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Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)"

Angebote für Gründungsberaterinnen und Gründungsberater

Wie lässt sich eine Gründungsunterstützungsstruktur für Menschen mit Migrationshintergrund, die den Anspruch hat individuell, bedarfsorientiert und zielgerichtet zu sein, strukturieren und beschreiben? Die IQ Fachstelle Migrantenökonomie hat ein bewährtes Modell um migrationsspezifische Anforderungen weiterentwickelt, um migrantische Gründerinnen und Gründer gezielt anzusprechen und im Gründungsprozess zu unterstützen.

"Wir haben das Modell des Verbands Deutscher Gründungsinitiativen (VDG), welches eine Orientierungs-, Planungs-, Start- und Konsolidierungsphase vorsieht, um eine niedrigschwellige Ansprache für Zugewanderte (+1) ergänzt und die jeweiligen Prozessphasen um migrationsspezifische Anforderungen weiterentwickelt", so Dr. Ralf Sänger, Leiter der Fachstelle Migrantenökonomie. Den existierenden Unterstützungsstrukturen mangelt es häufig an zielgruppenspezifischen und bedarfsgerechten Angeboten für Menschen mit Migrationshintergrund und migrantische Gründerinnen und Gründer fühlen sich von deren Angeboten nicht angesprochen. Der 4+1 Gründungsprozess stellt den Gründungsunterstützungsstrukturen sowie den Beraterinnen und Beratern einen systematischen Zugang und migrationsspezifische Angebote zur Verfügung.

Die Internetplattform www.wir-gruenden-in-deutschland.de der Fachstelle Migrantenökonomie wird von einem Beratungspool bundesweit tätiger Fachleute flankiert, um Personen mit Migrationshintergrund/ aus Nicht-EU-Ländern mit Gründungsabsicht in Deutschland individuell und bedarfsorientiert zu unterstützen.

Für die zielgruppenorientierte Unterstützung ist die Einhaltung migrationsspezifischer Qualitätskriterien handlungsweisend.

Diese Qualitätselemente wurden in den letzten zwölf Jahren migrationsspezifischer Gründungsunterstützung im Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung" herausgearbeitet und unterliegen steter Reflexion und Weiterentwicklung. 

Die Qualitätselemente umfassen methodisches Wissen und dessen Umsetzung in der Beratungspraxis (u.a. Beratungsansatz, Beratungsverständnis, Beratungshandeln, Beratungskontext), fachspezifische Kenntnisse der Gründungsberatung (u.a. Beratungsprozess, Unternehmenskonzept) sowie interkulturelles Know-How (u.a. aufenthaltsrechtliche Bedingungen, Anerkennungspraxis) im Sinne einer kundenorientierten, migrationsspezifischen Beratung.

Die Gewährleistung dieses Qualitätsanspruchs bedingt, dass sich alle beteiligten Beraterinnen und Berater mit ihren aktuellen Praxiserfahrungen in dieses noch junge Beratungsfeld einbringen und diese zur Verfügung stellen. Die Fachstelle Migrantenökonomie gewährleistet ihrerseits die Organisation, Vorbereitung und Durchführung dieses Austausches und seiner fachlichen Weiterentwicklung.

Der Beratungspool besteht derzeit aus circa 20 Beraterinnen und Beratern, die entweder im Förderprogramm IQ tätig sind oder als externe Kooperationspartner außerhalb des Förderprogramms agieren.

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