Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)"

Weltbildungsbericht: UNESCO lobt Deutschland

[AiD] Ob die Anerkennung ausländischer Abschlüsse oder die Sprachförderung in Kitas: Im weltweiten Vergleich gelingt Deutschland die Integration von Geflüchteten und Zugewanderten besonders gut. Zu diesem Ergebnis kommt der Weltbildungsbericht zu Flucht und Migration der UNESCO, der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Im Weltbildungsbericht werden Studien aus allen Ländern betrachtet und interpretiert.

Immer mehr Zugewanderte profitieren vom Anerkennungsgesetz, das die Bundesregierung 2012 initiiert hat. Im Jahr 2017 stieg die Zahl der anerkannten ausländischen Berufsabschlüsse erneut: Bundesweit wurden 21.800 im Ausland erworbene Qualifikationen als voll oder teilweise gleichwertig zu deutschen Abschlüssen anerkannt. Das sind 14 Prozent mehr als 2016.

Im weltweiten Vergleich ist das Anerkennungsgesetz richtungsweisend: Die Anerkennung eines Abschlusses erhöhe laut UNESCO die Wahrscheinlichkeit einer Beschäftigung von Zugewanderten um 45 Prozentpunkte und den Stundenlohn um 40 Prozent. Neben dem großen Engagement für die Sprachförderung in Kitas wird Deutschland außerdem für den Einsatz vieler Freiwilliger, die Geflüchtete und Zugewanderte beim Start in ein neues Leben unterstützen, gelobt. Die Bereitschaft in der Bevölkerung sei sehr groß, bei Spracherwerb, Abschlüssen oder Ausbildung zu helfen.

Weitere Anstrengungen nötig

Zugleich macht die UNESCO deutlich, dass sich Deutschland trotz aller Erfolge bei seinen Anstrengungen nicht zurücklehnen dürfe. So fehlten insgesamt 24.000 Lehrkräfte und 18.000 pädagogische Fachkräfte. Außerdem gebe es nach wie vor noch Verbesserungsbedarf bei der Chancengerechtigkeit. Weiterhin hätten viele Geflüchtete mangelnde Sprachkenntnisse. Und auch fehlende Qualifikationen seien ein Hindernis, um erfolgreich einer Arbeit in Deutschland nachgehen zu können.

Zurück zur Übersicht

Twitter
RSS