Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“

Fachstellen des Förderprogramms "Integration durch Qualifizierung (IQ)"

Die Fachstellen übernehmen neben der fachlichen Beratung und Begleitung der Landesnetzwerke vor allem die Qualitätssicherung für Angebote und Maßnahmen im jeweiligen Themenfeld. Auch die experimentelle Erprobung innovativer Handlungsansätze zählt zu ihren Aufgaben. Die Fachstellen bündeln themenspezifisch praktische Erfahrungen und wissenschaftliche Expertise. Darüber hinaus tragen sie die Verantwortung für eine fachlich fundierte Beratung und Zuarbeit für Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft und Verwaltung auf Bundesebene.

Die IQ Fachstelle "Beratung und Qualifizierung" unterstützt und begleitet die Akteure des Förderprogramms "Integration durch Qualifizierung" in den Bereichen der Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung und der Qualifizierungsmaßnahmen im Kontext des Anerkennungsgesetzes. Sie trägt außerdem Ergebnisse und Erkenntnisse aus diesen Bereichen an Entscheidungsträger in Politik, Verwaltung, Wirtschaft und die (Fach-) Öffentlichkeit.

Die konkreten Arbeitsschwerpunkte der IQ Fachstelle "Beratung und Qualifizierung":

  • Förderung der Professionalisierung der Beratungsfachkräfte und der Dozierenden in den Qualifizierungsangeboten durch das Angebot von Schulungen und Veranstaltungen zur Vernetzung und zum Austausch sowie durch die Bereitstellung von Informationsmaterialien

  • Unterstützung der Qualitätsentwicklung und -sicherung der Qualifizierungsmaßnahmen und Beratungsangebote

  • kontinuierliche Entwicklung und Bereitstellung von Konzepten, Verfahren, Instrumenten und Handlungshilfen

  • Entwicklung und Konzeptionierung virtueller Brückenmaßnahmen für Akademikerinnen und Akademiker sowie virtueller Anpassungsqualifizierungen für Berufe des dualen Systems

  • Förderung des thematischen und bereichsübergreifenden Austauschs im Förderprogramm durch Organisation und Durchführung von Arbeitskonferenzen, Fachtagungen etc.

  • Monitoring des Beratungsgeschehens und der angebotenen Ausgleichsmaßnahmen

  • Aufbereitung und Veröffentlichung der gewonnen Erkenntnisse – zusammen mit den Ergebnissen wissenschaftlicher Analysen handlungsrelevanter Themen – an Politik, Verwaltung, Wirtschaft, sowie die interessierte (Fach-)Öffentlichkeit

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite der Fachstelle hier.

Die Fachstelle Berufsbezogenes Deutsch im Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)" arbeitet an der Schnittstelle von Arbeitsmarkt, Weiterbildung und Zweitsprachenunterricht.
Sowohl auf Bundesebene als auch im regionalen Kontext sind wir Dialogpartnerinnen für Akteure aus Bildungspraxis, Verwaltung sowie Wissenschaft und Forschung. Wir koordinieren den fachlichen Austausch zwischen den beteiligten Partnern und entwerfen, koordinieren und begleiten Weiterbildungsangebote im Bereich des berufsbezogenen Deutschunterrichts mit dem Ziel der Qualitätssicherung im Handlungsfeld.

Service mit dem Ziel der Qualitätssicherung

  • Bündelung von Expertise, Materialien sowie aktuellen Entwicklungen in Forschung und Praxis auf unserem Portal www.deutsch-am-arbeitsplatz.de.

  • Weiterentwicklung und Transfer der Qualitätskriterien für den berufsbezogenen Deutschunterricht

  • Entwicklung und Erprobung von Konzepten und Instrumenten, u. a.

    • zum Integrierten Fach- und Sprachlernen

    • zur Sprachsensibilisierung in der beruflichen Bildung

    • zur Innerbetrieblichen Weiterbildung Deutsch am Arbeitsplatz

  • Fortbildungen für Kursleitende, Fachanleitende, Beratende sowie Mitarbeitende von Betrieben, die Unterstützung für Weiterbildungsmaßnahmen Deutsch am Arbeitsplatz suchen

Dialog mit Forschung, Wissenschaft, Verwaltung und Politik

Die Fachstelle befindet sich im Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern aus Forschung, Wissenschaft, Arbeitsverwaltung und Politik. Während der Dialog mit der Wissenschaft vor allem darauf abzielt, Forschungsbedarfe zu formulieren, dient der Dialog mit Verteterinnen und Vertretern der Verwaltung (Bundesagentur für Arbeit, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge u. a.) strategischen Zielen, z. B. der Verbesserung der Rahmenbedingungen für sprachliche und fachliche Qualifizierungen sowie für berufsbezogene Deutschkurse. Das bedeutet im Einzelnen:

  • Verankerung von Integriertem Fach- und Sprachlernen (IFSL) in arbeitsmarktpolitischen Instrumenten

  • Transfer der Qualitätskriterien in die Ausschreibungs- und Vergabeverfahren von Maßnahmen

  • Begleitung der Umsetzung öffentlicher Instrumente zur berufsbezogenen Sprachförderung

  • Koordination und Steuerung des bundesweiten Dialoggremiums Berufsbezogenes Deutsch unter Beteiligung von Praxis, Verwaltung, Wissenschaft und Forschung

  • Zusammenarbeit auf Bundesebene

Wir arbeiten zusammen mit Partnern aus den IQ-Fachstellen und den IQ Landesnetzwerken an der Weiterentwicklung von Handlungsansätzen und deren Transfer in die Regionen.

Aufgabenfelder in Kooperation mit diesen Partnern sind:

  • die Koordination von Fortbildungsangeboten für Lehrkräfte in berufsbezogenen Deutschkursen

  • Fortbildungsangebote zur Sprachsensibilisierung von Fachlehrkräften und Beratungspersonal

  • die Information und Beratung von Bildungsakteurinnen und -akteuren zu Fragen der Maßnahmeplanung und Umsetzung des Transfers der Qualitätskriterien

  • die Begleitung der Umsetzung des ESF-BAMF-Programms zur Berufsbezogenen Sprachförderung

  • innerbetriebliche Weiterbildung: Lobbyarbeit, Akquise von Betrieben

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite der Fachstelle hier.

Das Portal der Fachstelle Berufsbezogenes Deutsch erreichen Sie über die Link:

www.deutsch-am-arbeitsplatz.de

Durch die interkulturelle Öffnung von Arbeitsmarktakteuren, durch den Abbau von Diskriminierungen und durch Diversity Management will die IQ Fachstelle Interkulturelle Kompetenzentwicklung und Antidiskriminierung gezielt gesellschaftliche und personale Vielfalt gestalten.

Die IQ Fachstelle Interkulturelle Kompetenzentwicklung und Antidiskriminierung unterstützt mit ihrer Expertise Teilprojekte und Akteurinnen und Akteuren im Netzwerk IQ, Agenturen für Arbeit, Jobcenter sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU): Sie stellt fachliche und praxisrelevante Informationen – z.B. in Form von Publikationen, Schulungen und Trainings, Konzepten und Vorträgen – bereit und bedient Anfragen. Austausch, Vernetzung und Wissenstransfer zwischen Mitgliedern des Netzwerks IQ ermöglichen die von der IQ Fachstelle eingerichteten Gremien.

Die IQ Fachstelle Interkulturelle Kompetenzentwicklung und Antidiskriminierung arbeitet zu den Themen:

  • Interkulturelle Kompetenzentwicklung: Interkulturelle Kompetenzentwicklung und interkulturelle Öffnung, Inklusion, Vorteilsübersetzung, Grundsensibilisierung

  • Antidiskriminierung: AGG, Positive Maßnahmen, diskriminierungsfreie/kulturfaire/ Einstellungsverfahren

  • Diversity Management: Diversity-Dimensionen, Diversity Check, betriebliches Diversity-Monitoring, vielfaltsorientierte Stellenbeschreibungen und Bewerbungsverfahren

  • Schulungen und Trainings: Konzeption von  zielgruppenspezifischen Schulungen und Trainings, Durchführung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren-Schulungen; Vermittlung von Trainerinnen und Trainern; Qualitätsentwicklung

  • Informationsangebote: Themenbezogene Praxisleitfäden und Arbeitspapiere, Wissenstools, Dossiers, Good-Practice-Sammlungen, Vorträge, Fachveranstaltungen, Workshops

  • Wissenschafts-Praxis-Transfer: Aufarbeitung des aktuellen wissenschaftlichen Diskurses und Transfer ins Netzwerk IQ; Wissensaustausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft

  • Zielgruppen: IQ Landesnetzwerke und IQ Teilprojekte,; Bundesagentur für Arbeit (BA), Arbeitsagenturen und Jobcenter; Kleine und mittlere Unternehmen (KMU); kommunale Verwaltungen; Politik, Wissenschaft und Wirtschaft

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite der Fachstelle hier.

Die IQ Fachstelle Interkulturelle Kompetenzentwicklung und Antidiskriminierung ist bei dem Träger VIA Bayern e.V. angesiedelt. Weitere Informationen finden Sie hier: www.vielfalt-gestalten.de

"Unternehmen gründen | übernehmen | sichern" – das sind die aktuellen Arbeitsfelder der IQ Fachstelle Migrantenökonomie. Unser Fokus liegt dabei auf Migrantinnen und Migranten, die in Deutschland leben, als Fach- und Arbeitskräfte nach Deutschland kommen oder den langen und ungewissen Weg einer Flucht hinter sich haben.

Wir möchten Ihnen einen Eindruck vom Facettenreichtum ihres Unternehmertums geben. Seit Beginn der 2000er erlebte deren Gründungsgeschehen einen wahren Boom, weitestgehend unbeachtet von der breiten Öffentlichkeit und des wissenschaftlichen Diskurses. Migrantinnen und Migranten stellen rund 50 Prozent aller Neugründungen und erreichen einen Anteil von ca. 20 Prozent aller Selbständigen – aber sehen Sie selbst. Mehr

Ihre überproportionale Gründungsrate und Vielfalt bildet sich in mannigfaltigen Branchen ab: die Ärztin und der Steuerberater sind ebenso dabei wie der Dönerbudenbesitzer oder die Nagelstudio-Inhaberin. Auch Social Entrepreneurs sind keine Ausnahme, wie unsere Porträts zeigen. Mehr

Bei aller Euphorie haben Migrantinnen und Migranten auf dem Weg in die Selbständigkeit auch Hürden zu nehmen. Diese beginnen beim Zugang zu Informationen zu Selbständigkeit, zu aufenthaltsrechtlichen Anforderungen bis hin zur Rekrutierung von Fachkräften und Auszubildenden und der Unternehmensübergabe an eine geeignete Nachfolgerin.

Diesen Herausforderungen gilt es zu begegnen und geeignete Konzepte zur Verfügung zu stellen. Wir können auf mit Kollegen und Kolleginnen erarbeitete Tools zurückgreifen wie u.a. den idealtypischen Gründungsprozess, das mehrsprachige Dossier zu Begriffen aus der Gründungsunterstützung, das Seminar für ein individuell und zielgruppenspezifisches Beratungskonzept. Migrationsspezifische Instrumente für die Konsolidierung von Unternehmen und die Unternehmensnachfolge  sind in der Entwicklung.

Weiterhin konzentrieren sich unsere Initiativen auf die hohe Zahl internationaler Studierender in Deutschland: Studierende, Akademikerinnen und Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern werden (noch!) kaum als potenzielle Selbständige - Gründerinnen oder Betriebsübernehmer - wahrgenommen. Daher haben wir die Plattform "Wir gründen in Deutschland" gestartet, um angehende Gründerinnen und Gründer nachhaltig zu unterstützen.

Mit den Flüchtlingen kommen nicht nur qualifizierte Fachkräfte, sondern auch ehemalige Selbständige nach Deutschland. Ihre Gründungsneigung war in vielen Herkunftsländern bedeutend höher als in Deutschland. Stimmen werden laut, die bereits auf einen Gründungsboom hoffen. Mehr Wie kann dieser Entwicklung begegnet werden? Mit bewährten Konzepten wollen wir neue Wege beschreiten, um ihren Bedarfen gerecht zu werden.

Unsere Arbeit und gute Praxis bleibt nicht im Verborgenen, sondern wird dank des engen Dialogs mit Praxis, Politik, Verwaltung und Wissenschaft an die breite Öffentlichkeit gebracht. Hierzu veranstalten wir das "Fachforum Migrantenökonomie" als Plattform für aktuelle Aspekte und Entwicklungen rund um die Migrantenökonomie in Deutschland.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite der Fachstelle hier.

Die Fachstelle Einwanderung ist eine lebendige Schnittstelle zwischen Migrationsforschung und Praxis der Zielgruppenarbeit sowie eine Dialoginstanz zwischen den drei BMAS-Programmen "Integration durch Qualifizierung (IQ)", "MobiPro-EU" und "ESF-Integrationsrichtlinie Bund – Handlungsschwerpunkt Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen (IvAF)".

Dabei liegen die Schwerpunkte auf der Vernetzung zwischen den Partnern der drei genannten Förderprogramme, der Qualitätsentwicklung in MobiPro-EU sowie dem Transfer von Kompetenzen und Erfahrungen zur Arbeitsmarktintegration von Asylbewerberinnen und Asylbewerber und Flüchtlingen zwischen IQ und IvAF. Darüber hinaus entwickelt die Fachstelle Einwanderung Handlungsempfehlungen, Instrumente, Methoden und Konzepte für Akteure der Praxis und der Politik zur Verbesserung der Integration von Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.

Die Arbeitsschwerpunkte sind:

  • Generierung von Wissen und Analyse zielgruppenspezifischer Herausforderungen (z. B. serviceorientierte Aufarbeitung und Bewertung des Wissensstandes zur Einwanderung)

  • Austausch mit Fachwissenschaftlerinnen und Fachwissenschaftler und mit Vertreterinnen und Vertreter von Politik, Migrantenorganisationen, Behörden, Sozialpartnern, Zivilgesellschaft zur Arbeitsmarktintegration von einwandernden Migranten und Migrantinnen

  • empirische Untersuchungen

  • Entwicklung von Handlungsempfehlungen, Instrumenten, Methoden, Konzepten (z. B. Handlungsempfehlungen an Akteure der Praxis und der Politik zur Verbesserung der Integration von Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund in Ausbildungs- und Arbeitsmarkt)

  • Sammlung, Bewertung und strukturierte Veröffentlichung von erfolgreichen Praxisinstrumenten, -methoden und -konzepten zur Weiterverbreitung sowie eigene Vorschläge für das Schließen bestehender Unterstützungslücken der Zielgruppe

  • Vernetzung, Diskurs und Öffentlichkeitsarbeit als bundesweite Dialoginstanz (z. B. Vernetzung mit den IQ-Teilprojekten und weiteren Akteuren des Handlungsfeldes; in nationalen und internationalen Gremien sowie Konferenzen; Öffentlichkeitsarbeit) 

  • Behandlung von prozessorientierten Leitthemen (z. B. Bekanntmachen neuer Gesetze)

  • projektorientierter Austausch, Entwicklung gemeinsamer konkreter Lösungsansätze sowie gemeinsamer Strategien und Transfer guter Praxis zwischen den Projekten und den weiteren Akteuren der Beteiligtenanalyse

  • Vermittlung praxisrelevanten Fachwissens: Beratungen, Schulungs- und Trainingsangebote für Arbeitsmarktakteure und kommunale Einrichtungen; für Akteure der IQ-Landesnetzwerke, der MobiPro- Verbünde und der IvAF-Verbünde; für von Unternehmen (insbes. KMU)

  • Qualitätsentwicklung und -sicherung: (Weiter-)Entwicklung von Qualitätskriterien im Förderprogramm MobiPro-EU und ggf. Standards im Umgang mit Neueinwanderung

  • Organisation von eigenen Fachgruppen und Teilnahme an Steuerungsgruppen und weiteren Gremien

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite der Fachstelle hier.

Weitere Informationen zum Träger Minor – Projektkontor für Bildung und Forschung e.V. erhalten Sie unter: www.minor-kontor.de

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