Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)"

BMBF: ProRecognition geht in die Verlängerung

[AiD] Das Projekt "Etablierung der Auslandshandelskammern und Delegationen der Deutschen Wirtschaft (AHKs) als Anlauf- und Beratungsstellen zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen in Deutschland" ist im Ausland weiter erfolgreich unterwegs.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über einen Zeitraum von zunächst drei Jahren (Oktober 2015-Oktober 2018) geförderte Projekt wurde bis Dezember 2019 verlängert.

Im Vordergrund stand, Strukturen zu schaffen, um vor Ort Beratung zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen in Deutschland anzubieten. Damit wurde das bereits in Deutschland bestehende Beratungs- und Informationsangebot im Ausland ergänzt. Fachkräfte mit einer staatlich anerkannten beruflichen oder akademischen Qualifikation können sich an diesen Standorten nun bereits im Heimatland über das Anerkennungsverfahren informieren, über ihre individuellen Möglichkeiten beraten sowie bei der Antragstellung unterstützen lassen.

Die AHKs arbeiten eng mit den deutschen Auslandsvertretungen und Goethe-Instituten zusammen. Einigen Standorten ist es gelungen, ein Netzwerk mit lokalen Akteuren, Ministerien und untergeordneten Behörden aufzubauen. In Deutschland ist das Projekt über die IHKs hinaus mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung, der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung, der Bundesagentur für Arbeit bzw. der ZAV und dem Förderprogramm IQ eng verknüpft.

  • Über 4.300 Personen haben seit Projektbeginn 2015 die Dienstleistung der AHKs in Anspruch genommen. (Stand Oktober 2018)
  • Knapp 70 % der Interessentinnen bzw. Interessenten haben eine akademische Qualifikation
  • Ingenieurinnen bzw. Ingenieure, Ärztinnen bzw. Ärzte und ITlerinnen bzw. ITler nehmen die Beratung hauptsächlich in Anspruch
  • Über 100 Anerkennungen und Zeugnisbewertungen wurden dem Projekt zurückgemeldet
  • 100 Personen befinden sich derzeit im Anerkennungsverfahren. Von den beratenen Personen haben inzwischen 20 einen Job in Deutschland gefunden. Nur sechs von ihnen (30%) kommen aus einem Drittstaat, während über 60 % der beratenen Personen Drittstaatlerinnen bzw. Drittstaatler sind.

Aus den bisherigen Ergebnissen leiten sich eine Reihe von Maßnahmen ab, die dazu beitragen sollen, das Projekt weiterzuentwickeln und zu verstetigen. Deswegen sind weiterführende Dienstleistungen geplant. Noch besser soll es gelingen, jene Menschen zu gewinnen, die hohes Potenzial für eine Erwerbsmigration nach Deutschland mitbringen. Die projektbeteiligten AHKs Ägypten, Algerien, China/Shanghai, Indien, Iran, Italien, Polen und Vietnam sollen die hier entwickelten Dienstleistungen später auch anderen AHKs anbieten können.

Geplant sind feste Kooperationen mit Sprachschulen und Sprachlernangebote an den AHKs, die Durchführung von Bewerbungstrainings, die Unterstützung bei der Visaantragstellung und anderes. Hierzu sollen strategische Partnerschaften erschlossen bzw. vertieft werden.

Generelles Ziel ist es, die AHKs als Anlauf- und Beratungsstellen zu Anerkennungsfragen zu etablieren und so dazu beizutragen, qualifizierte Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer aus der EU und aus Drittstaaten für den deutschen Arbeitsmarkt zu gewinnen.

Zurück zur Übersicht

Twitter
RSS