Willkommenskultur, mit einer Stärkung von Integrationsangeboten, passgenauer Beratung sowie einem Fokus auf berufliche Potenziale. Außerdem soll Bürokratie abgebaut und Behörden digitalisiert werden.
Ergebnisbericht: Download als PDF (0,2 MB)
Workshop "Unterstützung durch Jobcenter und Agenturen für Arbeit", 21.01.2025
Das Community Consulting Team der Fachstelle Einwanderung und Integration diskutiert im Rahmen eines Workshops darüber, wie Jobcenter und Agenturen für Arbeit (neu)eingewanderte Menschen besser und zielgerichteter bei der Integration in den Arbeitsmarkt unterstützen können. Basierend auf ihren eigenen Erfahrungen und denen anderer Personen aus ihren Communities erarbeiten sie Empfehlungen für bedarfsgerechte Beratungs- und Unterstützungsangebote seitens der Arbeitsverwaltung. <w:sdtpr></w:sdtpr>
Aus Sicht der Community Consultants sind insbesondere Angebote zur Verbesserung der Deutschkenntnisse, u. a. Integrationskurse, sowie zur Weiterqualifizierung und -bildung hilfreich. Mehrere der Consultants berichten hier von positiven Erfahrungen bzgl. der Beratung und finanziellen Unterstützung. Einen wertvollen Beitrag bei der Begleitung von Zugewanderten auf ihrem Weg in den deutschen Arbeitsmarkt leistet zudem das Berufscoaching, weshalb empfohlen wird, dieses noch deutlich stärker zu fördern.
Dringend benötigt wird nach Meinung des Community Consulting Teams eine Beratung, die passgenau auf die individuellen Fähigkeiten, Kenntnisse und Bedarfe der ratsuchenden Person zugeschnitten ist. Zudem empfehlen die Consultants, die Beratung grundsätzlich stärker an den spezifischen Bedarfen (Neu)Eingewanderter auszurichten, u. a. indem Angebote für Menschen mit geringen Deutschkenntnissen ausgebaut werden. Von zentraler Bedeutung ist dabei ihrer Ansicht nach eine engere und gezieltere Vernetzung der Jobcenter und Agenturen für Arbeit mit (Migrations)Beratungsstellen und Migrant*innenorganisationen.
Die Community Consultants weisen des Weiteren auf strukturelle Probleme von Diskriminierung und Rassismus in der Beratung hin. Um diesen aktiv entgegenzuwirken, schlagen sie vor, dass Mitarbeitende der Arbeitsverwaltung, die mit Zugewanderten arbeiten, regelmäßig und verpflichtend interkulturelle Trainings absolvieren.
Ergebnisbericht: Download als PDF (0,2 MB)
Workshop "(Neu)Eingewanderte besser erreichen", 12.11.2024
Im Rahmen eines Workshops erörtert das Community Consulting Team der Fachstelle Einwanderung und Integration, wie Informations- und Unterstützungsangebote optimiert werden können, um (Neu)Eingewanderte besser zu erreichen. Eingeladen zum Workshop ist das Regionale Integrationsnetzwerk Berlin (RIN Berlin), das u. a. eine Vielzahl an berufsbegleitenden Qualifizierungen für Menschen mit Migrationsbiografie und Fluchterfahrung anbietet. Im Rahmen des Workshops beraten die Consultants ausgewählte Teilprojekte des RIN Berlin, wie sie (neu)eingewanderte Menschen noch besser erreichen und ansprechen sowie als Teilnehmende für die verschiedenen Angebote gewinnen können.
Entscheidend hierfür sind aus Sicht der Community Consultants mehrsprachige und leicht verständliche Informationsmaterialien, möglichst ohne die Verwendung von Fachbegriffen. Wichtige Details wie Kosten, benötigtes Sprachniveau und Bewerbungsvoraussetzungen müssen klar und übersichtlich dargestellt werden. Zudem sollten die Inhalte aufzeigen, welche Möglichkeiten es gibt, die Angebote mit Alltag, Job, Kinderbetreuung oder Sprachkursen zu vereinbaren. Um die Reichweite der Informationen zu den Angeboten zusätzlich zu erhöhen, empfehlen die Consultants, authentische Kurzvideos zu erstellen und diese über geeignete Social-Media-Kanäle zu verbreiten. Wirkungsvoll sind die Videos insbesondere dann, wenn ehemalige Teilnehmende selbst die Angebote bewerben, in dem sie ihre positiven Erfahrungen teilen und den Mehrwert einer Teilnahme, wie bessere Jobchancen oder ein höheres Einkommen, in ihrer Muttersprache oder in einfachem Deutsch erläutern.
Ergebnisbericht: Download als PDF (0,2 MB)
Fachgespräch im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 21.06.2024
Die Mitglieder des Community Consulting Teams der Fachstelle Einwanderung und Integration diskutieren mit Vertreter*innen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) im Rahmen eines Fachgesprächs über die Arbeitsmarktintegration von Zugewanderten. Der Fokus liegt hierbei auf berufsbegleitenden Sprach- und (Weiter)Qualifizierungsangeboten und der deutschen Willkommenskultur.
Berufsbegleitende Angebote sind nach Erfahrung der Community Consultants unter Neueingewanderten zumeist unbekannt. Um dies zu ändern, empfehlen sie aufsuchende Kampagnen, in denen anhand positiver Beispiele über die verschiedenen Angebote und die damit verbundenen Möglichkeiten informiert wird. Besonders geeignet sind aus ihrer Sicht kurze Videos und Infomaterialien, die mehrsprachig und in einfacher Sprache zur Verfügung stehen. Für die Verbreitung bieten sich nach Ansicht der Consultants Foren und Gruppen der verschiedenen Communities in den sozialen Medien an. Geeignet sind zudem Orte in der Stadt bzw. Kommune, die von Neueingewanderten häufig aufgesucht werden bzw. wo sie sich oft aufhalten, u. a. Einwohnermelde- bzw. Bürgerämter, Gemeinschaftsunterkünfte, Familienzentren, Kitas, Grundschulen, Integrationskurse und Sprachcafés.
Bezüglich der Umsetzung der Angebote plädieren die Consultants für deutlich mehr zeitliche und inhaltliche Flexibilität. Wichtig sind zudem Kinderbetreuungsmöglichkeiten, damit auch Mütter mit kleinen Kindern an den Angeboten teilnehmen können. Aus Sicht der Community Consultants steht diese Zielgruppe häufig vor besonders hohen Herausforderungen hinsichtlich der Integration in den deutschen Arbeitsmarkt, weshalb sie stärker in den Fokus genommen und gezielter unterstützt werden sollten. Ganz besonders gilt dies für neueingewanderte Frauen im ländlichen Raum, wo es generell weniger Angebote gibt.
Eine wichtige Rolle bei der Unterstützung Neueingewanderter spielen nach Meinung der Community Consultants Migrant*innenorganisationen, denen ein hohes Vertrauen entgegengebracht wird. Da diese sich allerdings vor allem aus Ehrenamtlichen zusammensetzen, verfügen sie zumeist nur über sehr begrenzte Ressourcen. Die Consultants empfehlen aus diesem Grund eine gezieltere Unterstützung bei der Professionalisierung der Vereine, u. a. in Bezug auf die Beantragung von Fördermitteln.
Generell sollte der Arbeitsmarktintegrationsprozess nach Meinung der Community Consultants von Anfang an, ähnlich einer dualen Ausbildung, stärker mit der betrieblichen Praxis verbunden werden: z. B. drei Tage Sprachschule und zwei Tage Praktikum. Um die im Kurs erworbenen Sprachkenntnisse anwenden und vertiefen zu können, schlagen sie zudem begleitende Austauschformate vor, z. B. von den Kommunen organisierte außerschulische Sprachgruppen, die von Ehrenamtlichen moderiert werden.
Insgesamt fällt das Feedback der Community Consultants zu den Unterstützungsangeboten für Neueingewanderte den Vertreter*innen des BMAS gegenüber positiv aus. So gibt es ihrer Meinung nach vielseitige Angebote, die allerdings ihrer Meinung nach deutlich bekannter gemacht und stärker an die Bedarfe der Zielgruppe angepasst werden sollten. Hierfür empfehlen sie, so weit möglich, partizipative Formate zu nutzen, um die Zielgruppe selbst in die passgenaue Weiterentwicklung der Angebote einzubinden.
Präsentation Desislava Rasheva: Download als PDF (1,1 MB)
Workshop "Willkommenskultur als Bedingung für Zuwanderung", 11.06.2024
Die Mitglieder des Community Consulting Teams der Fachstelle Einwanderung und Integration diskutieren in einem Workshop über ihre Erfahrungen mit der Willkommenskultur in Deutschland im Rahmen ihres eigenen Migrationsprozesses. Auf die Frage, was sie unter Willkommenskultur verstehen, nennen die Community Consultants besonders häufig „Akzeptanz“ und „Unterstützung“. Sie verbinden damit aber auch Freundlichkeit, eine offene Mentalität, Respekt und aktuelle Informationen.
Um eingewanderten Menschen das Ankommen in Deutschland zu erleichtern und sie längerfristig zu halten, braucht es aus Sicht der Community Consultants eine aktiv gestaltete Willkommenskultur seitens der Zivilgesellschaft, auf dem Arbeitsmarkt sowie in Behörden und Beratungsstellen. Hierfür empfehlen sie u. a. Willkommenspakete für Neueingewanderte mit wichtigen mehrsprachigen Informationen zum Leben und Arbeiten in Deutschland (allgemein) und am neuen Wohnort (konkret vor Ort), die z. B. über die Einwohnermeldeämter verteilt werden. Wichtig sind ihrer Meinung nach zudem mehr Begegnungsmöglichkeiten für neueingewanderte Arbeitnehmer*innen und ihre Angehörigen, z. B. durch Partys beim Unternehmen, zu denen die ganze Familie eingeladen wird.
Die Consultants empfehlen des Weiteren, Familienzentren als Anker für neuangekommene Familien zu etablieren, in denen Mentor*innen unterstützend zur Seite stehen und wöchentliche Angebote, wie z. B. „Nachbarschaftstreffen“ stattfinden, bei denen neueingewanderte und länger vor Ort lebende Familien sich kennenlernen und austauschen. Gestärkt werden sollte in diesem Kontext die Rolle von Vereinen (Senior*innenvereine, Kulturvereine etc.), wobei gezielt Migrant*innen, die schon länger in Deutschland leben und Erfahrungen an Neueingewanderte weitergeben können, einzubinden sind.
Ergebnisbericht: Download als PDF (0,3 MB)
Workshop "Berufsbegleitende Integrationsangebote", 09.04.2024
Die Mitglieder des Community Consulting Teams der Fachstelle Einwanderung und Integration diskutieren in einem Workshop über ihre Erfahrungen mit berufsbegleitenden Sprach- und (Weiter)Qualifizierungsangeboten. Basierend darauf geben sie Empfehlungen, wie die Angebote ihrer Meinung nach inhaltlich und formal gestaltet werden sollten, damit Zugewanderte bestmöglich davon profitieren und ihre Stellung auf dem deutschen Arbeitsmarkt verbessern können.
Um berufsbegleitende Angebote unter Neueingewanderten besser bekannt zu machen, sollte darüber gezielt in einfacher Sprache und/oder mehrsprachig informiert werden. Zudem empfehlen die Consultants, die Angebote deutlich flexibler zu gestalten und u. a. abends, am Wochenende sowie Randarbeitszeiten anzubieten. Zudem braucht es ihrer Meinung nach mehr hybride Angebote, die sich aus Online- und Offline-Modulen zusammensetzen, inkl. Einzel- und Gruppenarbeiten bzw. -aktivitäten. Damit insbesondere auch Mütter von kleinen Kindern berufsbegleitende Angebote in Anspruch nehmen können, sollten ausreichend Kinderbetreuungsangebote zur Verfügung gestellt werden.
Um das Erlernte zu vertiefen, empfehlen die Consultants begleitende Gesprächsangebote, z. B. in „Stammtischformaten“ und die Unterstützung durch Mentor*innen. Hierfür könnten Studierende über Kooperationen mit Universitäten eingebunden werden, die darüber zusätzliche Credit-Points für ihr Studium erwerben.
Seitens der involvierten Akteure sollte stärker als bisher in Netzwerken gedacht werden, um dadurch berufsbegleitende Angebote mit bestehenden Angeboten von Vereinen, z. B. mit MiA-Kursen, kombinieren zu können.
Ergebnisbericht: Download als PDF (0,7 MB)
Workshop "Der Weg in den deutschen Arbeitsmarkt", 24.01.2024
Die Mitglieder des Community Consulting Teams der Fachstelle Einwanderung und Integration diskutieren in einem Workshop über ihre Erfahrungen auf dem Weg in den deutschen Arbeitsmarkt und die aus ihrer Sicht damit verbundenen Herausforderungen. Der Fokus liegt hierbei auf ihren positiven und negativen Erfahrungen im Rahmen der Jobsuche und des Ankommens im Betrieb bzw. Unternehmen. Basierend darauf geben die Community Consultants Anregungen und Empfehlungen, was aus ihrer Perspektive nötig wäre, um (Neu)Eingewanderten den qualifikationsadäquaten Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.
So wäre es ihrer Meinung nach wichtig, dass die bestehenden Informations-, Beratungs- und Unterstützungsangebote im Rahmen der Jobsuche und beruflichen Orientierung durch gezieltere Netzwerkarbeit bekannter gemacht werden. Zudem braucht es mehr digitale Angebote, u. a. Foren, Workshops und Mentoringprogrammen zum beruflichen (Wieder)Einstieg für Neueingewanderte, um darüber Menschen aus ähnlichen Fachgebieten kennenzulernen und von ihren Erfahrungen, wie man einen Job im eigenen Bereich findet und welche Schritte dafür nötig sind, zu profitieren.
Beim Ankommen im Betrieb bzw. Unternehmen sind es aus Sicht der Community Consultants vor allem emphatische und unterstützende Kolleg*innen, die es Neueingewanderten erleichtern, sich am neuen Arbeitsplatz zurechtzufinden und einzuleben. Um die Strukturen und Abläufe schneller und besser zu verstehen, helfen zudem gut strukturierte Onboardingprozesse.
Ergebnisbericht: Download als PDF (0,2 MB)
Workshop "Migrant-Gender-Pay-Gap aus der Sicht von Zugewanderten", 13.11.2023
Das Community Consulting Team der Fachstelle Einwanderung und Integration, das sich aus 13 Personen mit eigener Migrationserfahrung zusammensetzt, diskutiert in einem Workshop über Erfahrungen mit dem Migrant-Gender-Pay-Gap und macht Vorschläge, wie Zugewanderte gestärkt werden können, um sich gegen unfaire Bezahlung besser wehren zu können.
Aus Sicht der Community Consultants haben die meisten Zugewanderten schon Erfahrungen mit ungerechter Bezahlung aufgrund von Herkunft und/oder Geschlecht gemacht. Dass sie dies oft erst nach längerer Zeit herausfinden, liegt ihrer Meinung nach vor allem daran, dass Gehalt in Deutschland ein Tabu-Thema darstellt.
Sich bereits im Vorfeld einer neuen Tätigkeit über die dafür angemessene Bezahlung zu informieren und basierend darauf im Bewerbungsgespräch zu verhandeln, ist für Neuzugewanderte deshalb schwierig. Wo die nötigen Informationen gefunden werden können, ist zumeist völlig unklar.
Ob Betroffene sich gegen unfaire Bezahlung wehren oder nicht, hängt laut den Community Consultants insbesondere von ihrer aufenthaltsrechtlichen Situation ab. Wer auf den Job angewiesen ist, hat diesbezüglich wenig Spielraum.
Damit Neuzugewanderte zukünftig in ihrer Handlungsfähigkeit hinsichtlich fairer Bezahlung gestärkt werden, benötigen sie aus Sicht der Community Consultants deutlich mehr bedarfsgerechte und mehrsprachige Informations- und Beratungsangebote rund um das Thema Gehalt. Eine wichtige Rolle spielen hierbei soziale Medien und Migrant*innenorganisationen.
Ergebnisbericht: Download als PDF (0,4 MB)
Team 2025
Aida Montenegro
Die Kombination aus Bildungsforscherin, Dozentin, Mentorin und meine eigene Migration aus Lateinamerika ermöglichen es mir, während der Arbeit einzigartige Perspektiven einzunehmen. In einem Bildungsbericht gebe ich als Mentorin Menschen konkretes Wissen und Impulse, wie sie sich selbst weiterbilden und beruflich entwickeln können.
Desislava Rasheva
Ich komme aus Bulgarien und wohne seit 2016 in der Nähe von Frankfurt am Main. Ich bin Akademikerin mit einem Bachelor in Finanzen und über zehn Jahren Berufserfahrung. Aktuell arbeite ich als pädagogische Zusatzkraft im Kindergarten und habe ein zweites Studium (B.A. Soziale Arbeit) angefangen, da ich mich für eine Arbeit mit und für Menschen interessiere. Als Community Consultant möchte ich meine Erfahrung teilen, um damit Neuzugewanderten bei dem schwierigen Prozess der Integration in Deutschland zu helfen.
Eni Mazniku
Nach 5 Jahren Berufserfahrung im Regierungs- und Non-Profit-Bereich in Albanien landetete ich im Jahr 2018 als DAAD-Stipendiatin an der Ruhr-Universität Bochum, um Entwicklungsmanagement zu studieren. Seitdem arbeitete ich für die Stiftungswelt und kommunale Verwaltung in verschiedenen Städten wie Köln und Wolfsburg mit den Schwerpunkten Projektmanagement, CSR, Entwicklungszusammenarbeit und bürgerschaftliches Engagement. Aufgrund meiner Bildungungs- und Berufserfahrung in Deutschland möchte ich Teil des Community Consulting Teams sein, um anderen Menschen mit einem ähnlichen Hintergrund zu helfen.
Maria Chizhova
Ich lebe seit 2018 in Deutschland und arbeite derzeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bundestag. Durch mein Masterstudium, zahlreiche Jobs und ehrenamtliche Tätigkeiten habe ich verschiedene Arbeitskontexte und Strukturen auf dem deutschen Arbeitsmarkt kennengelernt. Als Community Consultant möchte ich nun meine Erfahrungen teilen, um Menschen mit Migrationshintergrund beim Einstieg in den Arbeitsmarkt und bei der sozialen und kulturellen Integration zu unterstützen.
Agata Eßer
Ich stamme aus Polen und lebe seit 2007 in Deutschland, derzeit in Berlin. Ich bin staatlich anerkannte Sozialarbeiterin und Sozialpädagogin. Durch meine Tätigkeit als Migrationsberaterin in einer Berliner NGO bin ich mit den Herausforderungen, denen Neuzugewanderte begegnen, vertraut. In meiner Arbeit unterstütze ich Menschen bei ihrer sprachlichen, beruflichen und sozialen Integration, um sie zu selbständigem Handeln im Alltag zu befähigen. Diese Erfahrung und Kompetenz möchte ich gerne im Community Consulting Team weiter einbringen.
Farzaneh Farahani
Ich komme aus dem Iran und lebe seit 2019 in Deutschland, wo ich auch meinen Master gemacht habe.Ich finde Deutschland ist ein großartiges Land mit vielen Möglichkeiten, aber die Integration in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft stellt für internationale Fachkräfte oft eine Herausforderung dar. Als Community ConsultantIch möchte ich meine persönlichen sowie beruflichen Erfahrungen mit Migranten teilen, um Verbesserungen anzustoßen.
Maria Consuelo Gonzalez
Die Herausforderungen, mit denen Neuzugewanderte konfrontiert sind, sind mir aufgrund meiner beruflichen Tätigkeiten als Kursleiterin, Multiplikatorin und Rechtsanwältin sowie meiner eigenen Migrationserfahrung bekannt. Die Teilnahme am Community Consultant Team ist für mich eine Gelegenheit, Erfahrungen und Wissen auszutauschen und relevante Informationen bereitzustellen, die sich positiv auf die Entwicklung von Projekten zum Nutzen der Migrant*innengemeinschaft auswirken können.
Thouraya Ben Moussa
Ich komme aus Tunesien, bin 37 Jahre alt und habe eine Tochter. Seit vier Jahren lebe ich in Berlin. Als ich in Deutschland ankam, wurde ich mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert: die neue Sprache, die Anerkennung mein Diploms, die Schwierigkeiten bei der Jobsuche, etc.
Als Community Consultant möchte ich meine Erfahrungen weitergeben, um so andere neueingewanderte Frauen zu unterstützen.
Alvine Vedrine Kueti
Als eingewanderte Person in Deutschland habe ich persönlich die Herausforderungen der kulturellen Anpassung und Integration erlebt. Diese Erfahrung hat mich gelehrt, Resilienz zu entwickeln und neue Perspektiven zu schätzen. Meine Motivation, Teil des Community Consulting Teams zu sein, liegt darin, meine Erfahrungen einzubringen, um positive Veränderungen in der Gemeinschaft zu bewirken und die Integration von Einwanderern zu fördern.
Dr. Tuba Çonka Yıldız
Das erste Mal lebte ich von 2000 bis 2009 in Deutschland. Im Jahr 2022 kam ich aus beruflichen Gründen wieder hierher. Als Migrantin in der weltoffenen akademischen Community habe ich durchweg positive Erfahrungen gemacht und sehr viele hilfsbereite Menschen kennengelernt, die mir das Einleben erleichtert haben. Diesem Beispiel möchte ich nun folgen und neue Migrant*innen unterstützen.
Maria Teresa Bueno Schulz
Ich bin Brasilianerin und lebe seit dem Jahr 2000 in Deutschland. Seit 2016 helfe ich Migrantinnen und ihren Familien, hauptsächlich portugiesischsprachigen, bei der Integration in alle Bereiche des Lebens. Derzeit arbeite ich bei Box66, einem interkulturellen Beratungs- und Begegnungszentrum für Frauen und ihre Familien in Berlin-Friedrichshain.
Mohammed El Ouahhabi
Ich lebe seit sieben Jahren in Deutschland, aktuell in Berlin. Derzeit arbeite ich als stellvertretender Projektleiter beim Landessportbund Berlin e.V. Zudem bin ich vielseitig ehrenamtlich aktiv, u. a. als Mitglied des Berliner Landesbeirats für Partizipation und des Integrationsausschusses BVV-Pankow, als Sprecher des Beirats Partizipation und Integration des Bezirksamts Pankow sowie als Berater und Trainer für Interkulturelle Kommunikation und Mediator für Gewaltprävention. Als Community Consultant möchte ich ein Brückenbauer auf sozialer, kultureller und beruflicher Ebene sein, um Menschen zu helfen, die hier arbeiten wollen. Denn aus meiner Sicht sind die soziale und kulturelle Integration die Gewürze, um Menschen hier langfristig zu halten und für den Arbeitsmarkt zu gewinnen.
