Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)"

BAMF: Blaue Karte EU für bislang mehr als 81.000 Hochqualifizierte

[BAMF] Rund ein Viertel der Blauen Karten gehen aktuell an indische Staatsangehörige/85 % der Blaue Karte-Inhaberinnen bzw. Inhaber entscheiden sich für einen dauerhaften Aufenthalt in Deutschland

Der Trend steigender Erteilungszahlen setzt sich auch in diesem Jahr fort: Im 1. Quartal 2018 wurden in Deutschland 18,5 % mehr Blaue Karten EU erteilt als im Vorjahreszeitraum. Davon entfallen fast 55 % auf Neuerteilungen, also auf Personen, die zuvor noch keinen Aufenthaltstitel in Deutschland hatten. Die restlichen 45 % betreffen jene Personen, die im Bundesgebiet bereits eine Blaue Karte EU oder einen anderen Aufenthaltstitel besaßen. Der Anteil der Personen mit zuvor anderem Aufenthaltstitel an der Gesamtzahl aller erteilten Blauen Karten EU stieg im Vergleichszeitraum auf 21 %. Darunter fallen zum Beispiel Personen, die in Deutschland ein Studium abgeschlossen haben.

Indische Staatsbürgerinnen bzw. -bürger stellen wie schon in der Vergangenheit am häufigsten den Antrag auf Erteilung einer Blauen Karte. Auch im ersten Quartal 2018 wurde mehr als ein Viertel der Blauen Karten an indische Staatsangehörige erteilt. Deren absolute Erteilungszahlen sind um mehr als 37 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Damit wurden erstmals mehr Blaue Karten EU an Inderinnen und Inder erteilt als an die vier nachfolgenden Hauptherkunftsländer China, Russland, die Türkei und die Ukraine zusammen.

Zum 30.6.2018 haben nun bereits 81.058 Personen aktuell oder früher eine Blaue Karte EU in Deutschland besessen (4.225 Personen mehr als zum 31.03.2018), was in etwa der Einwohnerzahl des Landkreises Lindau am Bodensee entspricht. Damit hat die Blaue Karte EU erfreulicherweise eine weitere Zehntausender-Marke erreicht.

65,5 % aller Personen, die jemals eine Blaue Karte EU hatten, sind somit aktuell noch mit einer Blauen Karte EU in Deutschland tätig. Auch hier repräsentieren Inderinnen und Inder mit über 26 % die weitaus größte Gruppe, vor China, Russland, den USA und der Türkei, die gemeinsam knapp 25 % der aktuellen Karteninhaberinnen bzw. -inhaber stellen. Beachtenswert ist, dass die USA bei den aktuellen Blaue Karte EU-Inhaberinnen bzw. Inhabern weiterhin an vierter Stelle stehen, was auf einen tendenziell längeren Verbleib US-amerikanischer Fachkräfte in Deutschland hindeutet.

Von den 27.951 ehemaligen Inhaberinnen bzw. Inhabern einer Blauen Karte EU besitzen zum aktuellen Stichtag 25.292 Personen in Deutschland und damit über 90 % einen anderen Aufenthaltstitel. Davon haben wiederum 23.757 Menschen bereits einen unbefristeten Aufenthaltstitel inne. Somit haben sich knapp 85 % aller ehemaligen Inhaberinnen bzw. Inhaber einer Blauen Karte für einen dauerhaften Verbleib in Deutschland entschieden. Auch hier ist eine steigende Tendenz zu erkennen, aus der auf die hohe Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Deutschland für hochqualifizierte Drittstaatsangehörige gefolgert werden kann.

Zur Blauen Karte EU berät die Hotline Arbeit und Leben in Deutschland. Die Hotline wird als Maßnahme der Demografie-Strategie der Bundesregierung gemeinsam vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA) im Rahmen einer ressortübergreifenden Kooperation zwischen dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), dem Bundesministerium des Innern (BMI), dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der BA betrieben. Sie begleitet die bestehenden Angebote von www.make-it-in-germany.com, www.zav.de, www.bamf.de, www.anerkennung-in-deutschland.de und www.arbeitsagentur.de 

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