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Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)"

Konzeptentwicklung

Interkulturelle Grundsensibilisierung mit Schwerpunkt Asyl und Flucht

Das im Herbst 2015 im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales entwickelte Schulungskonzept richtet sich an Trainerinnen und Trainer, die im Rahmen des Förderprogramms IQ bundesweit in Jobcentern und Arbeitsagenturen zum Thema Asyl & Flucht schulen. Themen sind u.a.: Der Kulturbegriff und mögliche Definitionen, Diversity, Perspektivvielfalt, MGH, Asylverfahren, Interkulturelle Kompetenz, Perspektivvielfalt, Interkulturelle Kommunikation, Kulturkategorie und Antidiskriminierung.

Über 9000 Mitarbeitende der Arbeitsagenturen und Jobcenter wurden allein im Zeitraum vom 1.11.2015 bis 30.06.2016 mit der "Interkulturellen Grundsensibilisierung mit Schwerpunkt Asyl und Flucht" geschult. Sie setzten sich die u.a. mit der Lebenssituation der Geflüchteten, dem Ablauf des Asylverfahrens sowie mit relevanten Statistiken auseinander.

Doch es ist nicht allein Faktenwissen, welches in der Beratungspraxis und in der Vermittlungstätigkeit von großem Nutzen ist. Es gilt vielmehr, so Tina Lachmayr, Leiterin der IQ Fachstelle Interkulturelle Kompetenzentwicklung und Antidiskriminierung, die interkulturelle Kompetenz bei den Beratungs- und Vermittlungsfachkräften zu erweitern, "sodass sie erfolgreich, angemessen und zu beidseitiger Zufriedenheit mit Geflüchteten interagieren können."

Für das Engagement zur umfassenden Qualifizierung der Mitarbeitenden im Themenfeld Asyl und Flucht wurde die Bundesagentur für Arbeit mit dem Deutschen Bildungspreis 2016 ausgezeichnet. 

Evaluation

Die Evaluation der über 600 Schulungen zum Thema "Interkulturelle Grundsensibilisierung mit Schwerpunkt Asyl und Flucht" zeigt: 78 Prozent der IQ Koordinationen und 87 Prozent der durchführenden Trainerinnen und Trainer sind zufrieden mit dem Konzept. Benannt werden aber auch Optimierungsbedarfe und  Handlungsempfehlungen für zukünftige Schulungen.

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Interkulturelle Grundsensibilisierung mit Schwerpunkt Asyl & Flucht: Vertiefende Materialien für Mitarbeitende von Berufsinformationszentren (BiZ)

Im Zuge der Aktualisierung der medialen Angebote in Berufsinformationszentren (BiZ) mit Fokus auf Migration und Flucht sollen Mitarbeitende in den BiZ an einer interkulturellen Schulung teilnehmen können.

Das bestehende Angebot von IQ "Interkulturelle Grundsensibilisierung mit Schwerpunkt Asyl und Flucht" (s.o.) wurde daher von der IQ Fachstelle Interkulturelle Kompetenzentwicklung und Antidiskriminierung aktualisiert und mit zielgruppenspezifischen Übungen - insbesondere zu den Themen Sprache und Antidiskriminierung - ergänzt. In zwei Pilotdurchgängen wurde das ergänzende Konzept getestet und überarbeitet.

Die Umsetzung der Schulungen erfolgt ab Ende März/Anfang April 2018. Eine detaillierte Information an die IQ LNW und TP erfolgt noch (Stand: 07.03.2018).


BeKo noV

Das Kurzwort BeKo noV steht für "Beratungskompetenz nachfrageorientiertes Vertiefungsmodul". Das Vertiefungsmodul zur Beratungskonzeption SGB II (BeKo) "Interkulturelle Kompetenz in der Beratung"  wird ab 2017 auch im Rechtskreis SGB III durchgeführt. Die zweitägigen Schulungen für Anwenderinnen und Anwender werden wieder im Tandem durchgeführt von Trainerinnen sowie Trainern aus IQ und aus der BA.


Schulungskonzept für INQA (Initiative Neue Qualität der Arbeit)

INQA unterstützt KMU bei der Gestaltung moderner und attraktiver Arbeitsbedingungen – zu denen auch interkulturelles und vielfaltsorientiertes Personalmanagement in KMU zählen.

Deshalb entwickelten die IQ Fachstellen Interkulturelle Kompetenzentwicklung und Antidiskriminierung sowie Einwanderung ein Schulungskonzept für INQA, welches essentielle migrations- und integrationsspezifische Rahmenbedingungen vermittelt und wichtige Grundlagen sowie Tools zeigt. Es behandelt die Themenkomplexe rund um die Beschäftigung von Geflüchteten, Neueinwanderern und Arbeitnehmenden mit Migrationshintergrund.

In zwei, je zweitägigen Schulungen (Juli 2017) wurden INQA-Multiplikatorinnen und -Multiplikatoren mit dem Konzept geschult, um damit wiederum selbst INQA-Akteurinnen schulen können.

Die Schulungen waren ein Ergebnis der 2016 gestarteten Kooperation zwischen den Förderprogrammen IQ und der "Initiative Neue Qualität der Arbeit" (INQA).

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