Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ https://www.netzwerk-iq.de/ News vom Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ de ebb Entwicklungsgesellschaft für berufliche Bildung mbH Fri, 28 Feb 2020 06:21:30 +0100 Fri, 28 Feb 2020 06:21:30 +0100 TYPO3 EXT:news news-2482 Wed, 19 Feb 2020 13:02:00 +0100 Charta der Vielfalt: Jetzt Aktionen zum 8. Deutschen Diversity-Tag am 26. Mai 2020 anmelden https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/charta-der-vielfalt-jetzt-aktionen-zum-7-deutschen-diversity-tag-am-28-mai-2019-anmelden-1 An dem Aktionstag machen Unternehmen und Institutionen ihr Engagement zum Thema Diversity in internen oder externen Aktionen öffentlich. [Charta der Vielfalt] Der Charta der Vielfalt e. V. ist als Teilprojekt des Förderprogramms IQ Initiator des bundesweiten Deutschen Diversity-Tags, der zum achten Mal am 26. Mai 2020 stattfinden wird. An diesem Aktionstag machen Unternehmen und Institutionen ihr Engagement zum Thema Diversity in internen oder externen Aktionen öffentlich. 2019 wurden unter Beteiligung verschiedener IQ Teilprojekte mehr als 2.500 Aktionen von über 700 Unternehmen und Institutionen organisiert. Aktionen zum 8. Deutschen Diversity-Tag können hier bei der Charta der Vielfalt angemeldet werden.

Inspiration für mögliche Aktionen erhalten Sie hier auf der Webseite der Charta der Vielfalt.

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news-2481 Wed, 19 Feb 2020 10:21:39 +0100 BAMF-Kurzanalyse: Geflüchtete verbessern ihre Deutschkenntnisse und fühlen sich in Deutschland weiterhin willkommen https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/bamf-kurzanalyse-gefluechtete-verbessern-ihre-deutschkenntnisse-und-fuehlen-sich-in-deutschland-weiterhin-willkommen [BAMF] Die BAMF-Kurzanalyse 1|2020 beschäftigt sich damit, wie Geflüchtete 2018 ihre eigene aktuelle Lebenssituation und ihre Deutschkenntnisse beurteilen. Anhand der Daten der 3. Welle der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten aus dem Jahr 2018 wird untersucht, wie sich der Spracherwerb der Geflüchteten in den letzten drei Jahren entwickelt hat. Darüber hinaus wird auf die allgemeine Lebenszufriedenheit der Geflüchteten eingegangen und gezeigt, wie sie ihre wirtschaftliche Situation sowie ihr Verhältnis zur Mehrheitsgesellschaft bewerten.

Deutschkenntnisse nehmen bei Geflüchteten 2018 weiter zu

Die selbsteingeschätzten Deutschkenntnisse der in den Jahren 2013 bis einschließlich 2016 eingereisten Geflüchteten verbessern sich 2018 weiter: 44 Prozent der Befragten gaben an, gute oder sehr gute Kenntnisse der deutschen Sprache zu haben. 2017 waren es noch 35 Prozent, bei der ersten Befragung 2016 22 Prozent. Der Anteil von Person ohne jegliche Deutschkenntnisse ist 2018 auf fünf Prozent gesunken. Darüber hinaus zeigt sich, dass insbesondere Personen mit einem mittleren Bildungsniveau im letzten Jahr deutliche Fortschritte gemacht haben, während sich die Deutschkenntnisse bei Frauen mit Kindern nur langsam weiterentwickelten.

Teilnahme an sprachfördernden Maßnahmen steigt weiter an

Ein enger Zusammenhang zeigt sich zwischen dem Sprachniveau und der Teilnahme an einem Sprachkurs: 85 Prozent hatten bis zum Befragungszeitpunkt im Jahr 2018 ein Sprachförderangebot besucht, 65 Prozent einen Integrationskurs. Damit wurde das zentrale Sprachangebot des Bundes am häufigsten in Anspruch genommen. Erste Aufholprozesse hinsichtlich der Teilnahme am Integrationskurs zeigen sich bei Personen mit niedrigem Bildungsniveau und Frauen mit älteren Kindern, nicht aber bei Frauen mit Kleinkindern.

Lebenszufriedenheit auf stabilem Niveau

Geflüchtete waren mit ihrem Leben im Durchschnitt weitgehend zufrieden – nur geringfügig weniger als Personen der Aufnahmegesellschaft. Dabei hängt die Lebenszufriedenheit der Geflüchteten mit der familiären Situation, dem aufenthaltsrechtlichen Status, der Erwerbs- und Wohnsituation, der gesundheitlichen Situation, dem Willkommensgefühl in Deutschland und dem Ausmaß der sozialen Kontakte zu Deutschen zusammen.

Rund drei Viertel der Geflüchteten fühlten sich im Jahr 2018 in Deutschland willkommen

Auch zeigte sich, dass die befragten Geflüchteten sich anteilig seltener Sorgen bezüglich Ausländerfeindlichkeit in Deutschland machten als Personen der Aufnahmegesellschaft. Dafür hatten Geflüchtete häufiger das Gefühl, schon mal aufgrund ihrer Herkunft benachteiligt worden zu sein.

Viele machen sich aber Sorgen über ihre wirtschaftliche Situation

Eingetrübt wird die allgemeine Lebenszufriedenheit von Sorgen um die persönliche wirtschaftliche Situation. Auch mit ihrer Erwerbs- und persönlichen Einkommenssituation sind die Geflüchteten im Mittel nicht wirklich zufrieden. Dies könnte darauf hindeuten, dass sich ein großer Teil der Geflüchteten mit dem bereits Erreichten nicht zufriedengibt, sondern sich weiter verbessern will.

Die Kurzanalyse zum Download finden Sie hier

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news-2480 Tue, 18 Feb 2020 16:12:29 +0100 IQ Netzwerk Brandenburg: Neues Video über migrantischen Unternehmer Mahmoud Al Eshat veröffentlicht https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/iq-netzwerk-brandenburg-neues-video-ueber-migrantischen-unternehmer-mahmoud-al-eshat-veroeffentlicht Mahmoud Al Eshat ist 2015 nach Deutschland eingewandert und hat Ende 2017 das arabische Restaurant „Al Jasmin” in Frankfurt (Oder) eröffnet. Mahmoud Al Eshat kommt ursprünglich aus Syrien und hat neun Jahre als Koch in Dubai gearbeitet. Da seine Aufenthaltsgenehmigung dort abgelaufen ist und er kriegsbedingt nicht in sein Heimatland zurückkehren konnte, ist er 2015 nach Deutschland gekommen. Ende 2017 hat er dann das arabische Restaurant „Al Jasmin” in Frankfurt (Oder) eröffnet. Die externe Beraterin Agnieszka Bollmann des IQ Netzwerks Brandenburg hat ihm geholfen, einen Kredit zu beantragen und ihn bei der Existenzgründung begleitet.

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news-2478 Mon, 17 Feb 2020 13:11:48 +0100 Beratung für Berufsanerkennung ausländischer Fachkräfte wird verbessert: Zentrale Servicestelle Berufsanerkennung in Bonn eröffnet https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/beratung-fuer-berufsanerkennung-auslaendischer-fachkraefte-wird-verbessert-zentrale-servicestelle-berufsanerkennung-in-bonn-eroeffnet Die neu eröffnete Zentrale Servicestelle Berufsanerkennung (ZSBA) soll Fachkräfte aus dem Ausland auf ihrem Weg durch das Anerkennungsverfahren bis zur Einreise nach Deutschland begleiten. [BMAS] Am heutigen Montag, 17. Februar, eröffnen Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und BA-Vorstandsmitglied Daniel Terzenbach in Bonn die neue Zentrale Servicestelle Berufsanerkennung (ZSBA).

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: "Exzellente Fachkräfte sind das Rückgrat unserer Wirtschaftskraft. In vielen Branchen werden derzeit Fachkräfte gesucht. Deshalb müssen wir unseren Blick auch ins Ausland richten. Gute Fachkräfte, die zu uns nach Deutschland kommen wollen, sind ein Gewinn für unseren Arbeitsmarkt. Aber natürlich müssen wir überprüfen, ob die Qualifikationen der Bewerber auch unseren Anforderungen entsprechen.
Die Zentrale Servicestelle Berufsanerkennung kommt daher zum richtigen Zeitpunkt. Als zentrale Anlaufstelle wird sie ein Lotse für Fachkräfte aus dem Ausland sein. Sie wird sie auf ihrem Weg durch das Anerkennungsverfahren bis zur Einreise nach Deutschland begleiten. Das entlastet auch die Anerkennungsbehörden. Dadurch sollen die Verfahren für Bewerberinnen und Bewerber aus dem Ausland schneller, transparenter und einheitlicher werden.
Wenn das Anerkennungsverfahren erfolgreich ist, nützt das nicht nur den Unternehmen, sondern bietet den Fachkräften auch eine dauerhafte Perspektive auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Mit der Einrichtung der Zentralen Servicestelle Berufsanerkennung leisten wir damit einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Fachkräftesicherung."

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil: "Die Bundesagentur für Arbeit hat sich in der letzten Zeit viel stärker für die Fachkräftegewinnung aufgestellt. Das ist gut und nötig. Denn ohne ausländische Fachkräfte werden wir unseren Wohlstand in Deutschland nicht erhalten können. Wir brauchen die Menschen von außerhalb. Wir können nicht einfach nur auf sie warten, sondern wir müssen auch um sie werben.
Allerdings ist auch klar: Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz wird nur ein Erfolg werden, wenn wir die Anerkennungsverfahren für ausländische Berufsabschlüsse effizient gestalten. Ich freue mich daher sehr, dass wir mit der Zentralen Servicestelle Berufsanerkennung einen wichtigen Beitrag leisten, um ausländische Fachkräfte so schnell wie möglich in den Arbeitsmarkt zu integrieren."

BA-Vorstandsmitglied Daniel Terzenbach: "Wir freuen uns, dass wir als Bundesagentur für Arbeit mit der Zentralen Servicestelle Berufsanerkennung eine wichtige Aufgabe übernehmen und damit das Fachkräfteeinwanderungsgesetz unterstützen. Qualifizierte Fachkräfte im Ausland zu gewinnen, ist harte Arbeit. Wir stehen mit anderen Ländern im Wettbewerb um die besten Köpfe. Umso wichtiger ist es, den Weg nach Deutschland so reibungslos wie möglich zu gestalten. Mit der ZSBA senden wir damit auch an Fachkräfte aus dem Ausland ein klares Zeichen der Willkommenskultur."

Die Aufgaben der Zentralen Servicestelle Berufsanerkennung:
Die Zentrale Servicestelle Berufsanerkennung (ZSBA) hat am 01. Februar 2020 ihre Arbeit aufgenommen. Sie wird in dem komplexen System der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse in Deutschland eine Lotsenfunktion für Bewerberinnen und Bewerber übernehmen. Dies soll vor allem den Fachkräften helfen, die sich noch im Ausland befinden und am Anfang ihrer Arbeitssuche in Deutschland stehen. Die Servicestelle unterstützt die Fachkräfte bei der Zusammenstellung der erforderlichen Unterlagen für die zuständige Anerkennungsstelle, informiert über regionale Beratungs- und Qualifizierungsangebote und hilft bei der Suche nach einem Arbeitgeber. Hierdurch werden zugleich die Anerkennungsstellen entlastet und die Verfahren beschleunigt.
Die ZSBA wird für eine erste Phase von vier Jahren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert und ist in der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit in Bonn angesiedelt.
Interessenten im Ausland können sich per Mail, Telefon oder Chat über das Virtuelle Welcome Center der ZAV melden (erreichbar über das offizielle Fachkräfteportal www.make-it-in-germany.com) und werden dann von Beraterinnen und Beratern der Servicestelle über das Anerkennungsverfahren beraten.

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news-2476 Wed, 12 Feb 2020 13:34:48 +0100 IQ Baden-Württemberg: Neues Perspektivgeber-Video jetzt online https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/neues-perspektivgeber-video-frank-busch Frank Busch ist Geschäftsführer bei Schweikart Hightech Holzteile in Sulz am Neckar und hat Abdullah aus Afghanistan eingestellt – worüber er sehr glücklich ist. Das IQ Netzwerk Baden-Württemberg ist auf Frank Busch, Geschäftsführer bei Schweikart Hightech Holzteile, zugekommen und hat ihn gefragt, ob er Abdullah aus Afghanistan einstellen möchte. Da er handwerkliches Geschick und die Affinität zum Werkstoff Holz mitgebracht hat, hat es sofort funktioniert. „Wir möchten Migration unterstützen. Und es liegt nicht an der Politik, sondern es liegt an uns. Und es liegt an den Migranten. Und es liegt an den Kollegen. Und es liegt an mir, ob Migration gelingt”, sagt Frank Busch im Video.

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news-2477 Tue, 11 Feb 2020 13:52:00 +0100 IQ Netzwerk Brandenburg: Neues Video über migrantische Unternehmerin Maria Mazerat-Khaikin veröffentlicht https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/neues-video-unsere-migrantenunternehmen-maria-mazerat-khaikin Maria Mazerat-Khaikin ist 2003 aus Russland nach Deutschland gekommen – allein und ohne Deutsch zu sprechen. Mittlerweile hat sie eine eigene Praxis für Kunsttherapie und Psychotherapie. Maria Mazerat-Khaikin ist 2003 aus Russland nach Deutschland gekommen – allein und ohne Deutsch zu sprechen. In Berlin hat sie Kunsttherapie und Psychotherapie studiert. Nach bestandener Prüfung hat sie sich entschieden, selbständig zu arbeiten und eine Praxis in Potsdam zu eröffnen. Sie besitzt unter anderem eine Krankenkassenzulassung für Stressbewältigung, autogenes Training und progressive Muskelentspannung.

Vom IQ Netzwerk Brandenburg wurde sie in mehrfacher Hinsicht unterstützt, beispielsweise bei ihren Fragen zur Buchhaltung oder zum Marketing. Dadurch hat sie jetzt nicht nur mehr, sondern auch zufriedenere Kunden.

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news-2463 Wed, 05 Feb 2020 11:14:00 +0100 clavis: Neue Ausgabe zum Thema „Fachkräfteentwicklung durch Einwanderung” erschienen https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/clavis-neue-ausgabe-zum-thema-auslaendische-fachkraefte-fuer-das-gesundheitswesen-erschienen-1 clavis beleuchtet in dieser Ausgabe die Veränderungen, die sich durch das neue Einwanderungsgesetz ergeben, aus Unternehmensperspektive. Deutschland bekommt sein erstes Einwanderungsgesetz, das die Einwanderung von Arbeitskräften aus sogenannten Drittstaaten erleichtern soll. Die wesentlichen Neuerungen des Gesetzes werden schon vor seinem Inkrafttreten am 1. März in Wissenschaft und Gesellschaft rege diskutiert und kommentiert. Zwar bietet das Gesetz ein solides Grundgerüst für die Integration von Arbeitnehmern aus Nicht-EU-Staaten, informell oder am Arbeitsplatz erworbene Qualifikationen werden aber durch das Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FKEG) nicht berücksichtigt.

Die aktuelle Ausgabe von clavis beleuchtet die mit dem Einwanderungsgesetz avisierten Neuerungen aus Unternehmensperspektive unter der Fragestellung, ob die neue Gesetzeslage dazu beitragen kann, aktuell bestehende Hürden zur Arbeitsmarktintegration ausländischer Fachkräfte abzubauen. clavis bietet hierzu eine Übersicht über das Gesetz und seine Möglichkeiten für Unternehmen.

Hier geht es zum Download der clavis 01/2019.

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news-2462 Wed, 05 Feb 2020 08:50:00 +0100 IAB: Die Hälfte der Geflüchteten sind fünf Jahre nach ihrer Ankunft erwerbstätig https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/iab-die-haelfte-der-gefluechteten-sind-fuenf-jahre-nach-ihrer-ankunft-erwerbstaetig 68 Prozent der erwerbstätigen Geflüchteten arbeiten Voll- oder Teilzeit, 17 Prozent machen eine Ausbildung, drei Prozent ein Praktikum und zwölf Prozent sind geringfügig beschäftigt. [IAB] 49 Prozent der Geflüchteten, die seit 2013 nach Deutschland gekommen sind, gehen fünf Jahre nach dem Zuzug einer Erwerbstätigkeit nach. "Die Arbeitsmarktintegration erfolgt damit etwas schneller als bei Geflüchteten früherer Jahre", schreiben Herbert Brücker, Yuliya Kosyakova und Eric Schuß in einer am Dienstag, 4. Februar 2020, veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Bei den seit den frühen 1990er Jahren bis 2013 zugezogenen Geflüchteten, die unter anderem in der Folge der Kriege in den Nachfolgestaaten Jugoslawiens nach Deutschland gekommen sind, waren nach fünf Jahren 44 Prozent erwerbstätig. Damals waren zwar die Voraussetzungen hinsichtlich Sprache, Bildung und Ausbildung günstiger als bei den in jüngerer Zeit zugezogenen Geflüchteten. Dafür ist gegenwärtig die Arbeitslosigkeit wesentlich niedriger und das Beschäftigungswachstum deutlich höher als in den 1990er Jahren. "Zudem wird seit 2015 deutlich mehr in Sprach- und andere Integrationsprogramme für Asylbewerber und anerkannte Geflüchtete investiert als es damals der Fall war", so Brücker, Kosyakova und Schuß.

68 Prozent der erwerbstätigen Geflüchteten gehen einer Vollzeit- oder Teilzeiterwerbstätigkeit nach, 17 Prozent einer bezahlten Ausbildung, drei Prozent einem bezahlten Praktikum und zwölf Prozent sind geringfügig beschäftigt.

Zwischen geflüchteten Männern und Frauen besteht bei der Erwerbstätigkeit ein erhebliches Gefälle. Fünf Jahre nach dem Zuzug sind 57 Prozent der Männer und 29 Prozent der Frauen erwerbstätig. Dabei spiele die Familienkonstellation und die Betreuungssituation von Kindern eine große Rolle, betonen Brücker, Kosyakova und Schuß: "Insbesondere Frauen mit Kleinkindern sind nur zu sehr geringen Anteilen erwerbstätig".

Im zweiten Halbjahr 2018 gingen insgesamt 60 Prozent der Geflüchteten einer Erwerbstätigkeit nach, besuchten eine Bildungseinrichtung oder nahmen an Integrationsmaßnahmen oder arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teil. Der Großteil der verbleibenden 40 Prozent waren aktiv auf Stellensuche, in Elternzeit oder in Mutterschutz.

Datengrundlage der IAB-Studie ist die IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten. Die Befragung wird gemeinsam vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), dem Forschungszentrum des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF-FZ) und dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) am DIW Berlin durchgeführt. Es handelt sich um eine repräsentative Wiederholungsbefragung von Geflüchteten, die in den Jahren 2013 bis 2016 nach Deutschland gekommen sind. Insgesamt wurden bislang rund 8.000 Geflüchtete befragt. Die IAB-Studie zum Download finden Sie hier.

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news-2461 Mon, 27 Jan 2020 16:49:13 +0100 Tagung zum Anerkennungszuschuss am 20. Februar 2020 in der Berliner "Kalkscheune" https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/tagung-zum-anerkennungszuschuss-am-20-februar-2020-in-der-berliner-kalkscheune Ziel ist, einen Rückblick auf Erfolge des Anerkennungszuschusses zu werfen und diese in den Gesamtkontext der Berufsanerkennung einzubetten. Das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb), Träger der IQ Fachstelle Beratung und Qualifizierung", veranstaltet eine Fachtagung zum Thema "Der Anerkennungszuschuss – Wege zur beruflichen Anerkennung bereiten – Eine Zwischenbilanz". Die Veranstaltung findet am 20. Februar 2020 von 10.30 bis 16 Uhr in der "Kalkscheune" in Berlin statt.

Ziel ist, einerseits einen Rückblick auf prozessuale Erfolge des Anerkennungszuschusses zu werfen und andererseits diese und andere Finanzierungsmöglichkeiten in den Gesamtkontext der Berufsanerkennung und den dazugehörigen Strukturen einzubetten. Zudem besteht in Form von vier parallel stattfindenden Foren die Möglichkeit zum intensiven Austausch mit Blick auf unterschiedliche Themen im Rahmen der beruflichen Anerkennung.

Alle Informationen zum Ablauf und zur Anmeldung für die Veranstaltung finden Sie hier.

 

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news-2460 Wed, 22 Jan 2020 11:44:38 +0100 IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz: Mainzer Busfahrerqualifizierung macht Schule - Projektumsetzung jetzt in Koblenz https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/mainzer-busfahrerqualifizierung-macht-schule Das IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz hat in Kooperation mit der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) 30 Geflüchtete zu Busfahrern qualifiziert. Im Kreis Mayen-Koblenz wurde jetzt ein ähnliches Projekt vorgestellt. Zwischen 2016 und 2018 gelang es dem IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz in einem bis dato beispiellosen Projekt in Kooperation mit der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) Geflüchtete zu Busfahrern zu qualifizieren. In der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz wurde jetzt ein ähnliches Projekt vorgestellt, bei dem das IQ Teilprojekt des Trägers Arbeit & Leben seine Erfahrungen aus der Mainzer Busfahrerqualifizierung beisteuert. 

Schätzungsweise 200 Busfahrerinnen und Busfahrer fehlen in der Region Mayen-Koblenz. Abhilfe schafft nun ein Projekt des Jobcenters Mayen-Koblenz in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) und den regionalen Busunternehmen: Menschen, die Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben, werden innerhalb von vier bis zwölf Monaten zu Busfahrern ausgebildet. 

Impulse für das Konzept gab das 2016 gestartete IQ Modellprojekt „Brücke in den Arbeitsmarkt” in Mainz, wodurch bis heute knapp 30 männliche Geflüchtete zu Busfahrern qualifiziert wurden. Großen Anteil an der erfolgreichen Durchführung hatte Arbeit & Leben. Der Bildungsträger hatte einerseits den Auftrag, das ÖPNV-Unternehmen Mainzer Mobilität bei der Integration der Geflüchteten zu beraten. Andererseits wurden die Teilnehmenden der Qualifizierung sprachlich und fachlich begleitet, damit sie die Führerschein- und die IHK-Prüfung bestehen und zudem vorbereitet werden auf die Herausforderungen ihres neuen Arbeitsumfeldes. Das Modellprojekt wurde 2018 mit dem Weiterbildungspreis des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Außerdem wurde die Qualifizierungsmaßnahme als IQ Good Practice-Beispiel ausgewählt.

Mehr Infos finden Sie hier.

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Rheinland-Pfalz
news-2464 Fri, 03 Jan 2020 11:44:00 +0100 BMBF fördert künftig Beratung von Fachkräften an 10 Auslandshandelskammern weltweit https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/bmbf-foerdert-kuenftig-beratung-von-fachkraeften-an-10-auslandshandelskammern-weltweit [BMBF] Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat zur Fachkräftegewinnung zum 1.1.2020 eine neue Phase des Projekts Pro Recognition bewilligt. Das Projekt wird vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) gemeinsam mit 10 Auslandshandelskammern durchgeführt. Dazu erklärte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek:
"Mit Jahresbeginn verstärken wir die Anstrengungen zur Fachkräftegewinnung: In Bosnien-Herzegowina, Brasilien und Kolumbien schaffen wir drei neue Beratungsstellen zur Anerkennung beruflicher Qualifikationen. Außerdem werden wir die bestehenden Beratungen in Ägypten, Algerien, Indien, Iran, Italien, Polen und Vietnam weiter ausbauen. In dieser Förderphase investieren wir mit knapp 8 Millionen Euro doppelt so viel wie in der ersten Förderphase. Hier waren es knapp 4 Millionen Euro. Am 1. März tritt das Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Kraft. Dann wird auch die Zahl der Anträge auf Anerkennung steigen. Mit den neuen Beratungsstellen können sich interessierte Fachkräfte im Ausland direkt vor Ort über ihre Möglichkeiten der Berufsanerkennung informieren. Damit leisten wir gemeinsam mit der Wirtschaft einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftegewinnung im Ausland."

Dazu erklärte DIHK- Präsident Dr. Eric Schweitzer:
"Mit dem Ausbau von Pro Recognition verstärken wir die gemeinsamen Anstrengungen zur Fachkräftegewinnung, die wir im Dezember auf dem Fachkräftegipfel vereinbart haben. Der Fachkräftemangel ist eine große Herausforderung für die Unternehmen. Daher steigt auch das Interesse an Fachkräften aus Drittstaaten. Informationen zur beruflichen Anerkennung in Deutschland spielen dabei dann eine entscheidende Rolle. Hier zeigt das Projekt Pro Recognition große Wirkung, wie die Anerkennungszahlen belegen: Schon in der ersten Projektphase bis Ende 2019 haben fast 10.000 Beratungen stattgefunden. Dabei hat es sich bewährt, dass die Auslandshandelskammern als Vertretung der deutschen Wirtschaft im Ausland ihre Kompetenz und Kontakte einbringen. Sie leisten wertvolle Unterstützung, damit die Anerkennungsverfahren erfolgreich abgeschlossen werden."

Hintergrund:
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert seit 2015 das Projekt Pro Recognition. Es wird von der DIHK Service GmbH gemeinsam mit den Auslandshandelskammern durchgeführt. Das BMBF fördert die neue Projektphase von 2020 bis Ende 2023. Mit dem Projekt tragen BMBF und Wirtschaft gemeinsam zur Fachkräftegewinnung aus dem Ausland bei. Die Fachkräftegewinnung aus dem europäischen und nichteuropäischen Ausland sind wichtige Säulen der Fachkräftestrategie der Bundesregierung. Bund, Länder, Unternehmen und Gewerkschaften haben in einer gemeinsamen Erklärung zum Fachkräftegipfel am 17.12.2019 ihre Absicht bekräftigt, gemeinsame Anstrengungen zu unternehmen, um dem Fachkräftemangel in Deutschland zu begegnen.

Seit Inkrafttreten des Anerkennungsgesetzes im Jahr 2012 wurden gut 280.000 Anträge auf Anerkennung und Zeugnisbewertung eingereicht, davon 140.700 zu bundesrechtlich geregelten Berufen. Dabei steigen die Antragszahlen aus dem Ausland stetig. Im Jahr 2012 wurden 531 Anträge zu bundesrechtlich geregelten Berufen aus dem Ausland gestellt. Dies waren 4,8 % aller Anträge. Im Jahr 2018 waren es 5.958 Anträge und damit schon ein Fünftel aller Anträge. Für Fachkräfte außerhalb der Europäischen Union ist die Anerkennung ihrer Berufsqualifikation die Voraussetzung um in Deutschland als Fachkraft arbeiten zu können.

Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz schafft den Rahmen für eine gezielte Einwanderung von qualifizierten Fachkräften aus Drittstaaten. Ziel ist, dass diejenigen Fachkräfte nach Deutschland kommen können, die Unternehmen in Deutschland dringend benötigen. Das sind insbesondere Hochschulabsolventinnen und -absolventen sowie Personen mit qualifizierter Berufsausbildung.

Weitere Informationen zum Projekt und zum Thema Anerkennung sowie Erfahrungsberichte:
https://www.ahk.de/wir-foerdern/berufsanerkennung/ 
www.anerkennung-in-deutschland.de 

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Rheinland-Pfalz
news-2465 Thu, 12 Dec 2019 11:44:00 +0100 Das Förderprogramm IQ: Information und Agenda-Setting, Schulungen und Beratungen in der Förderrunde 2015-2018 https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/bmbf-foerdert-kuenftig-beratung-von-fachkraeften-an-10-auslandshandelskammern-weltweit-1 Das Förderprogramm IQ hat zum Ziel, Zugewanderten mit im Ausland erworbenen Bildungs- und Berufsabschlüssen den Einstieg in eine (aus)bildungsadäquate Beschäftigung in Deutschland zu ermöglichen und so ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Eckpfeiler der praktischen Arbeit in dem bundesweit agierenden Förderprogramm IQ sind die Entwicklung und Umsetzung von Beratungs- und Qualifizierungsangeboten für Zugewanderte. Zugleich wird strukturverändernd gearbeitet: Das Förderprogramm IQ zielt mit dem Angebot von Informations- und Fachveranstaltungen, interkulturellen Trainings und Beratungen für Jobcenter, Arbeitsagenturen und kleine und mittlere Betriebe sowie weitere Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsakteure auf die Etablierung einer Willkommens- und Anerkennungskultur in Verwaltung und Wirtschaft. Das Förderprogramm IQ informiert, sensibilisiert und qualifiziert mit diesen Angeboten zur Entwicklung interkultureller Kompetenz, zur interkulturellen Öffnung von Institutionen und Betrieben wie auch zur betrieblichen Integration von Zugewanderten.

Der jetzt vorliegende Bericht "Veranstaltungen, Schulungen, Beratungen zur interkulturellen Kompetenzentwicklung 2015-2018" verdeutlicht die konkrete Arbeit in diesen Bereichen mit Zahlen, Daten und Fakten. Im Mittelpunkt stehen die Angebote zur interkulturellen Sensibilisierung und Kompetenzentwicklung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Arbeitsverwaltung, die Angebote zur Etablierung einer Willkommenskultur und interkulturellen Öffnung in öffentlichen Institutionen und Betrieben sowie die Vorbereitung von Fach- und Sprachlehrenden auf die Anforderungen bei der Vermittlung von berufsbezogenem Deutsch an Menschen mit Migrationshintergrund. Dabei werden auch die enormen Kraftanstrengungen mit Beginn des verstärkten Zuzugs von Geflüchteten deutlich.

Den Bericht finden Sie hier zum Download.

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Rheinland-Pfalz
news-2466 Wed, 11 Dec 2019 11:44:00 +0100 Bundesregierung informiert: Das Berufsanerkennungsgesetz wirkt https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/bundesregierung-informiert-das-berufsanerkennungsgesetz-wirkt [bundesregierung.de] Immer mehr Berufsabschlüsse, die von Fachkräften im Ausland erworben wurden, werden in Deutschland anerkannt. Auch die Integration in den Arbeitsmarkt hat sich verbessert und fast neun von zehn Fachkräften mit anerkanntem Abschluss sind erwerbstätig. Das geht aus dem fünften Bericht zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen hervor, den das Kabinett beschlossen hat. Was regelt das Anerkennungsgesetz?
Das sogenannte Anerkennungsgesetz ist die Kurzform für das am 1. April 2012 in Kraft getretene Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen. Es regelt die Anerkennung ausländischer Qualifikationen für Berufe in der Zuständigkeit des Bundes. Die Länder haben ebenfalls Anerkennungsgesetze für die landesrechtlich geregelten Berufe wie beispielsweise Erzieher, Lehrer, Ingenieure und Architekten geschaffen.
Integration: Die Anerkennung beruflicher Qualifikationen fördert die Integration von Migrantinnen und Migranten in die Arbeitswelt und erschließt ihre Qualifikationspotenziale besser für den deutschen Arbeitsmarkt. Zugleich steht das Anerkennungsgesetz auch für die Wertschätzung der Lebensleistung von Migrantinnen und Migranten.

Welche aktuellen Entwicklungen gehen aus dem Bericht hervor?
Klar ist: Berufsanerkennung in Deutschland wird stark nachgefragt. Im Zeitraum vom Inkrafttreten des Gesetzes 2012 bis 2018 wurden fast 280.000 Anträge eingereicht: und zwar für bundes- und landesrechtliche Berufe sowie für Zeugnisbewertungen von Hochschulabschlüssen, die im Ausland erworben wurden. Diese hohe Gesamtzahl und die steigende Nachfrage zeigen die große Bedeutung des etablierten Prüfverfahrens für die Fachkräftesicherung in Deutschland.

Woher kommen die meisten Antragsteller?
Mit 70 Prozent stellen Anträge für Berufsabschlüsse aus Drittstaaten derzeit den größten Anteil der Anträge auf Berufsanerkennung dar. 2012 bis 2015 standen vorwiegend noch Anträge zu EU-Abschlüssen im Mittelpunkt. 2018 lag der Anteil der Anträge von Menschen, die noch nicht in Deutschland leben, bei 20 Prozent. Berufsanerkennung wird also immer öfter als Türöffner für gezielte Fachkräftezuwanderung genutzt. An der Spitze der häufigsten Herkunftsländer stehen Bosnien und Herzegowina, Serbien und die Philippinen.

Inwieweit deckt diese Entwicklung auch den Fachkräftemangel?
Viele Unternehmen - ob Handwerksbetriebe, Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen - sind auf ausländische Fachkräfte angewiesen. Die Sicherung des Fachkräftebedarfs gehört deshalb zur zentralen Aufgabe der Bundesregierung in dieser Legislaturperiode. Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass besonders bei Berufen im Gesundheits- und Krankenbereich die Anträge auf Berufsanerkennung gestiegen sind - im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um mehr als 30 Prozent auf fast 11.500 Anträge. Das zeigt: die berufliche Anerkennung trägt auch dazu bei, den Fachkräftebedarf an Ärzten und in der Krankenpflege zu decken.
Fachkräftesicherung: Das Anerkennungsgesetz ist ein wichtiger Baustein zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in Deutschland. Das Gesetz erleichtert es Fachkräften aus dem Ausland, ihre berufliche Qualifikation auf dem deutschen Arbeitsmarkt einzusetzen und erhöht damit den Anreiz, nach Deutschland zu kommen.

Was tut die Bundesregierung noch, um Berufsanerkennung künftig schneller und transparenter zu machen?
Mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz – das im März 2020 in Kraft tritt – soll die Gleichwertigkeit ausländischer Qualifikationen nochmals an Bedeutung gewinnen. Das Gesetz sieht vor, eine zentrale Servicestelle für zuwanderungsinteressierte Fachkräfte aus dem Ausland einzurichten. Zudem sollen durch den Nationalen Aktionsplan Integration verstärkt Akteure wie beispielsweise Migrantenorganisationen in die Umsetzung des Anerkennungsgesetzes einbezogen werden.

Welche Beratungs- und Hilfsangebote kann man nutzen?
Das offiziellen Online-Portal "Anerkennung in Deutschland" der Bundesregierung mit dem Online-Tool "Anerkennungs-Finder" zeigt den Weg zur richtigen Anerkennungsstelle und bietet Informationen rund um die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen - auf Deutsch, Englisch, Griechisch, Italienisch, Polnisch, Rumänisch, Spanisch, Französisch, Türkisch, Russisch und Arabisch.

Die IQ Beratungstellen bieten zudem in allen Bundesländern - auf regionaler Ebene - Erstberatung für Anerkennungssuchende an. Der Bund fördert diese Beratung im Rahmen des Förderprogramms "Integration durch Qualifizierung (IQ)", das gemeinsam von den Bundesministerien für Bildung und Forschung und für Arbeit und Soziales sowie der Bundesagentur für Arbeit getragen wird.

Das "BQ-Portal" unterstützt zuständige Stellen und Arbeitgeber bei der Bewertung ausländischer Berufsabschlüsse. Es wird vom Institut der deutschen Wirtschaft betrieben. Derzeit befinden sich 91 veröffentlichte Länderprofile mit 3.430 ausländischen Berufsprofilen im BQ-Portal.

Geringverdiener können auch Anträge auf einen Kostenzuschuss für das Anerkennungsverfahren stellen. Förderfähig sind die Kosten, die bei der Antragstellung entstehen, also vor allem Gebühren und Übersetzungskosten, bis zu maximal 600 Euro pro Person.

Bei der Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland werden Interessierte zu den Themen Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse, Einreise und Aufenthalt, Jobsuche und Deutsch lernen aus dem In- und Ausland in Deutsch und Englisch beraten. Sie ist unter der Telefonnummer +49 (0)30-1815-1111 von Montag bis Freitag 9 bis 15 Uhr erreichbar.

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Rheinland-Pfalz
news-2467 Tue, 03 Dec 2019 11:44:00 +0100 Integrationsbericht vorgestellt: Erfolge bei der Arbeitsmarktintegration von Zugewanderten https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/integrationsbericht-vorgestellt-erfolge-bei-der-arbeitsmarktintegration-von-zugewanderten Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung hat anlässlich der heutigen Vorstellung des 12. Integrationsberichts auf Erfolge bei der Arbeitsmarktintegration von Zugewanderten hingewiesen. „Gelungene Integration ist dann gelungen, wenn die Menschen angekommen sind, wenn sie sich angenommen fühlen, wenn sie sich mit all ihren Potenzialen in unsere Gesellschaft, in den Arbeitsmarkt einbringen können, und hier haben wir in den vergangenen Jahren viel erreicht“, sagte Staatsministerin Annette Widmann-Mauz im ZDF-Morgenmagazin. Laut dem Bericht mit dem Titel „Deutschland kann Integration: Potenzial fördern, Integration fordern, Zusammenhalt stärken“ geht der aktuelle Rekord bei Deutschlands Erwerbstätigenzahl maßgeblich auf ausländische Beschäftigte zurück. Ihr Anteil bei neu geschaffenen Arbeitsplätzen liege bei 56 %. 2013 war laut dem Bericht nur jeder 
13. sozialversicherungspflichtig Beschäftigte ein Ausländer. 2018 war es bereits jeder neunte, ein Anstieg von fast 65 Prozent. 
Auch die Zahl der Personen aus den Asyl-Hauptherkunftsländern mit einem Job entwickle sich positiv. Im November 2019 waren laut Bundesagentur für Arbeit 431.000 Personen aus den Asyl-Hauptherkunftsländern in Deutschland beschäftigt - 357.000 davon sozialversicherungspflichtig. Zwei Drittel von ihnen seien jedoch noch im Niedriglohnsektor beschäftigt. Der Bericht weist auch darauf hin, dass die Arbeitslosenquote von Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit fast dreimal höher ist (September 2019: 12,2 %) als diejenige von Deutschen (4,7 %). 
Nachholbedarf sieht der Bericht unter anderem bei der Arbeitsmarktintegration von Frauen mit Einwanderungsgeschichte. So liege beispielsweise die Erwerbstätigenquote von deutschen Frauen im Alter von 30 bis 49 Jahren mit Fachhochschulabschluss bei 90,3 %, von ausländischen Frauen mit gleicher Qualifikation bei 64,9 %. Dies hänge u.a. mit unterschiedlichen Bildungsniveaus und den Schwierigkeiten der Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse zusammen, aber auch Geschlechterrollen seien von Relevanz. Daher bräuchten Frauen noch mehr Unterstützung.
Der Bericht der Integrationsbeauftragten spricht sich auch für „eine Verstetigung und Ausweitung des IQ-Programms“ aus. „In einem solchen Falle bestünde langfristig die Möglichkeit, die über das IQ-Netzwerk entwickelten Beratungsinstrumente und Netzwerkstrukturen zu allen wichtigen Akteuren vor Ort dauerhaft zu implementieren.“
Der 12. Integrationsbericht umfasst den Zeitraum August 2016 bis April 2019 und wird dem Deutschen Bundestag vorgelegt. Er beschreibt die wichtigsten Entwicklungen und Erkenntnisse über Migration und Integration in sämtlichen gesellschaftlichen Bereichen. Neben der Arbeitsmarktintegration geht es unter anderem um Schwerpunkte wie Bildungschancen sowie die Bekämpfung von Extremismus und Rassismus.
Weitere Informationen erhalten Sie hier.

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news-2468 Fri, 29 Nov 2019 11:44:00 +0100 MUT IQ veranstaltet englisches Webinar zum Thema "Die Selbstständigkeit von Migrantinnen und Migranten in den Fokus bringen" https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/mut-iq-veranstaltet-englisches-webinar-zum-thema-die-selbststaendigkeit-von-migrantinnen-und-migranten-in-den-fokus-bringen Am Mittwoch, 11. Dezember 2019 von 14 bis etwa 15 Uhr, veranstaltet das Multiplikatorenprojekt Transfer (MUT IQ) des Förderprogramms IQ gemeinsam mit eingeladenen Partnern aus Norwegen und Schweden ein Webinar mit dem Titel "Die Selbstständigkeit von Migrantinnen und Migranten in den Fokus bringen". Bitte beachten Sie, dass das Webinar auf Englisch stattfinden wird. Weitere Infos zu den geplanten Inhalten und der Registrierung finden Sie hier.

Bei Rückfragen können Sie sich gerne unter der E-Mailadresse webinar(at)ebb-bildung.de an MUT IQ wenden.

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news-2469 Wed, 20 Nov 2019 11:44:00 +0100 SVR-Studie: Legale Zugänge nach Europa fehlen vor allem für gering- und mittelqualifizierte Zuwandernde https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/svr-studie-legale-zugaenge-nach-europa-fehlen-vor-allem-fuer-gering-und-mittelqualifizierte-zuwandernde [SVR] Die Europäische Union sucht nach dem richtigen Umgang mit irregulärer Migration, insbesondere mit Blick auf Drittstaatsangehörige ohne Schutzbedarf. Eine neue Studie des Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) fragt, inwieweit Deutschland, Frankreich, Italien, Schweden und Spanien sowie die EU legale Alternativen bieten, um in Europa zu arbeiten oder einer Ausbildung nachzugehen. Im Fokus stehen Möglichkeiten für Personen mit geringer und mittlerer Qualifikation, die unter den irregulären Zuwanderinnen und Zuwanderern besonders häufig vertreten sind. Die Studie empfiehlt: Abgestimmt auf ihren Arbeitskräftebedarf und in Zusammenarbeit mit Herkunftsländern sollten die Mitgliedstaaten und die EU diesen Gruppen mehr legale Wege eröffnen bzw. bereits bestehende Zugänge ebnen. Welche legalen Zuwanderungsmöglichkeiten in Erwerb und Ausbildung bieten die Europäische Union insgesamt und ausgewählte Mitgliedstaaten gering- und mittelqualifizierten Drittstaatlerinnen und Drittstaatlern? Tragen diese legalen Wege dazu bei, irreguläre Zuwanderung zu begrenzen? Was ließe sich verbessern? Der SVR-Forschungsbereich ist diesen Fragen in einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit dem Migration Policy Institute Europe (MPI Europe) nachgegangen. Die Gesamtanalyse des Projekts, das von der Stiftung Mercator gefördert wurde, trägt den Titel "Legale Wege nach Europa. Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten für Personen ohne Schutzperspektive".

Auch wenn die EU-Kommission sich für legale Wege in Erwerb und Ausbildung stark macht: Nach wie vor entscheidet jeder EU-Mitgliedstaat selbst, welchen Drittstaatsangehörigen er erlaubt, zum Zweck der Erwerbstätigkeit zuzuwandern. Die Studie ermittelt verschiedene Ansätze: Schwedens Politik etwa gibt den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern große Freiheiten, bei Bedarf Arbeitskräfte einzustellen: Staatliche Stellen überprüfen dabei nicht, ob tatsächlich Engpässe in bestimmten Berufen bestehen. Im Vergleich dazu kontrollieren Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien stärker, wie viele Personen zum Arbeiten ins Land kommen, in welchen Bereichen sie arbeiten können und welche Qualifikationen sie mitbringen.

Frankreich, Italien und Spanien organisieren Erwerbsmigration in den Segmenten niedriger und mittlerer Qualifikation großteils über Vereinbarungen mit Herkunftsländern. In Deutschland geschieht dies vorrangig über die 2015 beschlossene Westbalkan-Regelung, wohingegen Schweden keine Vorgaben macht, aus welchen Ländern Arbeitskräfte kommen können. Dr. Hanne Beirens, Direktorin von MPI Europe, betont: "Durch länderspezifische Regelungen können Regierungen partnerschaftliche Strukturen und Netzwerke aufbauen, die die Zuwanderung erleichtern. Damit bilaterale Programme zur Erwerbsmigration langfristig funktionieren, müssen die Kosten angemessen auf Staat, Betriebe und Zuwandernde verteilt werden."

Die Studie zeigt, dass reguläre Zuwanderungsoptionen in Arbeit und Ausbildung für Gering- und Mittelqualifizierte aus Drittstaaten insgesamt eng begrenzt sind. Potenzial besteht insbesondere im Bereich der beruflichen Bildung. Hier sieht Dr. Jan Schneider, Leiter des SVR-Forschungsbereichs, auch Handlungsbedarf für Deutschland: "Im Rahmen des neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetzes können junge Erwachsene aus Drittstaaten zukünftig ein Visum zur Suche eines Ausbildungsplatzes erhalten. Bund, Länder und Wirtschaft sollten in Kooperation mit Herkunftsländern innovative Projekte entwickeln, die den Bedarf am deutschen Ausbildungsmarkt mit den Potenzialen in Herkunftsländern zusammenbringen."

Winfried Kneip, Geschäftsführer der Stiftung Mercator, unterstreicht: "Migration zu gestalten wird eine zentrale Aufgabe der politischen Entscheiderinnen und Entscheider bleiben – auch der neuen Europäischen Kommission. Legale Migration sollte dabei nicht allein als Mittel betrachtet werden, um irreguläre Migration zu begrenzen, sondern stärker in Hinblick auf die Möglichkeiten, die sie bietet, um auch außen- und entwicklungspolitische Ziele zu erreichen und den Bedarf des Arbeitsmarkts zu decken."

Sie können hier die Studie und die Infografiken sowie die Länderfallstudien und andere bereits veröffentlichte Analysen herunterladen.

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Rheinland-Pfalz
news-2470 Wed, 20 Nov 2019 11:44:00 +0100 IQ Netzwerk Hessen: Neue Übersicht zu kostenlosen Angeboten für Deutschlernende für Handy und Internet https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/iq-netzwerk-hessen-neue-uebersicht-zu-kostenlosen-angeboten-fuer-deutschlernende-fuer-handy-und-internet Für Deutschlernende gibt es eine Vielzahl an kostenlos verfügbaren Lernmaterialien im Internet. Die IQ Servicestelle Berufsbezogenes Deutsch im Rahmen des IQ Netzwerks Hessen hat deshalb eine Übersicht erstellt, in der sie über die Angebote informiert und dazu das entsprechende Lernniveau sowie Hinweise auf Zugriffsmöglichkeiten und relevante Berufe vermerkt hat. Die Übersicht ist in Zusammenarbeit mit der Anerkennungsberatung entstanden. Die Lernangebote sind nach vier Kategorien sortiert:

  • Sich orientieren
  • Deutsch kostenlos im Internet lernen
  • Vlog Youtube-Kanäle
  • Deutsch mit dem Handy lernen
  • Podcasts

Die Übersicht "Lernen Sie Deutsch mit Handy und Internet" finden Sie hier zum Download.

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news-2471 Mon, 18 Nov 2019 11:44:00 +0100 Anerkennung ausländischer Pflegeabschlüsse weiterhin nach Krankenpflegegesetz möglich https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/anerkennung-auslaendischer-pflegeabschluesse-weiterhin-nach-krankenpflegegesetz-moeglich [pflegebevollmaechtigter.de] Ausländische Pflegekräfte können dazu beitragen, den Fachkräftemangel in der Pflege zu verringern. In der Konzertierten Aktion Pflege wurden deshalb Maßnahmen verabredet, um bestehende Hürden zu minimieren und Prozesse zu beschleunigen. Bis 2024 ist die Anerkennung ausländischer Pflegeabschlüsse weiterhin nach dem Krankenpflegegesetz möglich. Diese Entscheidung wurde am 14. November 2019 mit einer Änderung des Pflegeberufegesetzes beschlossen. Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Staatsekretär Andreas Westerfellhaus, sagte zu der beschlossenen Übergangsregelung: "Ich freue mich, dass meine Anregung aufgegriffen wurde. Denn bereits ab dem Jahreswechsel hätten ausländische Pflegekräfte sonst ihre Abschlüsse nach der neuen Pflegeausbildung anerkennen lassen müssen – obwohl die noch gar nicht überall umgesetzt wird. Ein solcher Anerkennungsstau wäre eine unnötige Katastrophe geworden. Die nun beschlossene Regelung stellt sicher, dass ausländische Pflegefachkräfte zügig ihren Beitrag zur Versorgung von Patienten und zu Pflegenden leisten können: als anerkannte qualifizierte Fachkräfte."

Die Länder können die Gleichwertigkeit ausländischer Pflegeabschlüsse damit weiterhin anhand des Abschlusses zum Gesundheits- und Krankenpfleger oder Altenpfleger prüfen und ggf. Anpassungsmaßnahmen bescheiden. Die ausländischen Pflegekräfte müssen damit nicht erst warten, bis neue generalistische Lehrgänge konzipiert sind und tatsächlich angeboten werden.

Weitere Informationen können Sie der Pressemitteilung des Bevollmächtigten der Bundesregierung für Pflege entnehmen, diese finden Sie hier.

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Rheinland-Pfalz
news-2472 Fri, 15 Nov 2019 11:44:00 +0100 SVR-Policy Brief: Was wir über Migrantenorganisationen wissen – und was nicht https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/svr-policy-brief-was-wir-ueber-migrantenorganisationen-wissen-und-was-nicht [SVR] Migrantenorganisationen sind selbstverständliche und wichtige zivilgesellschaftliche Akteurinnen. Allerdings ist das Wissen über ihre Anzahl, Formen, Handlungsschwerpunkte, Potenziale und Bedarfe lückenhaft. Ein zweijähriges Projekt des SVR-Forschungsbereichs setzt hier an und untersucht die Landschaft der Migrantenorganisationen. Die Zwischenbilanz zeigt: Migrantenorganisationen decken die gesamte Bandbreite zivilgesellschaftlichen Engagements in Deutschland ab. Eine einheitliche Definition gibt es nicht. Migrantenorganisationen sind Teil der Zivilgesellschaft in der Einwanderungsgesellschaft. Sie werden von Politik, Verwaltung und anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren zunehmend auch als Partnerinnen vor allem in der Integrationspolitik wahrgenommen. Während sich das Feld der Migrantenorganisationen in den letzten Jahren sehr dynamisch entwickelt hat, war das Forschungsinteresse daran nicht kontinuierlich. Es bestehen daher erhebliche Wissenslücken. Der Forschungsbereich beim Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) untersucht in einem zweijährigem Projekt die Landschaft der Migrantenorganisationen in Deutschland und erhebt dabei Zahl, Formen, Handlungsschwerpunkte, Potenziale und Bedarfe. Ziel ist es, Empfehlungen dazu zu entwickeln, wie Migrantenorganisationen, Politik sowie die weitere Zivilgesellschaft noch besser zusammenarbeiten und Migrantenorganisationen passender gefördert werden können.

Der Policy Brief "Anerkannte Partner – unbekannte Größe? Migrantenorganisationen in der deutschen Einwanderungsgesellschaft" gibt einen ersten Überblick, was über die bisherige Entwicklung der Migrantenorganisationen sowie aktuelle Trends bekannt ist. Dafür hat der SVR-Forschungsbereich u. a. zahlreiche Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern von Migrantenorganisationen, Behörden und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen geführt. Eine zentrale Annahme bestätigt sich: Die Migrantenorganisation gibt es nicht. "Migrantenorganisationen sind vielfältig und decken das gesamte Spektrum bürgerschaftlichen Engagements ab", erklärt  Dr. Cornelia Schu, Direktorin des SVR-Forschungsbereichs. "Es reicht von der Pflege einer gemeinsamen Herkunftskultur über entwicklungspolitisches Engagement für eine bestimmte Herkunftsregion bis zum Engagement für gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland." Auch in ihrer Arbeitsweise und ihrem Aufbau unterscheiden sich Migrantenorganisationen zum Teil deutlich voneinander. Insofern ist es folgerichtig, dass bis heute keine einheitliche Definition vorliegt.

"Wichtig ist, sich der Ambivalenz des Etiketts 'Migrantenorganisation' bewusst zu sein", ergänzt Dr. Marie Mualem Sultan, wissenschaftliche Projektleiterin. "Einerseits kann die damit vorgenommene Abgrenzung von nicht migrantischen Vereinen unterstreichen, dass echte Chancengleichheit noch nicht erreicht ist. Andererseits liegt ein gewisses Risiko darin, wenn der Unterschied dauerhaft betont wird, obwohl gleichberechtigte Teilhabe unabhängig von der Herkunft angestrebt wird." Eine ausgrenzende Wirkung kann es auch haben, wenn Vereine von außen als Migrantenorganisation bezeichnet werden, die sich selbst gar nicht als solche sehen und sich in Zielen und Aktivitäten kaum von nicht migrantischen Vereinen unterscheiden.

Ein weiterer zentraler Befund lautet: Migrantenorganisationen dürfen nicht auf ihren Beitrag zur Integration reduziert werden. Zwar wirken viele dieser Organisationen ganz selbstverständlich auch darauf hin, gleichberechtigte Teilhabe in den verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zu verwirklichen. Genau wie bei allen anderen Vereinen speist sich ihre Daseinsberechtigung jedoch auch und vor allem aus ihren sonstigen kulturellen, sozialen, künstlerischen oder bildungsbezogenen Aktivitäten. Diese dürfen nicht abgewertet werden, nur weil sie nicht ausdrücklich auf Integration abzielen. Zugleich muss – in den Organisationen wie auch außerhalb – darüber nachgedacht werden, welche Funktionen Migrantenorganisationen im Integrationsprozess übernehmen können und wollen und welche sie aus integrationspolitischer Sicht übernehmen sollten.

Das Forschungsprojekt "Migrantenorganisationen als Partner von Politik und Zivilgesellschaft" wird gefördert vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Die Veröffentlichung der Abschlussstudie ist für Ende 2020 geplant.

Sie können den Policy Brief hier beim SVR herunterladen, alle Informationen zum Forschungsprojekt finden Sie hier zum Download.

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Rheinland-Pfalz
news-2474 Fri, 08 Nov 2019 11:44:00 +0100 Bundeskanzlerin Merkel zeichnet Projekt "IQ Apotheker für die Zukunft" mit Nationalem Integrationspreis 2019 aus https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/bundeskanzlerin-merkel-zeichnet-projekt-iq-apotheker-fuer-die-zukunft-mit-nationalem-integrationspreis-2019-aus [bundesregierung.de] Träger ist in diesem Jahr das Projekt "Integration durch Qualifizierung - Apotheker für die Zukunft" des IQ Projektträgers MIP - Medici in Posterum GmbH und der Landesapothekerkammer Rheinland Pfalz. Eine unabhängige Jury aus Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens hat sich für das Projekt entschieden, da es herausragende Beispiele erfolgreicher Integration zeigt. Die Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz bildet, gemeinsam mit dem IQ Träger MIP - Medici in Posterum GmbH, ausländische Apothekerinnen und Apotheker aus, die in ihrem Heimatland Pharmazie studiert haben oder dort in diesem Beruf gearbeitet haben. Mit drei Säulen führt das Projekt die Teilnehmenden zur deutschen Approbation:

  1. Integrierter Fach- und Sprachunterricht
  2. Arbeit in Apotheken
  3. Einzelbetreuung durch einen Tutor (ehrenamtlicher Apotheker)

Alle ehemaligen Kursteilnehmenden konnten dank der Projektunterstützung die anspruchsvolle Fachsprachprüfung und pharmazeutische Kenntnisprüfung bestehen. Damit trifft das Projekt den diesjährigen thematischen Schwerpunkt "Mitgestalten". Die im Ausland erworbenen Qualifikationen konnten in Deutschland anerkannt und die Approbationen erteilt werden. Alle Absolventinnen und Absolventen arbeiten mittlerweile erfolgreich in öffentlichen Apotheken und Krankenhaus-Apotheken. Die Beispiele zeigen, dass Neuzugewanderte mit guter Ausbildung hochwertige Arbeitsplätze erreichen können. Ein Großteil der ehemaligen Kursteilnehmer arbeitet außerhalb der Großstädte und Ballungszentren im ländlichen Raum und sichert dort den langfristigen Bestand von Apotheken und die Patienten-versorgung in strukturschwachen Regionen.

Hintergrund zum Nationalen Integrationspreis

Das Bundeskabinett hat am 24. und 25. Mai 2016 bei seiner Klausur in Meseberg die "Meseberger Erklärung zur Integration" beschlossen und in diesem Rahmen den Nationalen Integrationspreis ins Leben gerufen. Der Preisträger soll als Vorbild für andere dienen, sich ebenfalls zu engagieren. Die 33 vorschlagsberechtigten Institutionen konnten einzelne Personen, Personengruppen, Organisationen oder Kommunen nominieren. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Bundeskanzlerin Merkel verleiht den Nationalen Integrationspreis am 11. November 2019 zum dritten Mal. Die für drei Jahre (bis 2019) von der Bundeskanzlerin berufene Jury besteht aus der Berliner Integrationsforscherin Naika Foroutan, dem Fußballprofi Sami Khedira, dem Autor Ahmad Mansour, der langjährigen Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth sowie dem ehemaligen Vorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit und ehemaligen Leiter des BAMF, Frank-Jürgen Weise, der zugleich Jury-Vorsitzender ist.

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Rheinland-Pfalz
news-2475 Tue, 05 Nov 2019 11:44:00 +0100 IAB-Kurzbericht: Förderung von Deutschkursen im Ausland lohnt sich bei der Gewinnung von Fachkräften https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/iab-kurzbericht-foerderung-von-deutschkursen-im-ausland-lohnt-sich-bei-der-gewinnung-von-fachkraeften [IAB] Das neue Gesetz zur Fachkräfteeinwanderung soll den Zuzug von qualifizierten Arbeitskräften nach Deutschland mit verschiedenen Instrumenten fördern. Über die Wirkung konkreter Maßnahmen, die etwa die Zusammensetzung von Migrationsströmen im Hinblick auf berufliche Qualifikationen oder Sprachkenntnisse steuern sollen, ist bisher wenig bekannt. In diesem Kontext untersucht das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) wie das Angebot von Sprachkursen im Ausland die Deutschkenntnisse und andere arbeitsmarktrelevante Merkmale der Migrantinnen und Migranten beeinflusst.

Den IAB-Kurzbericht zum Thema finden Sie hier zum Download.

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Rheinland-Pfalz
news-2458 Fri, 18 Oct 2019 09:42:04 +0200 Bertelsmann Stiftung: Factsheet zu Fachkräftezuwanderung aus Drittstaaten nach Deutschland veröffentlicht https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/bertelsmann-stiftung-factsheet-zu-fachkraeftezuwanderung-aus-drittstaaten-nach-deutschland-veroeffentlicht [Bertelsmann Stiftung] Wie viele Fachkräfte sind 2018 aus dem außereuropäischen Ausland nach Deutschland gezogen? Woher kommen sie und wie viele wandern wieder ab? Ein von der Bertelsmann Stiftung veröffentlichtes Infopapier zeigt: Die Zuwanderung von Fachkräften aus dem außereuropäischen Ausland ist 2018 – wie in den Jahren zuvor – leicht gestiegen. Die meisten Nicht-EU-Fachkräfte kamen 2018 aus Indien, den USA und Serbien.

Das Factsheet zum Download finden Sie hier.

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news-2457 Thu, 17 Oct 2019 10:31:26 +0200 IAB-Kurzbericht: Frauen der zweiten Generation mit Migrationshintergrund nehmen am häufigsten an beruflichen Weiterbildungen teil https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/iab-kurzbericht-frauen-der-zweiten-generation-mit-migrationshintergrund-nehmen-am-haeufigsten-an-beruflichen-weiterbildungen-teil [IAB] Eine aktuelle Analyse aus dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt, dass die Weiterbildung  von  Beschäftigten durch  die  digitale  Entwicklung, demografische Veränderungen  sowie  die  zunehmende  internationale Verflechtung immer mehr an Bedeutung gewinnt. Dies gilt auch für Menschen mit Migrationshintergrund. Männliche Beschäftigte, die selbst eingewandert sind, nehmen vergleichsweise selten, weibliche Beschäftigte, deren Eltern eingewandert waren, dagegen häufig an Weiterbildung teil.

Fast ein Drittel der deutschen abhängig Erwerbstätigen ohne Migrationshintergrund nahm von 2013 bis 2015 an mindestens einer beruflichen Weiterbildung teil. Bei den selbst Eingewanderten (1. Generation) sind dies 20 Prozent.  In Deutschland geborene Beschäftigte mit mindestens einem eingewanderten Elternteil (2. Generation) bilden sich ähnlich häufig weiter wie Deutsche ohne Migrationshintergrund. Die höchste Teilnahmequote an Weiterbildung weisen mit 35 Prozent die abhängig erwerbstätigen Frauen der 2. Generation auf. Sie sind meist gut qualifiziert und arbeiten oft in qualifizierten Angestelltenpositionen sowie in weiterbildungsintensiven Branchen wie dem Erziehungs- und Gesundheitsbereich und der Öffentlichen Verwaltung. Solche Faktoren begünstigen die Teilhabe an Weiterbildung. Anstrengungen, um die Teilhabe an Weiterbildung zu erhöhen, sollten sich vor allem auf die selbst Eingewanderten der 1. Generation beziehen. Bedeutsam sind für diesen Personenkreis aber auch Ausbildung oder Studium sowie die Anerkennung mitgebrachter beruflicher Qualifikationen.

Den IAB-Kurzbericht zum Thema finden Sie hier zum Download.

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news-2456 Mon, 23 Sep 2019 17:07:12 +0200 BA: Fachkräfte (w/m/d) im Virtuellen Welcome Center (Zentrale Servicestelle Berufsanerkennung) am Arbeitsort Bonn gesucht https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/ba-fachkraefte-w-m-d-im-virtuellen-welcome-center-zentrale-servicestelle-berufsanerkennung-am-arbeitsort-bonn-gesucht Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat mehrere Stellen als Fachkräfte (w/m/d) im Virtuellen Welcome Center (Zentrale Servicestelle Berufsanerkennung) am Arbeitsort Bonn ausgeschrieben. Die Tätigkeit erfolgt in der neu einzurichtenden Zentralen Servicestelle Berufsanerkennung in der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV), die zum 1. Februar 2020 ihre Arbeit aufnehmen soll. Der Bewerbungsschluss ist am 29. September 2019.

Alle Informationen zu den ausgeschriebenen Stellen erhalten Sie hier auf der Webseite der BA.

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news-2455 Mon, 23 Sep 2019 11:39:47 +0200 BMBF: Anerkennungszuschuss wird verlängert https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/bmbf-anerkennungszuschuss-wird-verlaengert [Anerkennung in Deutschland] Der Anerkennungszuschuss des Bundes geht in die nächste Runde: Die am vergangenen Dienstag, 17. September 2019, im Bundesanzeiger veröffentlichte neue Richtlinie, tritt zum 1. Oktober 2019 in Kraft.

Der Anerkennungszuschuss des Bundes hat sich in seiner Erprobungsphase seit Dezember 2016 als Förderinstrument bewährt. Über 6.200 Anträge wurden bisher gestellt. Zwei Drittel der Antragstellenden sind erwerbstätig, knapp die Hälfte stammt aus dem dualen Bereich.

Mit der neuen Förderrichtlinie werden die Fördermöglichkeiten erweitert: Künftig wird es auch möglich sein, Zeugnisbewertungen der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) fördern zu lassen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) reagiert damit auf die häufige Nachfrage nach Zeugnisbewertungen für Studienabschlüsse aus dem nicht reglementierten Bereich. So legen potenzielle Arbeitgeber z. B. bei wirtschaftswissenschaftlichen Studienfächern oder bei Ingenieurinnen und Ingenieuren, die auch ohne Anerkennung eine Anstellung bei Unternehmen erhalten können, großen Wert auf die Vergleichbarkeit mit den hiesigen Abschlüssen.

Die Höhe des Fördersatzes bleibt unverändert bei 600 Euro. Aktualisierte Formulare werden auf der Informationsseite zum Anerkennungszuschuss in Kürze zur Verfügung stehen. Diese finden Sie hier.

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news-2453 Wed, 18 Sep 2019 14:51:00 +0200 IQ Fachstelle Beratung und Qualifizierung: Publikation zur beruflichen Anerkennung von Fachkräften mit ausländischen Berufsabschlüssen in dualen Berufenen jetzt online https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/iq-fachstelle-beratung-und-qualifizierung-publikation-zur-beruflichen-anerkennung-von-fachkraeften-mit-auslaendischen-berufsabschluessen-in-dualen-berufenen-jetzt-online Die Situationsanalyse der IQ Fachstelle Beratung und Qualifizierung beschreibt Möglichkeiten der beruflichen Anerkennung für Fachkräfte mit ausländischem Berufsabschluss in dualen Berufen und fasst zielgruppenspezifische Erfahrungen des Förderprogramms IQ im Zeitraum von 2015-2018 zusammen. Dabei verweist sie sowohl auf erfolgreiche Umsetzungen in der IQ Qualifizierungspraxis als auch auf bestehende Problemlagen und zeigt Empfehlungen zur vollen Ausschöpfung des Potentials von Zugewanderten mit einem dualen Referenzberuf auf.

Die Publikation zum Download finden Sie hier

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news-2446 Tue, 17 Sep 2019 15:52:00 +0200 IQ Fachstelle Einwanderung: Neues Kompakt 08/2019 - Neues staatliches-ziviles Aufnahmeprogramm für Geflüchtete in Deutschland https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/iq-fachstelle-einwanderung-neues-kompakt-08-2019-neues-staatliches-ziviles-aufnahmeprogramm-fuer-gefluechtete-in-deutschland Die Reihe Kompakt der IQ Fachstelle Einwanderung liefert Rechtsexpertise und Kurzinformationen zum Förderprogramm IQ sowie zu aktuellen Entwicklungen im Bereich Migration und Arbeitsmarktintegration. Aktuell wurde eine Publikation mit dem Titel Kompakt 08/2019 "Neues staatlich-ziviles Aufnahmeprogramm 'NesT - Neustart im Team' für Geflüchtete" veröffentlicht.

Im Mai 2019 stellte die Bundesregierung ein staatlich-ziviles Aufnahmeprogramm nach kanadischem Vorbild – ein sogenanntes privates Sponsorenprogramm – für das Resettlement von Geflüchteten aus Drittstaaten nach Deutschland vor. Das neue Programm "Neustart im Team – NesT" soll die bestehenden Bundes- und Landesprogramme zur Aufnahme von Geflüchteten ergänzen. Das aktuelle Kompakt 08/2019 ordnet das neue Pilotprogramm in den internationalen und deutschen Kontext privat finanzierter Aufnahmeprogramme ein und zeigt die Eckpunkte sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen auf.

Alle Publikationen der Reihe Kompakt zum Download finden Sie hier.

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news-2454 Mon, 16 Sep 2019 10:13:00 +0200 "Diversität ist uns wichtig, aber nicht in meinem Team!" - Neue Studie zur Vielfalt am Arbeitsplatz der Uni Basel veröffentlicht https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/diversitaet-ist-uns-wichtig-aber-nicht-in-meinem-team-neue-studie-zur-vielfalt-am-arbeitsplatz-der-uni-basel-veroeffentlicht [Universität Basel] Diversität am Arbeitsplatz gilt als sehr wünschenswert, bei der konkreten Umsetzung hapert es aber noch häufig. Eine neue Studie zeigt, dass Menschen Diversität eher bei anderen favorisieren, für sich selber es dagegen vorziehen, mit Personen zusammenzuarbeiten, die ihnen möglichst ähnlich sind. Über diesen Befund berichtet ein Forschungsteam der Universitäten Basel und Koblenz-Landau in der Fachzeitschrift "Journal of Experimental Social Psychology". Viele Webseiten von grossen Unternehmen betonen heutzutage die Wichtigkeit von Diversität oder Vielfalt. Ein Blick in aktuelle Statistiken zeigt jedoch, dass die typische Führungskraft in der Regel immer noch weiss und männlich ist. Offensichtlich gibt es eine Abweichung zwischen der Absicht zu Diversität und der unternehmerischen Realität.

Ein Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Mariela Jaffé von der Fakultät für Psychologie der Universität Basel hat diese Abweichung nun aus sozialpsychologischer Sicht untersucht. Dafür wurden vier Studien mit einer Stichprobe von insgesamt 605 Personen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass es einen wichtigen Unterschied ausmacht, ob Menschen bei der Auswahl von Mitarbeitenden für sich selbst oder für Dritte entscheiden.

Wie bewerten Personen Diversität?

Menschen können Diversität sehr differenziert bewerten. Einerseits sehen sie einen Wert in der Vielfalt, die dazu führen kann, dass verschiedene Sichtweisen eingebracht werden, neue Ideen und innovative Lösungen entstehen. Anderseits vermuten sie, dass es schwierig sein könnte, mit einer Person zusammenzuarbeiten, die ganz andere Perspektiven hat, eine andere Sprache spricht oder einen anderen Arbeitsstil pflegt.

Die konkrete Bewertung von Diversität ist abhängig von der Entscheidungsperspektive. Aufbauend auf bestehenden Theorien, zeigen die Forschenden, dass die Bedenken zur Umsetzbarkeit von Diversität stärker ins Gewicht fallen, wenn die eigene Person betroffen ist. Geht es also um die eigene Arbeitsgruppe, bevorzugen Menschen eher Teammitglieder, die ihnen ähnlich sind. Entscheiden Menschen hingegen für andere Personen, steht dies weniger im Fokus. In der Regel wird dann auch ein Team mit einer höheren Diversität zusammengestellt.

Konsequenzen unterschiedlicher Präferenzen

Im Ergebnis bedeutet dies, dass Organisationen diverser werden könnten, wenn Einstellungs- und Teamentscheide nicht (nur) von den direkt Betroffenen, sondern (auch) von anderen Personen getroffen werden, die später nicht unmittelbar in die Tagesarbeit der Gruppe involviert sind.

"Die Forschung zeigt, dass die Wahrnehmung und Bewertung von Diversität wichtige Implikationen für die Entscheidung von Menschen hat", erklärt Jaffé. "Im nächsten Schritt wäre es wichtig, diese Bewertung besser zu verstehen, um Bedenken bezüglich etwaiger Nachteile von Diversität zu diskutieren und aufzulösen. So könnte erreicht werden, dass Menschen auch eine ihnen unähnliche Person für das eigene Team auswählen."

Weitere Informationen zur Studie in englischer Sprache finden Sie hier.

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news-2452 Fri, 13 Sep 2019 14:51:54 +0200 IQ Situationsanalyse zu Möglichkeiten für Lehrerinnen und Lehrer mit einer ausländischen Berufsqualifikation veröffentlicht https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/iq-situationsanalyse-zu-moeglichkeiten-fuer-lehrerinnen-und-lehrer-mit-einer-auslaendischen-berufsqualifikation-veroeffentlicht Die Situationsanalyse der IQ Fachstelle Beratung und Qualifizierung beschreibt Möglichkeiten der beruflichen Anerkennung für Lehrerinnen und Lehrer mit einer im Ausland erworbenen Berufsqualifikation sowie alternative Wege in eine qualifikationsnahe Beschäftigung. Sie wertet Erfahrungen der IQ Beratung und Qualifizierung von zugewanderten Lehrkräften im Zeitraum von 2015-2018 aus und zeigt Lösungsansätze für auftretende Herausforderungen sowie Empfehlungen zur verbesserten Umsetzung der Anerkennungsregelungen auf.

Die Publikation zum Download finden Sie hier

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news-2451 Wed, 11 Sep 2019 14:43:37 +0200 Aktionswochen zur Fachkräftesicherung: INQA-Thementage auf der Messe Zukunft Personal Europe https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/aktionswochen-zur-fachkraeftesicherung-inqa-thementage-auf-der-messe-zukunft-personal-europe [INQA] Auch in diesem Jahr finden unter dem Motto "Menschen in Arbeit – Fachkräfte in den Regionen" wieder deutschlandweite Aktionswochen zur Fachkräftesicherung statt. Mit den Aktionswochen machen das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und das DIHK Innovationsbüro Fachkräfte für die Region vom 16. bis zum 27. September 2019 das vielfältige Engagement von Netzwerken, Projekten und Initiativen sichtbar, die im Bereich Fachkräftesicherung deutschlandweit aktiv sind.

In diesem Jahr feiert die Messe "Zukunft Personal Europe" vom 17. bis zum 19. September 2019 ihr 20jähriges Jubiläum in Köln. Auch die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) wird wieder mit einem Messestand sowie den INQA-Thementagen im Rahmen der Aktionswochen vertreten sein. Dass das Thema Fachkräftesicherung in Deutschland immer wichtiger wird, berichten viele Unternehmen und Personalverantwortliche. So wird der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, im Rahmen der Aktionswochen an den INQA-Thementagen teilnehmen, wo z.B. in dem Panel "Fachkräfte im Fokus: Wo kommen die Expert*innen von morgen her?" das Thema Fachkräftesicherung diskutiert werden wird.

Weitere Informationen zu den Aktionswochen finden hier.

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