Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)"

"Wir sind froh, dass wir uns für Magdeburg entschieden haben und würden uns freuen, hier eine Anstellung zu finden."

"Meine Frau Anjali Ajith und ich, Gopu Rajagopal, leben seit Januar 2017 in Deutschland. Wir hatten den Traum, in Europa als Assistenzärzte zu arbeiten und haben uns nach ein paar Jahren gemeinsam für diesen Schritt entschieden. Mit Hilfe des Instituts für Berufspädagogik e.V. (Teilprojekt im IQ Netzwerk Sachsen-Anhalt) sind wir unserem Traum ein Stück nähergekommen.

Anjali hat in Indien Medizin studiert und ich in Kasachstan. Beide konnten wir schon viel Berufserfahrung als Assistenzärzte der Allgemeinmedizin in Indien sammeln. Meine Frau war schon immer begeistert vom deutschen Gesundheitssystem. Mit einer Anstellung in Deutschland erhofften wir uns eine bessere Zukunft, zu der für uns auch die Gründung einer Familie gehört. Wir hatten in Indien bereits eine Weile versucht, Plätze für einen Deutschkurs am Goethe-Institut zu bekommen, aber viele wollen in unserem Land Deutsch lernen. Und die Plätze sind sehr begrenzt. Im Januar 2016 konnten wir dann beide endlich einen C1 Deutschkurs in Indien beginnen und erfolgreich abschließen. Das Absolvieren eines Deutschkurses ist eine Voraussetzung für den Besuch des Vorbereitungskurses zur Sprach- und Kenntnisprüfung vor der Ärztekammer.

Ende September 2016 haben wir uns beide dann an den PC gesetzt und sind von Indien aus über deutsche Suchbegriffe auf das IQ Netzwerk Sachsen-Anhalt und das Institut für Berufspädagogik e.V. in Magdeburg gestoßen. Innerhalb von ein paar Tagen erhielten wir auch schon eine Antwort auf unsere Anfrage. Frau Orlowski vom Institut für Berufspädagogik e.V. teilte uns erfreulicherweise mit, dass ein entsprechender Kurs bei ihnen ab Januar 2017 angeboten wird und für uns sogar kostenfrei ist. Die Zusammenarbeit mit der Ausländerbehörde in Magdeburg verlief sehr gut und wir konnten beide im Januar nach Deutschland einreisen, um den Kurs am 16.01.2017 am Institut zu beginnen. Wir fühlen uns besser vorbereitet und sind sehr zufrieden mit unseren Lehrkräften.

Uns wurde auch schon das Universitätsklinikum gezeigt und die Unibibliothek, die wir auch kostenfrei nutzen dürfen. Ich muss sagen, dass wir im Vergleich zu anderen wirklich Glück hatten, dass wir so gute Unterstützung vom Institut für Berufspädagogik e.V. bekamen und das Einreisen nach Deutschland so schnell klappte. Wir haben mit Freunden gesprochen, die sich für andere Bundesländer entschieden haben. Sie mussten alle mindestens  drei bis vier Monate warten, um ihr Visum beantragen zu können. Dazu kommt, dass die gleichen Kurse in den anderen Bundesländern kürzer und kostenpflichtig sind.

Nach der Anreise in Deutschland war es etwas schwierig eine Wohnung zu finden, da wir hier keine Freunde hatten. Aber Frau Orlowski und Dr. Borchardt vom Institut für Berufspädagogik e.V. halfen uns auch in diesem Bereich. Schnell wurde eine Wohnung gefunden und wir konnten innerhalb von drei Wochen in unsere ersten gemeinsamen vier Wände in Deutschland einziehen. Das hat uns sehr glücklich gemacht. Aktuell bereiten wir uns am Institut für Berufspädagogik e.V. auf unsere Fachsprachenprüfung sowie auf die Kenntnisprüfung vor der Ärztekammer vor. Nach unserer Approbation möchten wir uns noch gern weiterbilden. Meine Frau würde gern im Bereich Onkologie tätig werden. Ich strebe eine Ausbildung in der Kardiologie an."

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