Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ https://www.netzwerk-iq.de/ News vom Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ de ebb Entwicklungsgesellschaft für berufliche Bildung mbH Tue, 31 Mar 2020 12:44:40 +0200 Tue, 31 Mar 2020 12:44:40 +0200 TYPO3 EXT:news news-2496 Tue, 31 Mar 2020 12:40:35 +0200 Solidarisch, praktikabel, krisenfest: Der SVR macht Vorschläge für eine neue Asyl- und Migrationspolitik der Europäischen Union https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/solidarisch-praktikabel-krisenfest-der-svr-macht-vorschlaege-fuer-eine-neue-asyl-und-migrationspolitik-der-europaeischen-union [SVR] Die neue EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat einen "Neustart" in der europäischen Asyl- und Migrationspolitik angekündigt, als sie Ende 2019 ihr Amt antrat. Die EU-Kommission will dafür in Kürze einen "Pakt für Migration und Asyl" vorstellen. Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) legt jetzt ein Positionspapier vor, das die Herausforderungen und Handlungsfelder benennt und Vorschläge für eine neue europäische Asyl- und Migrationspolitik macht. Das Papier richtet sich an die europäischen Institutionen sowie an die deutsche Bundesregierung, die zum 1. Juli 2020 die EU-Ratspräsidentschaft übernehmen wird.

Die vollständige Pressemitteilung und das Positionspapier finden Sie hier.

 

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news-2495 Thu, 26 Mar 2020 10:40:00 +0100 IQ Good Practice-Beispiel "Qualifizierungsmaßnahme Brücke in den Arbeitsmarkt" jetzt online https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/jetzt-neues-iq-good-practice-beispiel-veranstaltungsformat-gruppenberatung-fuer-gefluechtete-frauen-verfuegbar-1-3 Berufliche Integration von Geflüchteten für den ÖPNV durch die Qualifizierungsmaßnahme Brücke in den Arbeitsmarkt. Das neue IQ Good Practice-Beispiel "Qualifizierungsmaßnahme Brücke in den Arbeitsmarkt", entstanden im IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz, ist jetzt online. Um den Fachkräftebedarf an Busfahrer*innen zu decken, wirbt die Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) seit einigen Jahren ausländische Fachkräfte an. Ein zusätzliches Potenzial hat die MVG in der Zuwanderung Asylsuchender erkannt und bereits Ende 2015 einen Aufruf in den Flüchtlingsunterkünften gestartet, um geeignete Bewerber*innen zu finden. Zur Unterstützung der Ausbildung wurde ARBEIT & LEBEN gGmbH, Träger des Projekts „Brücke in den Arbeitsmarkt“ im IQ Netzwerk Rheinland- Pfalz, sowohl für die Vermittlung fachsprachlicher Inhalte als auch für die betriebliche Prozessbegleitung hinzugezogen. Vor dem Hintergrund einer Einstellungszusage durch die MVG wurden die Teilnehmenden fachsprachlich auf ihre künftigen Aufgaben als Busfahrer vorbereitet. In Betriebsbesuchen und Hospitationen konnten sie sich mit betrieblichen Abläufen und Anforderungen sowie mit ihren Rechten und Pflichten als Arbeitnehmer vertraut machen. Das Transportunternehmen wurde gleichzeitig in seinem Interkulturellen Öffnungsprozess begleitet.

Hier geht’s direkt zu dem IQ Good Practice-Beispiel.

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news-2494 Tue, 24 Mar 2020 14:06:04 +0100 BMAS: Ar­beits- und ar­beits­schutz­recht­li­che Fra­gen zum Co­ro­na­vi­rus (SARS-CoV-2) https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/bmas-arbeits-und-arbeitsschutzrechtliche-fragen-zum-coronavirus-sars-cov-2 [BMAS] Kann ich zuhause bleiben? Muss ich ins Büro, wenn die Kollegen husten? Diese und andere Fragen beantwortet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales auf seinen Webseiten "FAQs zum Coronavirus".

Zu diesen Webseiten des BMAS gelangen Sie hier.

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news-2493 Wed, 18 Mar 2020 12:51:55 +0100 Auswirkungen der Corona-Lage auf IQ Angebote https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/auswirkungen-der-corona-lage-auf-iq-angebote Die aktuelle Corona-Lage hat auch Auswirkungen auf die Angebote des Netzwerks Integration durch Qualifizierung (IQ). Die aktuelle Corona-Lage hat auch Auswirkungen auf die Angebote des Netzwerks Integration durch Qualifizierung (IQ). Oberstes Ziel muss es sein, die Ausbreitung des Coronavirus soweit wie möglich zu verhindern oder zu verlangsamen. Deshalb sind persönliche Beratungen zu Anerkennung und Qualifizierung in aller Regel nur noch telefonisch oder per E-Mail möglich. Kursförmiger Unterricht (z.B. Qualifizierungsmaßnahmen) findet bis auf weiteres nicht mehr statt und wird soweit möglich auf digitale Lernformate und eigenständiges Heimlernen umgestellt.

Informationen zu den konkreten Auswirkungen auf die IQ Angebote in Ihrem Bundesland finden Sie auf den Webseiten der IQ Landesnetzwerke. Hier geht es zur Übersicht

Gesicherte Informationen zum Coronavirus allgemein finden Sie in mehreren Sprachen auf der Homepage der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

 

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news-2492 Mon, 16 Mar 2020 17:40:00 +0100 IQ Good Practice-Beispiel "Innovatives Format zur Prozessdarstellung" jetzt online zum Download https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/jetzt-neues-iq-good-practice-beispiel-veranstaltungsformat-gruppenberatung-fuer-gefluechtete-frauen-verfuegbar-1-2 Das individuelle Verfahren der Anerkennung einer im Ausland erworbenen Berufsqualifikation wird durch die Darstellung in Form von Leporellos wirkungsvoll visualisiert. Das neue IQ Good Practice-Beispiel "Innovatives Format zur Prozessdarstellung", entstanden im IQ Netzwerk Bayern - MigraNet, ist jetzt online. Die Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen ist eine wichtige Voraussetzung für Fachkräfte, einen qualifikationsadäquaten Arbeitsplatz zu finden. Bei Gesprächen mit strategischen Partnern und Arbeitsmarktakteuren stellte die IQ Fachberatung häufig fest, dass geeignete Medien fehlten, um den komplexen Prozess der Arbeitsmarktintegration sowie die unterschiedlichen Rollen der Beteiligten zu verdeutlichen. Fallbeispiele wurden herangezogen, um den Anerkennungsprozess und die wichtige Rolle der IQ Beratung zu erläutern. Es wurde eine Power Point Präsentation erstellt. Dabei stellte sich jedoch heraus, dass zur Darstellung der komplexen Prozesse eine andere Form der visuellen Darstellung, die Erfolgsbeispiele prägnanter und eindrücklicher darstellt, zielführender sein könnte. Drei Erfolgsbeispiele aus der Anerkennungsberatung Augsburg des Trägers Tür an Tür – Integrationsprojekte gGmbH von MigraNet, dem IQ Netzwerk Bayern, wurden inhaltlich und graphisch aufbereitet. Anhand der Falldarstellungen können Anerkennungssuchende die Integration in den deutschen Arbeitsmarkt viel besser nachvollziehen. Der Fokus liegt hierbei auf dem Anerkennungsprozess und der essentiellen Rolle der IQ Fachberatungen.

Hier geht’s direkt zu dem IQ Good Practice-Beispiel.

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news-2491 Tue, 10 Mar 2020 17:09:00 +0100 Neue IQ konkret zur Migrantenökonomie veröffentlicht https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/neue-iq-konkret-zur-migrantenoekonomie-veroeffentlicht Das aktuelle Heft liefert Fakten zum migrantischen Unternehmertum. Mittlerweile hat jede fünfte unternehmerisch engagierte Person in Deutschland einen Migrationshintergrund. Einschließlich ihrer eigenen Jobs schaffen eingewanderte Selbstständige rund 3,4 Millionen Arbeitsplätze. Das entspricht etwa einem Sechstel aller Beschäftigten in inhabergeführten Unternehmen. Ein paar Fakten, die zeigen wie wichtig Unternehmer*innen mit Einwanderungsgeschichte für die Wirtschaft in Deutschland sind. Weitere Fakten zur Migrantenökonomie stehen in der aktuellen Ausgabe der IQ konkret. Im Heft erläutern Fachleute, wie das Netzwerk IQ dabei unterstützt, die Potenziale migrantischen Unternehmertums besser zu nutzen. IQ konkret-Autor*innen erzählen außerdem die Geschichten von Menschen, die den Weg in die  Selbständigkeit eingeschlagen haben. Sie sind selbständig als Podologin, Home-Cooking-Unternehmerin, Trockenbauer, Gastronomen und Modedesignerin – und zeigen, wie vielfältig die Migrantenökonomie ist.

Die aktuelle Ausgabe der IQ konkret 2/2019 finden sie hier zum Download.

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news-2490 Tue, 10 Mar 2020 09:40:00 +0100 IQ Good Practice-Beispiel "Instrument Handreichung ,Wer diskriminiert wird, wird ausgeschlossen'" aktuell veröffentlicht https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/jetzt-neues-iq-good-practice-beispiel-veranstaltungsformat-gruppenberatung-fuer-gefluechtete-frauen-verfuegbar-1-1 Die Handreichung wirkt als praxisorientiertes Instrument gegen Benachteiligung. Das neue IQ Good Practice-Beispiel "Instrument Handreichung ,Wer diskriminiert wird, wird ausgeschlossen'", entstanden im IQ Netzwerk Schleswig-Holstein, wurde veröffentlicht. Der Abbau von strukturellen Integrationshemmnissen und benachteiligungsfreie Teilhabe sind nur erreichbar, wenn Diskriminierte Empowerment durch Wissenstransfer erfahren. Die Handreichung „Wer diskriminiert wird, wird ausgeschlossen – und wer sich nicht wehrt, hat bereits verloren!“ zielt darauf ab, Betroffenen und Multiplikator*innen ein verständliches und praxisorientiertes Instrument zur Verfügung zu stellen. Sie richtet sich an Menschen, die von rassistischer, sexistischer oder religiöser Diskriminierung bedroht oder betroffen sind und an ihre Unterstützer*innen. Zielgruppen sind vor allem Eingewanderte, Asylsuchende, anerkannte und nicht anerkannte geflüchtete Menschen – unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus. Die zentrale Herausforderung für die Verantwortlichen des Projekts „Mit Recht gegen Diskriminierung!“ im IQ Netzwerk Schleswig-Holstein war es, die Übersetzung von Rechtsfragen in allgemeinverständliche, einfache Sprache und gleichzeitig die inhaltliche Korrektheit zu gewährleisten.

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news-2489 Mon, 09 Mar 2020 13:17:52 +0100 Should I Stay or Should I Go? - Neues Working Paper der IQ Fachstelle Einwanderung veröffentlicht https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/should-i-stay-or-should-i-go-neues-working-paper-der-iq-fachstelle-einwanderung-veroeffentlicht Im Arbeitspapier wird die Abwanderung aus Deutschland untersucht, um wichtige Trends der letzten Jahre zu identifizieren. Seit über einem Jahrzehnt ist die Diskussion zu Migration in Deutschland von einer wachsenden Zuwanderung geprägt. Abwanderung spielt selten eine Rolle und wird wenn, dann nur für deutsche Staatsangehörige thematisiert. Gleichzeitig werden Fragen der Zuwanderung sehr oft mit dem demografischen Wandel und dem wachsenden Bedarf an Arbeitskräften verbunden. Mit dieser Perspektive ist die Frage, wer Deutschland (wieder) verlässt, vor allem nach demografischen Merkmalen, nach Arbeitsmarkterfahrung und -passung zu analysieren. Es fällt auf, dass die Aufenthaltsdauer von Ausgewanderten im erwerbsfähigen Alter steigt und deutet auf eine verstärkte Niederlassung in den Zielstaaten hin.

Die Gründe für die höhere Attraktivität der Zielstaaten und die ausschlaggebenden Faktoren dafür sind bisher nur teilweise erforscht. Das Working Paper 03/2020 der IQ Fachstelle Einwanderung widmet sich einer ersten Analyse anhand nationaler und internationaler Statistiken.

Die Publikation zum Download finden Sie hier.

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news-2487 Thu, 05 Mar 2020 17:40:00 +0100 IQ Good Practice-Beispiel "Qualifizierungskonzept TransCareKult" jetzt online https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/jetzt-neues-iq-good-practice-beispiel-veranstaltungsformat-gruppenberatung-fuer-gefluechtete-frauen-verfuegbar-1 TransCareKult ist ein Qualifizierungskonzept, das eine transkulturelle Willkommens- und Anerkennungskultur in stationären Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen etablieren will. Das neue IQ Good Practice-Beispiel "Qualifizierungskonzept TransCareKult", entstanden im IQ Netzwerk Hessen, ist jetzt online. Seit geraumer Zeit mangelt es Pflegeeinrichtungen in Deutschland an qualifiziertem Personal. Um Mitarbeitende zu gewinnen, rekrutieren die Einrichtungen unter anderem Fachkräfte aus dem Ausland. Die notwendige Unterstützung der Pflegeteams bei dem wichtigen wechselseitigen Integrationsprozess findet leider selten statt. Um hier Abhilfe zu schaffen, entwickelte das Projekt TransCareKult im IQ Netzwerk Hessen ein Qualifizierungskonzept, das die kulturelle Diversität in der stationären Pflege fokussiert.

Das Qualifizierungskonzept basiert auf einer qualitativen Studie, die der Träger des Projekts, das Hessische Institut für Pflegeforschung, durchgeführt hat. Zur Gestaltung eines wechselseitigen Integrationsprozesses von ausländischen Pflegefachpersonen identifizierten die Forscherinnen die Bedürfnisse und Bedarfe von Pflegenden sowie Personen der organisationalen Ebene. Dies geschah in Zusammenarbeit mit vier kooperierenden stationären Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. Auf Grundlage der wissenschaftlichen Erkenntnisse entwickelte das Institut gemeinsam mit Pflegenden der Stationen bzw. Wohnbereiche Qualifizierungsmaßnahmen zur Etablierung einer transkulturellen Willkommens- und Anerkennungskultur.

Hier geht’s direkt zu dem IQ Good Practice-Beispiel.

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news-2488 Wed, 04 Mar 2020 13:11:09 +0100 IAB-Kurzbericht: Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt macht weitere Fortschritte https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/iab-kurzbericht-integration-von-gefluechteten-in-den-arbeitsmarkt-macht-weitere-fortschritte Auch die Teilnahme an Sprach- und anderen Integrationsprogrammen sowie der Besuch von Bildungseinrichtungen hat im Vergleich zu Geflüchteten vor 2013 deutlich zugenommen. [IAB] Im  Jahr  2015  wurden  in  Deutschland  die höchsten Zuzüge von Geflüchteten seit den Flucht- und Vertreibungsbewegungen am Ende des zweiten Weltkriegs erreicht. Insgesamt ist die Zahl der Geflüchteten von Jahresanfang 2013 bis Jahresende 2018 um 1,2 Millionen Personen gestiegen. Menschen, die zwischen 2013 und 2016 nach Deutschland geflüchtet sind, ist die Integration in den Arbeitsmarkt schneller gelungen, als dies bei früher Geflüchteten der Fall war. Ihre Teilnahme an Sprach- und anderen Integrationsprogrammen sowie der Besuch von Bildungseinrichtungen hat deutlich zugenommen. Das zeigen im IAB-Kurzbericht 4/2020 veröffentlichte aktuelle Analysen. Herbert Brücker und Yuliya Kosyakova haben wichtige Fragen und Antworten rund um die zusammen mit Eric Schuß verfasste Studie zusammengestellt.

Den vollständigen Beitrag finden Sie hier im IAB-Kurzbericht.

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news-2486 Tue, 03 Mar 2020 12:15:51 +0100 Gesundheits- und Krankenpflege: Zahl der anerkannten ausländischen Abschlüsse von 2016 bis 2018 fast verdoppelt https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/gesundheits-und-krankenpflege-zahl-der-anerkannten-auslaendischen-abschluesse-von-2016-bis-2018-fast-verdoppelt [destatis.de] Bei Ärzt*innen wurden Abschlüsse aus Syrien am häufigsten anerkannt In der deutschen Gesundheits- und Krankenpflege herrscht Fachkräftemangel. Um diesen zu lindern, werden unter anderem Fachkräfte aus dem Ausland gesucht. Allein im Jahr 2018 wurden in Deutschland die Berufsabschlüsse von 10 350 Gesundheits- und Krankenpfleger*innen aus dem Ausland anerkannt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetzes weiter mitteilt, waren das fast doppelt so viele examinierte Pflegekräfte wie zwei Jahre zuvor (2016: 5 600).

Insgesamt wurden 2018 deutschlandweit 36 400 ausländische Berufsqualifikationen anerkannt. Mit 28,4 % waren Qualifikationen für den Beruf Gesundheits- und Krankenpfleger*in dabei am häufigsten vertreten. Berufe in der Gesundheits- und Krankenpflege gehören vor dem Hintergrund des sogenannten Pflegenotstands zu den von der Bundesagentur für Arbeit (BA) definierten Mangelberufen. Durch das Fachkräfteeinwanderungsgesetz soll der Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt für Fachkräfte aus dem Ausland mit diesen Berufsabschlüssen weiter vereinfacht werden.

Über ein Drittel der Anerkennungen aus Südosteuropa

Am häufigsten wurden im Jahr 2018 Abschlüsse von Pflegekräften aus Bosnien und Herzegowina (1 940), Serbien (1 410), den Philippinen (1 230) und Albanien (1 160) anerkannt. Die seit 2016 bedeutsamen Asylherkunftsländer Syrien, Iran, Irak, Pakistan, Afghanistan, Eritrea, Nigeria und Somalia spielen bei den Anerkennungsverfahren von Pfleger*innen eine eher untergeordnete Rolle. Die Zahl der Anerkennungen erhöhte sich von 2016 bis 2018 zwar von rund 40 auf 210, trotzdem machte der Anteil anerkannter Abschlüsse aus diesen Asylherkunftsländern im Jahr 2018 nur 2 % aller anerkannten ausländischen Abschlüsse in diesem Beruf aus.

7 300 Abschlüsse von Ärzt*innen anerkannt

Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz soll neben Pflegekräften auch Ärzt*innen, die ihre Berufsqualifikation im Ausland erworben haben, für das deutsche Gesundheitssystem gewinnen. 2018 wurden hier rund 7 300 Anerkennungsverfahren positiv beschieden (2016: 5 700). Damit sind Ärzt*innen nach den Gesundheits- und Krankenpfleger*innen deutschlandweit die zweitgrößte Berufsgruppe im Anerkennungsgeschehen. Die meisten Anerkennungen gab es 2018 für Ärzt*innen, die ihre Qualifikation in Syrien erworben haben. Ihre Zahl hat sich mit 1 200 Anerkennungen (2018) gegenüber 630 im Jahr 2016 beinahe verdoppelt. Darauf folgen Anerkennungen aus Rumänien und Ägypten (2018: jeweils 410).

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news-2485 Tue, 03 Mar 2020 11:32:11 +0100 BAMF: Wichtige Informationen zum neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetz https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/bamf-wichtige-informationen-zum-neuen-fachkraefteeinwanderungsgesetz Durch das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG) ändern sich gesetzliche Regelungen für den Aufenthalt und die Zuwanderung von Fachkräften aus Drittstaaten. [BAMF] Gute Fachkräfte sind ein Gewinn für Deutschland: Das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG) ist ein Meilenstein der Bundesregierung zur Stärkung der qualifizierten Zuwanderung aus dem Ausland. Dadurch ändern sich gesetzliche Regelungen für den Aufenthalt und die Zuwanderung von Fachkräften aus Drittstaaten. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ist auf vielfältige Art und Weise in den Fachkräfteeinwanderungsprozess involviert und nimmt damit auch hier als Kompetenzzentrum Migration eine wichtige Rolle ein.

Alle wichtigen Informationen zu diesem Thema finden Sie hier auf den Seiten des BAMF.

 

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news-2484 Mon, 02 Mar 2020 12:13:48 +0100 Neues Fachkräfteeinwanderungsgesetz gestern in Kraft getreten https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/mehr-fachkraefte-fuer-deutschland [bundesregierung.de] Mit dem "Fachkräfteeinwanderungsgesetz" schafft die Bundesregierung den Rahmen für eine zukunftsorientierte und bedarfsgerechte Zuwanderung von Fachkräften aus Drittstaaten. Das Gesetz ist am 1. März 2020 in Kraft getreten. Mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz schafft die Bundesregierung den Rahmen für eine zukunftsorientierte und bedarfsgerechte Zuwanderung von Fachkräften aus Drittstaaten. Damit setzt die Große Koalition ein Kernvorhaben im Bereich der Migrationspolitik um.

Das Gesetz regelt klar und transparent, wer zu Arbeits- und zu Ausbildungszwecken nach Deutschland kommen darf und wer nicht.

Zu den wesentlichen Neuerungen gehören:

  • ein einheitlicher Fachkräftebegriff, der Hochschulabsolventen und Beschäftigte mit qualifizierter Berufsausbildung umfasst
  • der Verzicht auf eine Vorrangprüfung bei anerkannter Qualifikation und Arbeitsvertrag
  • der Wegfall der Begrenzung auf Mangelberufe bei qualifizierter Berufsausbildung
  • die Möglichkeit für Fachkräfte mit qualifizierter Berufsausbildung, entsprechend der bestehenden Regelung für Hochschulabsolventen, für eine befristete Zeit zur Arbeitsplatzsuche nach Deutschland zu kommen (Voraussetzung sind notwendige deutsche Sprachkenntnisse und die Sicherung des Lebensunterhalts)
  • verbesserte Möglichkeiten zum Aufenthalt für Qualifizierungsmaßnahmen im Inland mit dem Ziel der Anerkennung von beruflichen Qualifikationen
  • Verfahrensvereinfachungen, eine Bündelung der Zuständigkeiten bei zentralen Ausländerbehörden und beschleunigte Verfahren für Fachkräfte

Flankierende Maßnahmen

Für eine gezielte Steigerung der Zuwanderung von qualifizierten Fachkräften aus Drittstaaten ergänzt und flankiert die Bundesregierung die Regelungen des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes durch weitere Verbesserungen der Verwaltungsverfahren. Dies sind insbesondere Visumverfahren, gezielte Werbemaßnahmen gemeinsam mit der Wirtschaft, Beschleunigungen bei der Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse und eine verstärkte Sprachförderung insbesondere im Ausland.

Für einen starken Wirtschaftsstandort

"Wir wollen keine Einwanderung in die Sozialsysteme, sondern in den Arbeitsplatz. Das ist unser Ziel. Zudem können wir über diesen Weg die illegale Migration etwas zurückdrängen", erklärte Bundesinnenminister Horst Seehofer bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier in Berlin. Deshalb wird der Grundsatz der Trennung von Asyl- und Erwerbsmigration beibehalten.

Die Sicherung des Fachkräftebedarfs gehört zu den zentralen Aufgaben dieser Legislaturperiode. Für einen starken Wirtschaftsstandort Deutschland gilt es, die Fachkräftebasis dem Bedarf der Wirtschaft entsprechend zu sichern und zu erweitern.

Im Vordergrund stehen dabei inländische und europäische Fachkräftepotenziale. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ist die Bundesrepublik aber auch auf Fachkräfte aus Drittstaaten angewiesen. Hierbei verfolgt die Bundesregierung einen Gesamtansatz, denn das Gesetz ist Bestandteil der Fachkräftestrategie.

Weitere Informationen zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz finden Sie hier.

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news-2483 Fri, 28 Feb 2020 18:35:33 +0100 BIBB: Berufsanerkennung sorgt für zusätzliche Fachkräfte https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/bibb-berufsanerkennung-sorgt-fuer-zusaetzliche-fachkraefte [BIBB] Die Anerkennung von ausländischen Berufsqualifikationen trägt unmittelbar zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in Deutschland bei. In einer Pressemitteilung zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz, das am 1. März 2020 in Kraft tritt, betont Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), die Bedeutung von Informations- und Beratungsangeboten für den Erfolg von Anerkennungsverfahren.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

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news-2482 Wed, 19 Feb 2020 13:02:00 +0100 Charta der Vielfalt: Jetzt Aktionen zum 8. Deutschen Diversity-Tag am 26. Mai 2020 anmelden https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/charta-der-vielfalt-jetzt-aktionen-zum-7-deutschen-diversity-tag-am-28-mai-2019-anmelden-1 An dem Aktionstag machen Unternehmen und Institutionen ihr Engagement zum Thema Diversity in internen oder externen Aktionen öffentlich. [Charta der Vielfalt] Der Charta der Vielfalt e. V. ist als Teilprojekt des Förderprogramms IQ Initiator des bundesweiten Deutschen Diversity-Tags, der zum achten Mal am 26. Mai 2020 stattfinden wird. An diesem Aktionstag machen Unternehmen und Institutionen ihr Engagement zum Thema Diversity in internen oder externen Aktionen öffentlich. 2019 wurden unter Beteiligung verschiedener IQ Teilprojekte mehr als 2.500 Aktionen von über 700 Unternehmen und Institutionen organisiert. Aktionen zum 8. Deutschen Diversity-Tag können hier bei der Charta der Vielfalt angemeldet werden.

Inspiration für mögliche Aktionen erhalten Sie hier auf der Webseite der Charta der Vielfalt.

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news-2481 Wed, 19 Feb 2020 10:21:39 +0100 BAMF-Kurzanalyse: Geflüchtete verbessern ihre Deutschkenntnisse und fühlen sich in Deutschland weiterhin willkommen https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/bamf-kurzanalyse-gefluechtete-verbessern-ihre-deutschkenntnisse-und-fuehlen-sich-in-deutschland-weiterhin-willkommen [BAMF] Die BAMF-Kurzanalyse 1|2020 beschäftigt sich damit, wie Geflüchtete 2018 ihre eigene aktuelle Lebenssituation und ihre Deutschkenntnisse beurteilen. Anhand der Daten der 3. Welle der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten aus dem Jahr 2018 wird untersucht, wie sich der Spracherwerb der Geflüchteten in den letzten drei Jahren entwickelt hat. Darüber hinaus wird auf die allgemeine Lebenszufriedenheit der Geflüchteten eingegangen und gezeigt, wie sie ihre wirtschaftliche Situation sowie ihr Verhältnis zur Mehrheitsgesellschaft bewerten.

Deutschkenntnisse nehmen bei Geflüchteten 2018 weiter zu

Die selbsteingeschätzten Deutschkenntnisse der in den Jahren 2013 bis einschließlich 2016 eingereisten Geflüchteten verbessern sich 2018 weiter: 44 Prozent der Befragten gaben an, gute oder sehr gute Kenntnisse der deutschen Sprache zu haben. 2017 waren es noch 35 Prozent, bei der ersten Befragung 2016 22 Prozent. Der Anteil von Person ohne jegliche Deutschkenntnisse ist 2018 auf fünf Prozent gesunken. Darüber hinaus zeigt sich, dass insbesondere Personen mit einem mittleren Bildungsniveau im letzten Jahr deutliche Fortschritte gemacht haben, während sich die Deutschkenntnisse bei Frauen mit Kindern nur langsam weiterentwickelten.

Teilnahme an sprachfördernden Maßnahmen steigt weiter an

Ein enger Zusammenhang zeigt sich zwischen dem Sprachniveau und der Teilnahme an einem Sprachkurs: 85 Prozent hatten bis zum Befragungszeitpunkt im Jahr 2018 ein Sprachförderangebot besucht, 65 Prozent einen Integrationskurs. Damit wurde das zentrale Sprachangebot des Bundes am häufigsten in Anspruch genommen. Erste Aufholprozesse hinsichtlich der Teilnahme am Integrationskurs zeigen sich bei Personen mit niedrigem Bildungsniveau und Frauen mit älteren Kindern, nicht aber bei Frauen mit Kleinkindern.

Lebenszufriedenheit auf stabilem Niveau

Geflüchtete waren mit ihrem Leben im Durchschnitt weitgehend zufrieden – nur geringfügig weniger als Personen der Aufnahmegesellschaft. Dabei hängt die Lebenszufriedenheit der Geflüchteten mit der familiären Situation, dem aufenthaltsrechtlichen Status, der Erwerbs- und Wohnsituation, der gesundheitlichen Situation, dem Willkommensgefühl in Deutschland und dem Ausmaß der sozialen Kontakte zu Deutschen zusammen.

Rund drei Viertel der Geflüchteten fühlten sich im Jahr 2018 in Deutschland willkommen

Auch zeigte sich, dass die befragten Geflüchteten sich anteilig seltener Sorgen bezüglich Ausländerfeindlichkeit in Deutschland machten als Personen der Aufnahmegesellschaft. Dafür hatten Geflüchtete häufiger das Gefühl, schon mal aufgrund ihrer Herkunft benachteiligt worden zu sein.

Viele machen sich aber Sorgen über ihre wirtschaftliche Situation

Eingetrübt wird die allgemeine Lebenszufriedenheit von Sorgen um die persönliche wirtschaftliche Situation. Auch mit ihrer Erwerbs- und persönlichen Einkommenssituation sind die Geflüchteten im Mittel nicht wirklich zufrieden. Dies könnte darauf hindeuten, dass sich ein großer Teil der Geflüchteten mit dem bereits Erreichten nicht zufriedengibt, sondern sich weiter verbessern will.

Die Kurzanalyse zum Download finden Sie hier

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news-2480 Tue, 18 Feb 2020 16:12:29 +0100 IQ Netzwerk Brandenburg: Neues Video über migrantischen Unternehmer Mahmoud Al Eshat veröffentlicht https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/iq-netzwerk-brandenburg-neues-video-ueber-migrantischen-unternehmer-mahmoud-al-eshat-veroeffentlicht Mahmoud Al Eshat ist 2015 nach Deutschland eingewandert und hat Ende 2017 das arabische Restaurant „Al Jasmin” in Frankfurt (Oder) eröffnet. Mahmoud Al Eshat kommt ursprünglich aus Syrien und hat neun Jahre als Koch in Dubai gearbeitet. Da seine Aufenthaltsgenehmigung dort abgelaufen ist und er kriegsbedingt nicht in sein Heimatland zurückkehren konnte, ist er 2015 nach Deutschland gekommen. Ende 2017 hat er dann das arabische Restaurant „Al Jasmin” in Frankfurt (Oder) eröffnet. Die externe Beraterin Agnieszka Bollmann des IQ Netzwerks Brandenburg hat ihm geholfen, einen Kredit zu beantragen und ihn bei der Existenzgründung begleitet.

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news-2478 Mon, 17 Feb 2020 13:11:48 +0100 Beratung für Berufsanerkennung ausländischer Fachkräfte wird verbessert: Zentrale Servicestelle Berufsanerkennung in Bonn eröffnet https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/beratung-fuer-berufsanerkennung-auslaendischer-fachkraefte-wird-verbessert-zentrale-servicestelle-berufsanerkennung-in-bonn-eroeffnet Die neu eröffnete Zentrale Servicestelle Berufsanerkennung (ZSBA) soll Fachkräfte aus dem Ausland auf ihrem Weg durch das Anerkennungsverfahren bis zur Einreise nach Deutschland begleiten. [BMAS] Am heutigen Montag, 17. Februar, eröffnen Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und BA-Vorstandsmitglied Daniel Terzenbach in Bonn die neue Zentrale Servicestelle Berufsanerkennung (ZSBA).

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: "Exzellente Fachkräfte sind das Rückgrat unserer Wirtschaftskraft. In vielen Branchen werden derzeit Fachkräfte gesucht. Deshalb müssen wir unseren Blick auch ins Ausland richten. Gute Fachkräfte, die zu uns nach Deutschland kommen wollen, sind ein Gewinn für unseren Arbeitsmarkt. Aber natürlich müssen wir überprüfen, ob die Qualifikationen der Bewerber auch unseren Anforderungen entsprechen.
Die Zentrale Servicestelle Berufsanerkennung kommt daher zum richtigen Zeitpunkt. Als zentrale Anlaufstelle wird sie ein Lotse für Fachkräfte aus dem Ausland sein. Sie wird sie auf ihrem Weg durch das Anerkennungsverfahren bis zur Einreise nach Deutschland begleiten. Das entlastet auch die Anerkennungsbehörden. Dadurch sollen die Verfahren für Bewerberinnen und Bewerber aus dem Ausland schneller, transparenter und einheitlicher werden.
Wenn das Anerkennungsverfahren erfolgreich ist, nützt das nicht nur den Unternehmen, sondern bietet den Fachkräften auch eine dauerhafte Perspektive auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Mit der Einrichtung der Zentralen Servicestelle Berufsanerkennung leisten wir damit einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Fachkräftesicherung."

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil: "Die Bundesagentur für Arbeit hat sich in der letzten Zeit viel stärker für die Fachkräftegewinnung aufgestellt. Das ist gut und nötig. Denn ohne ausländische Fachkräfte werden wir unseren Wohlstand in Deutschland nicht erhalten können. Wir brauchen die Menschen von außerhalb. Wir können nicht einfach nur auf sie warten, sondern wir müssen auch um sie werben.
Allerdings ist auch klar: Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz wird nur ein Erfolg werden, wenn wir die Anerkennungsverfahren für ausländische Berufsabschlüsse effizient gestalten. Ich freue mich daher sehr, dass wir mit der Zentralen Servicestelle Berufsanerkennung einen wichtigen Beitrag leisten, um ausländische Fachkräfte so schnell wie möglich in den Arbeitsmarkt zu integrieren."

BA-Vorstandsmitglied Daniel Terzenbach: "Wir freuen uns, dass wir als Bundesagentur für Arbeit mit der Zentralen Servicestelle Berufsanerkennung eine wichtige Aufgabe übernehmen und damit das Fachkräfteeinwanderungsgesetz unterstützen. Qualifizierte Fachkräfte im Ausland zu gewinnen, ist harte Arbeit. Wir stehen mit anderen Ländern im Wettbewerb um die besten Köpfe. Umso wichtiger ist es, den Weg nach Deutschland so reibungslos wie möglich zu gestalten. Mit der ZSBA senden wir damit auch an Fachkräfte aus dem Ausland ein klares Zeichen der Willkommenskultur."

Die Aufgaben der Zentralen Servicestelle Berufsanerkennung:
Die Zentrale Servicestelle Berufsanerkennung (ZSBA) hat am 01. Februar 2020 ihre Arbeit aufgenommen. Sie wird in dem komplexen System der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse in Deutschland eine Lotsenfunktion für Bewerberinnen und Bewerber übernehmen. Dies soll vor allem den Fachkräften helfen, die sich noch im Ausland befinden und am Anfang ihrer Arbeitssuche in Deutschland stehen. Die Servicestelle unterstützt die Fachkräfte bei der Zusammenstellung der erforderlichen Unterlagen für die zuständige Anerkennungsstelle, informiert über regionale Beratungs- und Qualifizierungsangebote und hilft bei der Suche nach einem Arbeitgeber. Hierdurch werden zugleich die Anerkennungsstellen entlastet und die Verfahren beschleunigt.
Die ZSBA wird für eine erste Phase von vier Jahren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert und ist in der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit in Bonn angesiedelt.
Interessenten im Ausland können sich per Mail, Telefon oder Chat über das Virtuelle Welcome Center der ZAV melden (erreichbar über das offizielle Fachkräfteportal www.make-it-in-germany.com) und werden dann von Beraterinnen und Beratern der Servicestelle über das Anerkennungsverfahren beraten.

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news-2476 Wed, 12 Feb 2020 13:34:48 +0100 IQ Baden-Württemberg: Neues Perspektivgeber-Video jetzt online https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/neues-perspektivgeber-video-frank-busch Frank Busch ist Geschäftsführer bei Schweikart Hightech Holzteile in Sulz am Neckar und hat Abdullah aus Afghanistan eingestellt – worüber er sehr glücklich ist. Das IQ Netzwerk Baden-Württemberg ist auf Frank Busch, Geschäftsführer bei Schweikart Hightech Holzteile, zugekommen und hat ihn gefragt, ob er Abdullah aus Afghanistan einstellen möchte. Da er handwerkliches Geschick und die Affinität zum Werkstoff Holz mitgebracht hat, hat es sofort funktioniert. „Wir möchten Migration unterstützen. Und es liegt nicht an der Politik, sondern es liegt an uns. Und es liegt an den Migranten. Und es liegt an den Kollegen. Und es liegt an mir, ob Migration gelingt”, sagt Frank Busch im Video.

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news-2477 Tue, 11 Feb 2020 13:52:00 +0100 IQ Netzwerk Brandenburg: Neues Video über migrantische Unternehmerin Maria Mazerat-Khaikin veröffentlicht https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/neues-video-unsere-migrantenunternehmen-maria-mazerat-khaikin Maria Mazerat-Khaikin ist 2003 aus Russland nach Deutschland gekommen – allein und ohne Deutsch zu sprechen. Mittlerweile hat sie eine eigene Praxis für Kunsttherapie und Psychotherapie. Maria Mazerat-Khaikin ist 2003 aus Russland nach Deutschland gekommen – allein und ohne Deutsch zu sprechen. In Berlin hat sie Kunsttherapie und Psychotherapie studiert. Nach bestandener Prüfung hat sie sich entschieden, selbständig zu arbeiten und eine Praxis in Potsdam zu eröffnen. Sie besitzt unter anderem eine Krankenkassenzulassung für Stressbewältigung, autogenes Training und progressive Muskelentspannung.

Vom IQ Netzwerk Brandenburg wurde sie in mehrfacher Hinsicht unterstützt, beispielsweise bei ihren Fragen zur Buchhaltung oder zum Marketing. Dadurch hat sie jetzt nicht nur mehr, sondern auch zufriedenere Kunden.

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news-2463 Wed, 05 Feb 2020 11:14:00 +0100 clavis: Neue Ausgabe zum Thema „Fachkräfteentwicklung durch Einwanderung” erschienen https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/clavis-neue-ausgabe-zum-thema-auslaendische-fachkraefte-fuer-das-gesundheitswesen-erschienen-1 clavis beleuchtet in dieser Ausgabe die Veränderungen, die sich durch das neue Einwanderungsgesetz ergeben, aus Unternehmensperspektive. Deutschland bekommt sein erstes Einwanderungsgesetz, das die Einwanderung von Arbeitskräften aus sogenannten Drittstaaten erleichtern soll. Die wesentlichen Neuerungen des Gesetzes werden schon vor seinem Inkrafttreten am 1. März in Wissenschaft und Gesellschaft rege diskutiert und kommentiert. Zwar bietet das Gesetz ein solides Grundgerüst für die Integration von Arbeitnehmern aus Nicht-EU-Staaten, informell oder am Arbeitsplatz erworbene Qualifikationen werden aber durch das Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FKEG) nicht berücksichtigt.

Die aktuelle Ausgabe von clavis beleuchtet die mit dem Einwanderungsgesetz avisierten Neuerungen aus Unternehmensperspektive unter der Fragestellung, ob die neue Gesetzeslage dazu beitragen kann, aktuell bestehende Hürden zur Arbeitsmarktintegration ausländischer Fachkräfte abzubauen. clavis bietet hierzu eine Übersicht über das Gesetz und seine Möglichkeiten für Unternehmen.

Hier geht es zum Download der clavis 01/2019.

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news-2462 Wed, 05 Feb 2020 08:50:00 +0100 IAB: Die Hälfte der Geflüchteten sind fünf Jahre nach ihrer Ankunft erwerbstätig https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/iab-die-haelfte-der-gefluechteten-sind-fuenf-jahre-nach-ihrer-ankunft-erwerbstaetig 68 Prozent der erwerbstätigen Geflüchteten arbeiten Voll- oder Teilzeit, 17 Prozent machen eine Ausbildung, drei Prozent ein Praktikum und zwölf Prozent sind geringfügig beschäftigt. [IAB] 49 Prozent der Geflüchteten, die seit 2013 nach Deutschland gekommen sind, gehen fünf Jahre nach dem Zuzug einer Erwerbstätigkeit nach. "Die Arbeitsmarktintegration erfolgt damit etwas schneller als bei Geflüchteten früherer Jahre", schreiben Herbert Brücker, Yuliya Kosyakova und Eric Schuß in einer am Dienstag, 4. Februar 2020, veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Bei den seit den frühen 1990er Jahren bis 2013 zugezogenen Geflüchteten, die unter anderem in der Folge der Kriege in den Nachfolgestaaten Jugoslawiens nach Deutschland gekommen sind, waren nach fünf Jahren 44 Prozent erwerbstätig. Damals waren zwar die Voraussetzungen hinsichtlich Sprache, Bildung und Ausbildung günstiger als bei den in jüngerer Zeit zugezogenen Geflüchteten. Dafür ist gegenwärtig die Arbeitslosigkeit wesentlich niedriger und das Beschäftigungswachstum deutlich höher als in den 1990er Jahren. "Zudem wird seit 2015 deutlich mehr in Sprach- und andere Integrationsprogramme für Asylbewerber und anerkannte Geflüchtete investiert als es damals der Fall war", so Brücker, Kosyakova und Schuß.

68 Prozent der erwerbstätigen Geflüchteten gehen einer Vollzeit- oder Teilzeiterwerbstätigkeit nach, 17 Prozent einer bezahlten Ausbildung, drei Prozent einem bezahlten Praktikum und zwölf Prozent sind geringfügig beschäftigt.

Zwischen geflüchteten Männern und Frauen besteht bei der Erwerbstätigkeit ein erhebliches Gefälle. Fünf Jahre nach dem Zuzug sind 57 Prozent der Männer und 29 Prozent der Frauen erwerbstätig. Dabei spiele die Familienkonstellation und die Betreuungssituation von Kindern eine große Rolle, betonen Brücker, Kosyakova und Schuß: "Insbesondere Frauen mit Kleinkindern sind nur zu sehr geringen Anteilen erwerbstätig".

Im zweiten Halbjahr 2018 gingen insgesamt 60 Prozent der Geflüchteten einer Erwerbstätigkeit nach, besuchten eine Bildungseinrichtung oder nahmen an Integrationsmaßnahmen oder arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teil. Der Großteil der verbleibenden 40 Prozent waren aktiv auf Stellensuche, in Elternzeit oder in Mutterschutz.

Datengrundlage der IAB-Studie ist die IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten. Die Befragung wird gemeinsam vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), dem Forschungszentrum des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF-FZ) und dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) am DIW Berlin durchgeführt. Es handelt sich um eine repräsentative Wiederholungsbefragung von Geflüchteten, die in den Jahren 2013 bis 2016 nach Deutschland gekommen sind. Insgesamt wurden bislang rund 8.000 Geflüchtete befragt. Die IAB-Studie zum Download finden Sie hier.

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news-2461 Mon, 27 Jan 2020 16:49:13 +0100 Tagung zum Anerkennungszuschuss am 20. Februar 2020 in der Berliner "Kalkscheune" https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/tagung-zum-anerkennungszuschuss-am-20-februar-2020-in-der-berliner-kalkscheune Ziel ist, einen Rückblick auf Erfolge des Anerkennungszuschusses zu werfen und diese in den Gesamtkontext der Berufsanerkennung einzubetten. Das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb), Träger der IQ Fachstelle Beratung und Qualifizierung", veranstaltet eine Fachtagung zum Thema "Der Anerkennungszuschuss – Wege zur beruflichen Anerkennung bereiten – Eine Zwischenbilanz". Die Veranstaltung findet am 20. Februar 2020 von 10.30 bis 16 Uhr in der "Kalkscheune" in Berlin statt.

Ziel ist, einerseits einen Rückblick auf prozessuale Erfolge des Anerkennungszuschusses zu werfen und andererseits diese und andere Finanzierungsmöglichkeiten in den Gesamtkontext der Berufsanerkennung und den dazugehörigen Strukturen einzubetten. Zudem besteht in Form von vier parallel stattfindenden Foren die Möglichkeit zum intensiven Austausch mit Blick auf unterschiedliche Themen im Rahmen der beruflichen Anerkennung.

Alle Informationen zum Ablauf und zur Anmeldung für die Veranstaltung finden Sie hier.

 

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news-2460 Wed, 22 Jan 2020 11:44:38 +0100 IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz: Mainzer Busfahrerqualifizierung macht Schule - Projektumsetzung jetzt in Koblenz https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/mainzer-busfahrerqualifizierung-macht-schule Das IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz hat in Kooperation mit der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) 30 Geflüchtete zu Busfahrern qualifiziert. Im Kreis Mayen-Koblenz wurde jetzt ein ähnliches Projekt vorgestellt. Zwischen 2016 und 2018 gelang es dem IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz in einem bis dato beispiellosen Projekt in Kooperation mit der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) Geflüchtete zu Busfahrern zu qualifizieren. In der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz wurde jetzt ein ähnliches Projekt vorgestellt, bei dem das IQ Teilprojekt des Trägers Arbeit & Leben seine Erfahrungen aus der Mainzer Busfahrerqualifizierung beisteuert. 

Schätzungsweise 200 Busfahrerinnen und Busfahrer fehlen in der Region Mayen-Koblenz. Abhilfe schafft nun ein Projekt des Jobcenters Mayen-Koblenz in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) und den regionalen Busunternehmen: Menschen, die Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben, werden innerhalb von vier bis zwölf Monaten zu Busfahrern ausgebildet. 

Impulse für das Konzept gab das 2016 gestartete IQ Modellprojekt „Brücke in den Arbeitsmarkt” in Mainz, wodurch bis heute knapp 30 männliche Geflüchtete zu Busfahrern qualifiziert wurden. Großen Anteil an der erfolgreichen Durchführung hatte Arbeit & Leben. Der Bildungsträger hatte einerseits den Auftrag, das ÖPNV-Unternehmen Mainzer Mobilität bei der Integration der Geflüchteten zu beraten. Andererseits wurden die Teilnehmenden der Qualifizierung sprachlich und fachlich begleitet, damit sie die Führerschein- und die IHK-Prüfung bestehen und zudem vorbereitet werden auf die Herausforderungen ihres neuen Arbeitsumfeldes. Das Modellprojekt wurde 2018 mit dem Weiterbildungspreis des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Außerdem wurde die Qualifizierungsmaßnahme als IQ Good Practice-Beispiel ausgewählt.

Mehr Infos finden Sie hier.

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Rheinland-Pfalz
news-2464 Fri, 03 Jan 2020 11:44:00 +0100 BMBF fördert künftig Beratung von Fachkräften an 10 Auslandshandelskammern weltweit https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/bmbf-foerdert-kuenftig-beratung-von-fachkraeften-an-10-auslandshandelskammern-weltweit [BMBF] Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat zur Fachkräftegewinnung zum 1.1.2020 eine neue Phase des Projekts Pro Recognition bewilligt. Das Projekt wird vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) gemeinsam mit 10 Auslandshandelskammern durchgeführt. Dazu erklärte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek:
"Mit Jahresbeginn verstärken wir die Anstrengungen zur Fachkräftegewinnung: In Bosnien-Herzegowina, Brasilien und Kolumbien schaffen wir drei neue Beratungsstellen zur Anerkennung beruflicher Qualifikationen. Außerdem werden wir die bestehenden Beratungen in Ägypten, Algerien, Indien, Iran, Italien, Polen und Vietnam weiter ausbauen. In dieser Förderphase investieren wir mit knapp 8 Millionen Euro doppelt so viel wie in der ersten Förderphase. Hier waren es knapp 4 Millionen Euro. Am 1. März tritt das Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Kraft. Dann wird auch die Zahl der Anträge auf Anerkennung steigen. Mit den neuen Beratungsstellen können sich interessierte Fachkräfte im Ausland direkt vor Ort über ihre Möglichkeiten der Berufsanerkennung informieren. Damit leisten wir gemeinsam mit der Wirtschaft einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftegewinnung im Ausland."

Dazu erklärte DIHK- Präsident Dr. Eric Schweitzer:
"Mit dem Ausbau von Pro Recognition verstärken wir die gemeinsamen Anstrengungen zur Fachkräftegewinnung, die wir im Dezember auf dem Fachkräftegipfel vereinbart haben. Der Fachkräftemangel ist eine große Herausforderung für die Unternehmen. Daher steigt auch das Interesse an Fachkräften aus Drittstaaten. Informationen zur beruflichen Anerkennung in Deutschland spielen dabei dann eine entscheidende Rolle. Hier zeigt das Projekt Pro Recognition große Wirkung, wie die Anerkennungszahlen belegen: Schon in der ersten Projektphase bis Ende 2019 haben fast 10.000 Beratungen stattgefunden. Dabei hat es sich bewährt, dass die Auslandshandelskammern als Vertretung der deutschen Wirtschaft im Ausland ihre Kompetenz und Kontakte einbringen. Sie leisten wertvolle Unterstützung, damit die Anerkennungsverfahren erfolgreich abgeschlossen werden."

Hintergrund:
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert seit 2015 das Projekt Pro Recognition. Es wird von der DIHK Service GmbH gemeinsam mit den Auslandshandelskammern durchgeführt. Das BMBF fördert die neue Projektphase von 2020 bis Ende 2023. Mit dem Projekt tragen BMBF und Wirtschaft gemeinsam zur Fachkräftegewinnung aus dem Ausland bei. Die Fachkräftegewinnung aus dem europäischen und nichteuropäischen Ausland sind wichtige Säulen der Fachkräftestrategie der Bundesregierung. Bund, Länder, Unternehmen und Gewerkschaften haben in einer gemeinsamen Erklärung zum Fachkräftegipfel am 17.12.2019 ihre Absicht bekräftigt, gemeinsame Anstrengungen zu unternehmen, um dem Fachkräftemangel in Deutschland zu begegnen.

Seit Inkrafttreten des Anerkennungsgesetzes im Jahr 2012 wurden gut 280.000 Anträge auf Anerkennung und Zeugnisbewertung eingereicht, davon 140.700 zu bundesrechtlich geregelten Berufen. Dabei steigen die Antragszahlen aus dem Ausland stetig. Im Jahr 2012 wurden 531 Anträge zu bundesrechtlich geregelten Berufen aus dem Ausland gestellt. Dies waren 4,8 % aller Anträge. Im Jahr 2018 waren es 5.958 Anträge und damit schon ein Fünftel aller Anträge. Für Fachkräfte außerhalb der Europäischen Union ist die Anerkennung ihrer Berufsqualifikation die Voraussetzung um in Deutschland als Fachkraft arbeiten zu können.

Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz schafft den Rahmen für eine gezielte Einwanderung von qualifizierten Fachkräften aus Drittstaaten. Ziel ist, dass diejenigen Fachkräfte nach Deutschland kommen können, die Unternehmen in Deutschland dringend benötigen. Das sind insbesondere Hochschulabsolventinnen und -absolventen sowie Personen mit qualifizierter Berufsausbildung.

Weitere Informationen zum Projekt und zum Thema Anerkennung sowie Erfahrungsberichte:
https://www.ahk.de/wir-foerdern/berufsanerkennung/ 
www.anerkennung-in-deutschland.de 

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Rheinland-Pfalz
news-2465 Thu, 12 Dec 2019 11:44:00 +0100 Das Förderprogramm IQ: Information und Agenda-Setting, Schulungen und Beratungen in der Förderrunde 2015-2018 https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/bmbf-foerdert-kuenftig-beratung-von-fachkraeften-an-10-auslandshandelskammern-weltweit-1 Das Förderprogramm IQ hat zum Ziel, Zugewanderten mit im Ausland erworbenen Bildungs- und Berufsabschlüssen den Einstieg in eine (aus)bildungsadäquate Beschäftigung in Deutschland zu ermöglichen und so ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Eckpfeiler der praktischen Arbeit in dem bundesweit agierenden Förderprogramm IQ sind die Entwicklung und Umsetzung von Beratungs- und Qualifizierungsangeboten für Zugewanderte. Zugleich wird strukturverändernd gearbeitet: Das Förderprogramm IQ zielt mit dem Angebot von Informations- und Fachveranstaltungen, interkulturellen Trainings und Beratungen für Jobcenter, Arbeitsagenturen und kleine und mittlere Betriebe sowie weitere Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsakteure auf die Etablierung einer Willkommens- und Anerkennungskultur in Verwaltung und Wirtschaft. Das Förderprogramm IQ informiert, sensibilisiert und qualifiziert mit diesen Angeboten zur Entwicklung interkultureller Kompetenz, zur interkulturellen Öffnung von Institutionen und Betrieben wie auch zur betrieblichen Integration von Zugewanderten.

Der jetzt vorliegende Bericht "Veranstaltungen, Schulungen, Beratungen zur interkulturellen Kompetenzentwicklung 2015-2018" verdeutlicht die konkrete Arbeit in diesen Bereichen mit Zahlen, Daten und Fakten. Im Mittelpunkt stehen die Angebote zur interkulturellen Sensibilisierung und Kompetenzentwicklung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Arbeitsverwaltung, die Angebote zur Etablierung einer Willkommenskultur und interkulturellen Öffnung in öffentlichen Institutionen und Betrieben sowie die Vorbereitung von Fach- und Sprachlehrenden auf die Anforderungen bei der Vermittlung von berufsbezogenem Deutsch an Menschen mit Migrationshintergrund. Dabei werden auch die enormen Kraftanstrengungen mit Beginn des verstärkten Zuzugs von Geflüchteten deutlich.

Den Bericht finden Sie hier zum Download.

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Rheinland-Pfalz
news-2466 Wed, 11 Dec 2019 11:44:00 +0100 Bundesregierung informiert: Das Berufsanerkennungsgesetz wirkt https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/bundesregierung-informiert-das-berufsanerkennungsgesetz-wirkt [bundesregierung.de] Immer mehr Berufsabschlüsse, die von Fachkräften im Ausland erworben wurden, werden in Deutschland anerkannt. Auch die Integration in den Arbeitsmarkt hat sich verbessert und fast neun von zehn Fachkräften mit anerkanntem Abschluss sind erwerbstätig. Das geht aus dem fünften Bericht zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen hervor, den das Kabinett beschlossen hat. Was regelt das Anerkennungsgesetz?
Das sogenannte Anerkennungsgesetz ist die Kurzform für das am 1. April 2012 in Kraft getretene Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen. Es regelt die Anerkennung ausländischer Qualifikationen für Berufe in der Zuständigkeit des Bundes. Die Länder haben ebenfalls Anerkennungsgesetze für die landesrechtlich geregelten Berufe wie beispielsweise Erzieher, Lehrer, Ingenieure und Architekten geschaffen.
Integration: Die Anerkennung beruflicher Qualifikationen fördert die Integration von Migrantinnen und Migranten in die Arbeitswelt und erschließt ihre Qualifikationspotenziale besser für den deutschen Arbeitsmarkt. Zugleich steht das Anerkennungsgesetz auch für die Wertschätzung der Lebensleistung von Migrantinnen und Migranten.

Welche aktuellen Entwicklungen gehen aus dem Bericht hervor?
Klar ist: Berufsanerkennung in Deutschland wird stark nachgefragt. Im Zeitraum vom Inkrafttreten des Gesetzes 2012 bis 2018 wurden fast 280.000 Anträge eingereicht: und zwar für bundes- und landesrechtliche Berufe sowie für Zeugnisbewertungen von Hochschulabschlüssen, die im Ausland erworben wurden. Diese hohe Gesamtzahl und die steigende Nachfrage zeigen die große Bedeutung des etablierten Prüfverfahrens für die Fachkräftesicherung in Deutschland.

Woher kommen die meisten Antragsteller?
Mit 70 Prozent stellen Anträge für Berufsabschlüsse aus Drittstaaten derzeit den größten Anteil der Anträge auf Berufsanerkennung dar. 2012 bis 2015 standen vorwiegend noch Anträge zu EU-Abschlüssen im Mittelpunkt. 2018 lag der Anteil der Anträge von Menschen, die noch nicht in Deutschland leben, bei 20 Prozent. Berufsanerkennung wird also immer öfter als Türöffner für gezielte Fachkräftezuwanderung genutzt. An der Spitze der häufigsten Herkunftsländer stehen Bosnien und Herzegowina, Serbien und die Philippinen.

Inwieweit deckt diese Entwicklung auch den Fachkräftemangel?
Viele Unternehmen - ob Handwerksbetriebe, Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen - sind auf ausländische Fachkräfte angewiesen. Die Sicherung des Fachkräftebedarfs gehört deshalb zur zentralen Aufgabe der Bundesregierung in dieser Legislaturperiode. Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass besonders bei Berufen im Gesundheits- und Krankenbereich die Anträge auf Berufsanerkennung gestiegen sind - im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um mehr als 30 Prozent auf fast 11.500 Anträge. Das zeigt: die berufliche Anerkennung trägt auch dazu bei, den Fachkräftebedarf an Ärzten und in der Krankenpflege zu decken.
Fachkräftesicherung: Das Anerkennungsgesetz ist ein wichtiger Baustein zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in Deutschland. Das Gesetz erleichtert es Fachkräften aus dem Ausland, ihre berufliche Qualifikation auf dem deutschen Arbeitsmarkt einzusetzen und erhöht damit den Anreiz, nach Deutschland zu kommen.

Was tut die Bundesregierung noch, um Berufsanerkennung künftig schneller und transparenter zu machen?
Mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz – das im März 2020 in Kraft tritt – soll die Gleichwertigkeit ausländischer Qualifikationen nochmals an Bedeutung gewinnen. Das Gesetz sieht vor, eine zentrale Servicestelle für zuwanderungsinteressierte Fachkräfte aus dem Ausland einzurichten. Zudem sollen durch den Nationalen Aktionsplan Integration verstärkt Akteure wie beispielsweise Migrantenorganisationen in die Umsetzung des Anerkennungsgesetzes einbezogen werden.

Welche Beratungs- und Hilfsangebote kann man nutzen?
Das offiziellen Online-Portal "Anerkennung in Deutschland" der Bundesregierung mit dem Online-Tool "Anerkennungs-Finder" zeigt den Weg zur richtigen Anerkennungsstelle und bietet Informationen rund um die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen - auf Deutsch, Englisch, Griechisch, Italienisch, Polnisch, Rumänisch, Spanisch, Französisch, Türkisch, Russisch und Arabisch.

Die IQ Beratungstellen bieten zudem in allen Bundesländern - auf regionaler Ebene - Erstberatung für Anerkennungssuchende an. Der Bund fördert diese Beratung im Rahmen des Förderprogramms "Integration durch Qualifizierung (IQ)", das gemeinsam von den Bundesministerien für Bildung und Forschung und für Arbeit und Soziales sowie der Bundesagentur für Arbeit getragen wird.

Das "BQ-Portal" unterstützt zuständige Stellen und Arbeitgeber bei der Bewertung ausländischer Berufsabschlüsse. Es wird vom Institut der deutschen Wirtschaft betrieben. Derzeit befinden sich 91 veröffentlichte Länderprofile mit 3.430 ausländischen Berufsprofilen im BQ-Portal.

Geringverdiener können auch Anträge auf einen Kostenzuschuss für das Anerkennungsverfahren stellen. Förderfähig sind die Kosten, die bei der Antragstellung entstehen, also vor allem Gebühren und Übersetzungskosten, bis zu maximal 600 Euro pro Person.

Bei der Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland werden Interessierte zu den Themen Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse, Einreise und Aufenthalt, Jobsuche und Deutsch lernen aus dem In- und Ausland in Deutsch und Englisch beraten. Sie ist unter der Telefonnummer +49 (0)30-1815-1111 von Montag bis Freitag 9 bis 15 Uhr erreichbar.

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news-2467 Tue, 03 Dec 2019 11:44:00 +0100 Integrationsbericht vorgestellt: Erfolge bei der Arbeitsmarktintegration von Zugewanderten https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/integrationsbericht-vorgestellt-erfolge-bei-der-arbeitsmarktintegration-von-zugewanderten Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung hat anlässlich der heutigen Vorstellung des 12. Integrationsberichts auf Erfolge bei der Arbeitsmarktintegration von Zugewanderten hingewiesen. „Gelungene Integration ist dann gelungen, wenn die Menschen angekommen sind, wenn sie sich angenommen fühlen, wenn sie sich mit all ihren Potenzialen in unsere Gesellschaft, in den Arbeitsmarkt einbringen können, und hier haben wir in den vergangenen Jahren viel erreicht“, sagte Staatsministerin Annette Widmann-Mauz im ZDF-Morgenmagazin. Laut dem Bericht mit dem Titel „Deutschland kann Integration: Potenzial fördern, Integration fordern, Zusammenhalt stärken“ geht der aktuelle Rekord bei Deutschlands Erwerbstätigenzahl maßgeblich auf ausländische Beschäftigte zurück. Ihr Anteil bei neu geschaffenen Arbeitsplätzen liege bei 56 %. 2013 war laut dem Bericht nur jeder 
13. sozialversicherungspflichtig Beschäftigte ein Ausländer. 2018 war es bereits jeder neunte, ein Anstieg von fast 65 Prozent. 
Auch die Zahl der Personen aus den Asyl-Hauptherkunftsländern mit einem Job entwickle sich positiv. Im November 2019 waren laut Bundesagentur für Arbeit 431.000 Personen aus den Asyl-Hauptherkunftsländern in Deutschland beschäftigt - 357.000 davon sozialversicherungspflichtig. Zwei Drittel von ihnen seien jedoch noch im Niedriglohnsektor beschäftigt. Der Bericht weist auch darauf hin, dass die Arbeitslosenquote von Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit fast dreimal höher ist (September 2019: 12,2 %) als diejenige von Deutschen (4,7 %). 
Nachholbedarf sieht der Bericht unter anderem bei der Arbeitsmarktintegration von Frauen mit Einwanderungsgeschichte. So liege beispielsweise die Erwerbstätigenquote von deutschen Frauen im Alter von 30 bis 49 Jahren mit Fachhochschulabschluss bei 90,3 %, von ausländischen Frauen mit gleicher Qualifikation bei 64,9 %. Dies hänge u.a. mit unterschiedlichen Bildungsniveaus und den Schwierigkeiten der Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse zusammen, aber auch Geschlechterrollen seien von Relevanz. Daher bräuchten Frauen noch mehr Unterstützung.
Der Bericht der Integrationsbeauftragten spricht sich auch für „eine Verstetigung und Ausweitung des IQ-Programms“ aus. „In einem solchen Falle bestünde langfristig die Möglichkeit, die über das IQ-Netzwerk entwickelten Beratungsinstrumente und Netzwerkstrukturen zu allen wichtigen Akteuren vor Ort dauerhaft zu implementieren.“
Der 12. Integrationsbericht umfasst den Zeitraum August 2016 bis April 2019 und wird dem Deutschen Bundestag vorgelegt. Er beschreibt die wichtigsten Entwicklungen und Erkenntnisse über Migration und Integration in sämtlichen gesellschaftlichen Bereichen. Neben der Arbeitsmarktintegration geht es unter anderem um Schwerpunkte wie Bildungschancen sowie die Bekämpfung von Extremismus und Rassismus.
Weitere Informationen erhalten Sie hier.

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news-2468 Fri, 29 Nov 2019 11:44:00 +0100 MUT IQ veranstaltet englisches Webinar zum Thema "Die Selbstständigkeit von Migrantinnen und Migranten in den Fokus bringen" https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/mut-iq-veranstaltet-englisches-webinar-zum-thema-die-selbststaendigkeit-von-migrantinnen-und-migranten-in-den-fokus-bringen Am Mittwoch, 11. Dezember 2019 von 14 bis etwa 15 Uhr, veranstaltet das Multiplikatorenprojekt Transfer (MUT IQ) des Förderprogramms IQ gemeinsam mit eingeladenen Partnern aus Norwegen und Schweden ein Webinar mit dem Titel "Die Selbstständigkeit von Migrantinnen und Migranten in den Fokus bringen". Bitte beachten Sie, dass das Webinar auf Englisch stattfinden wird. Weitere Infos zu den geplanten Inhalten und der Registrierung finden Sie hier.

Bei Rückfragen können Sie sich gerne unter der E-Mailadresse webinar(at)ebb-bildung.de an MUT IQ wenden.

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news-2469 Wed, 20 Nov 2019 11:44:00 +0100 SVR-Studie: Legale Zugänge nach Europa fehlen vor allem für gering- und mittelqualifizierte Zuwandernde https://www.netzwerk-iq.de/presse/news/meldung/svr-studie-legale-zugaenge-nach-europa-fehlen-vor-allem-fuer-gering-und-mittelqualifizierte-zuwandernde [SVR] Die Europäische Union sucht nach dem richtigen Umgang mit irregulärer Migration, insbesondere mit Blick auf Drittstaatsangehörige ohne Schutzbedarf. Eine neue Studie des Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) fragt, inwieweit Deutschland, Frankreich, Italien, Schweden und Spanien sowie die EU legale Alternativen bieten, um in Europa zu arbeiten oder einer Ausbildung nachzugehen. Im Fokus stehen Möglichkeiten für Personen mit geringer und mittlerer Qualifikation, die unter den irregulären Zuwanderinnen und Zuwanderern besonders häufig vertreten sind. Die Studie empfiehlt: Abgestimmt auf ihren Arbeitskräftebedarf und in Zusammenarbeit mit Herkunftsländern sollten die Mitgliedstaaten und die EU diesen Gruppen mehr legale Wege eröffnen bzw. bereits bestehende Zugänge ebnen. Welche legalen Zuwanderungsmöglichkeiten in Erwerb und Ausbildung bieten die Europäische Union insgesamt und ausgewählte Mitgliedstaaten gering- und mittelqualifizierten Drittstaatlerinnen und Drittstaatlern? Tragen diese legalen Wege dazu bei, irreguläre Zuwanderung zu begrenzen? Was ließe sich verbessern? Der SVR-Forschungsbereich ist diesen Fragen in einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit dem Migration Policy Institute Europe (MPI Europe) nachgegangen. Die Gesamtanalyse des Projekts, das von der Stiftung Mercator gefördert wurde, trägt den Titel "Legale Wege nach Europa. Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten für Personen ohne Schutzperspektive".

Auch wenn die EU-Kommission sich für legale Wege in Erwerb und Ausbildung stark macht: Nach wie vor entscheidet jeder EU-Mitgliedstaat selbst, welchen Drittstaatsangehörigen er erlaubt, zum Zweck der Erwerbstätigkeit zuzuwandern. Die Studie ermittelt verschiedene Ansätze: Schwedens Politik etwa gibt den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern große Freiheiten, bei Bedarf Arbeitskräfte einzustellen: Staatliche Stellen überprüfen dabei nicht, ob tatsächlich Engpässe in bestimmten Berufen bestehen. Im Vergleich dazu kontrollieren Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien stärker, wie viele Personen zum Arbeiten ins Land kommen, in welchen Bereichen sie arbeiten können und welche Qualifikationen sie mitbringen.

Frankreich, Italien und Spanien organisieren Erwerbsmigration in den Segmenten niedriger und mittlerer Qualifikation großteils über Vereinbarungen mit Herkunftsländern. In Deutschland geschieht dies vorrangig über die 2015 beschlossene Westbalkan-Regelung, wohingegen Schweden keine Vorgaben macht, aus welchen Ländern Arbeitskräfte kommen können. Dr. Hanne Beirens, Direktorin von MPI Europe, betont: "Durch länderspezifische Regelungen können Regierungen partnerschaftliche Strukturen und Netzwerke aufbauen, die die Zuwanderung erleichtern. Damit bilaterale Programme zur Erwerbsmigration langfristig funktionieren, müssen die Kosten angemessen auf Staat, Betriebe und Zuwandernde verteilt werden."

Die Studie zeigt, dass reguläre Zuwanderungsoptionen in Arbeit und Ausbildung für Gering- und Mittelqualifizierte aus Drittstaaten insgesamt eng begrenzt sind. Potenzial besteht insbesondere im Bereich der beruflichen Bildung. Hier sieht Dr. Jan Schneider, Leiter des SVR-Forschungsbereichs, auch Handlungsbedarf für Deutschland: "Im Rahmen des neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetzes können junge Erwachsene aus Drittstaaten zukünftig ein Visum zur Suche eines Ausbildungsplatzes erhalten. Bund, Länder und Wirtschaft sollten in Kooperation mit Herkunftsländern innovative Projekte entwickeln, die den Bedarf am deutschen Ausbildungsmarkt mit den Potenzialen in Herkunftsländern zusammenbringen."

Winfried Kneip, Geschäftsführer der Stiftung Mercator, unterstreicht: "Migration zu gestalten wird eine zentrale Aufgabe der politischen Entscheiderinnen und Entscheider bleiben – auch der neuen Europäischen Kommission. Legale Migration sollte dabei nicht allein als Mittel betrachtet werden, um irreguläre Migration zu begrenzen, sondern stärker in Hinblick auf die Möglichkeiten, die sie bietet, um auch außen- und entwicklungspolitische Ziele zu erreichen und den Bedarf des Arbeitsmarkts zu decken."

Sie können hier die Studie und die Infografiken sowie die Länderfallstudien und andere bereits veröffentlichte Analysen herunterladen.

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