Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)"

Kompetenz, Kommunikation und Öffnung - alles interkulturell

Unsere Gesellschaft und der Arbeitsmarkt werden immer interkultureller und internationaler. Eine solche Gesellschaft der Vielfalt erfordert die (Weiter-) Entwicklung von Interkulturellen Kompetenzen bei Beschäftigten, Mitarbeitenden, Beratungspersonal und Führungskräften - sei es in Betrieben, Arbeitsverwaltungen oder anderen relevanten Bereichen. Das Förderprogramm IQ bietet bundesweit und kostenlos Schulungen und Trainings zu interkulturellen Fragestellungen, Unterstützung und Begleitung bei interkulturellen Öffnungsprozessen sowie zielgruppengenaue Information.

Interkulturelle Kompetenz

Interkulturelle Kompetenz ist die Fähigkeit, mit Menschen unterschiedlicher kultureller Orientierung zur beidseitigen Zufriedenheit zu interagieren. "Interkulturell" meint nicht nur eine unterschiedliche Herkunft, sondern die individuelle Sozialisation hinsichtlich Geschlecht, Alter, Religion oder Weltanschauung, sexuelle Orientierung und sozio-ökonomische Lage. Interkulturelle Kompetenz basiert auf einer Kombination aus Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Interkulturelle Öffnung

Eine Interkulturelle Öffnung von Verwaltungen, Unternehmen oder Organisationen strebt den Abbau von Zugangsbarrieren und die Erhöhung von Teilhabechancen an.

Bei einem Interkulturellen Öffnungsprozess in einer Institution oder einem Unternehmen werden bestehende Strukturen kritisch analysiert und auf Ausgrenzungsmechanismen hin untersucht. Migration und Pluralität von lebensweltlichen Konzepten und Arbeitsstilen werden genauso thematisiert wie Diskriminierung und Machtstrukturen. Gleichzeitig werden bisher ungenutzte Chancen und Potenziale sichtbar gemacht.

Interkulturelle Öffnung wird idealerweise in allen Arbeitsfeldern und auf allen Hierarchieebenen umgesetzt. Dazu werden entsprechende Ziele entwickelt. Diese beziehen sich auf 1. die Organisationsstruktur, 2. das Personal, 3. die Angebote, Dienstleistungen bzw. Produkte und 4. auf die Kooperation  und Vernetzung nach außen. Fragenstellungen in einem Interkulturellen Öffnungsprozess können lauten:

  • Werden alle gesellschaftlichen Gruppen als Zielgruppe angesehen und erreicht?
  • Werden die Bedürfnisse aller Mitarbeitenden berücksichtigt?
  • Wie hoch ist der Anteil der Beschäftigten mit Migrationshintergrund?
  • Wie sind die Entwicklungsmöglichkeiten der Beschäftigten mit Migrationshintergrund?  
  • Nimmt  das Leitbild Bezug auf Vielfalt?

Interkulturelle Öffnung ist eine Querschnittsaufgabe und ein längerfristiger Prozess,  der auf eine Qualitätsverbesserung abzielt. Interkulturelle Öffnung eröffnet viele Vorteile:

  • Förderung von Chancengleichheit durch Steigerung der Motivation, Identifikation, Produktivität
  • Mehr Mitarbeiterzufriedenheit
  • Erschließung neuer Märkte, Gewinnung neuer Zielgruppen
  • Optimierung der Organisationsentwicklung
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