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Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)"
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Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)


Erstellt: 13.10.2018  |  Zuletzt geändert: 07.11.2018, 11:15 Uhr

Sie trat durch das Pariser Übereinkommen vom 14. Dezember 1960 am 30. September 1961 in Kraft. Ziel der OECD ist es, eine Politik zu fördern, die darauf ausgerichtet ist, in den Mitgliedstaaten unter Wahrung der finanziellen Stabilität eine optimale Wirtschaftsentwicklung und Beschäftigung sowie einen steigenden Lebensstandard zu erreichen - und dadurch zur Entwicklung der Weltwirtschaft beizutragen. In den Mitglied- und auch Nichtmitgliedstaaten, die in wirtschaftlicher Entwicklung begriffen sind, soll diese zu einem gesunden wirtschaftlichen Wachstum beitragen und - im Einklang mit internationalen Verpflichtungen auf multilateraler und nichtdiskriminierender Grundlage - die Ausweitung des Welthandels fördern. Die Organisation hat 35 demokratische und marktwirtschaftlich orientierte Mitgliedstaaten (Stand 2018) und der Beitritt weiterer Staaten steht an. Überdies besteht eine erweiterte Zusammenarbeit mit anderen Ländern. Teilnehmer sind auch die Europäische Kommission (EU) und die EFTA (Europäische Freihandelsassoziation).

Ein ca. 2.500 Mitarbeitende umfassendes Sekretariat sammelt, analysiert und dokumentiert zum Beispiel in den Mitgliedstaaten kontinuierlich Daten zu Wirtschaft und Gesellschaft, erarbeitet Statistiken, Indikatoren, Analysen, Prognosen und Strategien. Die Arbeitsergebnisse geben den Ländern politische Entscheidungshilfen und ermöglichen ihnen, flexibel und schnell auf (neue) wirtschaftspolitische Probleme zu reagieren. Beispiele: Länderstudien und Sonder-/Auswertungen (auch für Deutschland) ermöglichen es, das jeweilige Land anhand verschiedener Indikatoren in den Leistungsbereichen Wirtschaft, Beschäftigung, Wohlergehen, Steuern und Umwelt und ihre Folgen für Gesellschaft und Entwicklung im Vergleich zum OECD-Durchschnitt zu verorten.

Regelmäßig erstellt und veröffentlicht die OECD zum Beispiel Analysen zur effektiven Gestaltung der Arbeitsmarktpolitik auf Grundlage von Statistiken zur Erwerbsbeteiligung und nach bestimmten Indikatoren. Der jährlich erscheinende OECD-Beschäftigungsausblick ermöglicht einen vergleichenden Überblick über die Entwicklung der Beschäftigung in den Mitgliedstaaten und fasst aktuelle Studien der Organisation zur Arbeitsmarktpolitik zusammen. In der jährlich erscheinenden Publikation "Bildung auf einen Blick" veröffentlicht die OECD vergleichende Statistiken und Indikatoren zum Ressourceneinsatz in nationalen Bildungssystemen und analysiert die Auswirkungen von Bildung auf Innovationskraft und Arbeitsmarkt. Mit der international vergleichenden Schulleistungsstudie PISA (Programme for International Student Assessment) hat sich die OECD einen Namen bei der Messung von nach bestimmten Kriterien entwickelten Leistungsdaten gemacht. 

Erhobene Daten sind auch richtungsweisend für die Entwicklung internationaler Standards oder Konzepte. So wurden und werden zum Beispiel einheitliche Standards ("soft law") für alle Länder entwickelt wie Standards zum automatischen Informationsaustausch von Steuerdaten, ein Musterabkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung, die Konvention zur Bekämpfung der Korruption, Leitsätze für multinationale Unternehmen usw. Diesen Standards haben sich vielfach auch Nicht-Mitgliedsländer angeschlossen. 

Im zwei Mal monatlich tagenden Rat der Botschafter der Mitgliedsländer bzw. dem jährlich tagenden OECD-Ministerrat tauschen sich die Mitgliedstaaten unter Vorsitz eines Generalsekretärs aus. Hier treffen sie zum Beispiel Beschlüsse für Politikempfehlungen, deren Implementierung dann im Rahmen einer gegenseitigen Überwachung regelmäßig geprüft wird. Der ständige intensive Informations- und Meinungsaustausch über aktuelle wirtschafts- und währungspolitische Probleme ermöglicht eine bessere Abstimmung auch von wirtschaftspolitischen Maßnahmen auf nationaler Ebene. Unterstützt wird der Rat durch einen Exekutivausschuss und rund 250 Fachausschüsse und Arbeitsgruppen auf wirtschafts-, umwelt-, wissenschafts- und sozialpolitischen Gebieten. Für bestimmte Bereiche (zum Beispiel Energie, Bekämpfung der Geldwäsche, Transparenz und Informationsaustausch zu Steuerzwecken) hat die OECD weitere Organe. Finanziert wird die Arbeit aus Beiträgen der Mitgliedstaaten, deren Höhe gestaffelt ist nach ihrer Wirtschaftskraft.

Das OECD Berlin Centre ist die Vertretung der OECD für den deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz). Es ist ein Servicezentrum und zugleich ein Bindeglied zwischen der OECD-Zentrale in Paris und den verschiedenen OECD-Partnern. 

Ansprechpartnerin

Christiane Tieben-Westkamp

Tel.: 0221 93298111
christiane.tieben(at)ebb-bildung.de



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