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Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)"

Landesnetzwerke

Berufliche Integration gelingt vor allem dann, wenn sich Arbeitsmarktakteure vernetzen und gemeinsam an einem Strang ziehen. Die Landesnetzwerke arbeiten deshalb eng mit den relevanten Akteuren vor Ort zusammen. Das sind beispielsweise Agenturen für Arbeit, Jobcenter, Anerkennungsstellen, Kammern oder Beratungsstellen. Die sechzehn Landesnetzwerke mit etwa 380 Teilprojekten in allen Bundesländern konzentrieren sich in der Förderrunde 2019-2022 auf vier Handlungsschwerpunkte.

Anerkennungsberatung

Ziel der Anerkennungsberatung des Netzwerks IQ ist es, Menschen mit ausländischen  Qualifikationen bei der qualifikationsgerechten und nachhaltigen Integration in den deutschen Arbeitsmarkt zu unterstützen. Etwa 100 erfahrene und kompetente IQ Beratungsstellen unterstützen die Ratsuchenden auf ihrem Weg in und durch das Anerkennungsverfahren und informieren bei Bedarf über passende Anpassungsqualifizierungen bzw. Ausgleichsmaßnahmen. Im Rahmen der neuen Programmlinie "Faire Integration" wurden in allen Bundesländern Beratungsstellen eingerichtet, die sich speziell an Geflüchtete richten. Sie beraten und unterstützen diese bei sozial- und arbeitsrechtlichen Fragestellungen.

Qualifizierungsmaßnahmen im Kontext des Anerkennungsgesetzes

Die Teilprojekte im zweiten Handlungsschwerpunkt des Förderprogramms IQ bieten Anpassungsqualifizierungen, um die volle Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen zu unterstützen. Die für eine volle Gleichwertigkeit in reglementierten Berufen notwendigen Qualifikationen können durch Qualifizierungsmaßnahmen ausgeglichen werden. Zudem werden für Akademikerinnen bzw. Akademiker aus nicht-reglementierten Berufen Brückenmaßnahmen für eine der Qualifikation entsprechenden Beschäftigung angeboten.

Interkulturelle Kompetenzentwicklung der zentralen Arbeitsmarktakteure

Im dritten Schwerpunkt des Förderprogramms IQ steht der Aufbau bzw. die Weiterentwicklung interkultureller Kompetenzen im Mittelpunkt. In der engen Zusammenarbeit mit Jobcentern, Agenturen für Arbeit, kommunalen Verwaltungen sowie kleinen und mittleren Unternehmen und deren Organisationen geht es insbesondere darum,  interkulturell zu sensibilisieren,  kulturbedingte Hürden zu identifizieren, diese praxisnah und nachhaltig abzubauen und interkulturelle Öffnungsprozesse anzustoßen sowie Diskriminierungen abzubauen. Hierzu werden Trainings und Beratungen angeboten.

Regionale Fachkräftenetzwerke - Einwanderung

Mit dem neuen, vierten Handlungsschwerpunkt "Regionale Fachkräftenetzwerke - Einwanderung" werden ab 2019 bestehende Netzwerke der Fachkräftesicherung durch zielgruppenspezifische Expertise unterstützt sowie vorhandene Initiativen und Akteure im Bereich der Fachkräftesicherung zusammengeführt. Es sollen regional und lokal abgestimmte Konzepte zur Fachkräftesicherung etabliert sowie Angebote der arbeitsmarktlichen und gesellschaftlichen Integration für Zugewanderte besser verzahnt werden. Dabei werden konkrete Angebote bzw. Projekte initiiert sowie bestehende Lücken identifiziert und geschlossen. Ziel ist es, regionale Strukturen für eine nachhaltige Integration von Zugewanderten zu schaffen.

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