Analysen und Studien

Die Fachstelle Einwanderung führt Analysen und Fallstudien zu ausgewählten Themen der Arbeitsmarktintegration und aktuellen Entwicklungen im Bereich Neueinwanderung durch.

24-Stunden-Pflegekräfte aus den Staaten außerhalb der EU

"No rules of work. No rights."

Aktuell leben in Deutschland 4,1 Mio. pflegebedürftige Personen (Tendenz steigend), von denen 80,2 % zu Hause betreut werden. Die sich immer weiter verschärfende Versorgungslücke führt zum steigenden Bedarf an ambulanten und stationären Pflegekräften. Live-in-Betreuer*innen stellen bereits jetzt eine wesentliche Stütze im deutschen Pflegesystem dar. Derzeit wird die Zahl der Live-in-Betreuer*innen in Deutschland auf 300.000 bis 700.000 geschätzt. Rund 130.000 Live-in-Betreuer*innen kommen dabei aus Drittstaaten, vorwiegend aus der Ukraine und den Balkanstaaten. Die meisten Live-in-Betreuer*innen aus Drittstaaten arbeiten ohne Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis und ohne Sozialversicherung. Das führt zu prekären Arbeits- und Lebensbedingungen, die jedoch bisher kaum sichtbar und erforscht sind, auch weil es an geschützten Räumen zum Austausch und zur Beratung fehlt.  

Auf Basis von Sekundärdaten, einer Social-Media-Analyse, einer Online-Umfrage und Expert*inneninterviews werden in dieser Studie zum ersten Mal die Zugänge zum Arbeitsmarkt, die Beschäftigungsmodelle, die Arbeitsbedingungen und die Netzwerke der Live-in-Betreuer*innen aus Drittstaaten analysiert. Die Analyse kommt u. a. zu dem Ergebnis, dass für die von Ausbeutung und Prekarisierung besonders betroffenen Live-ins aus Drittstaaten sichere, kostenlose und leicht zugängliche digitale Beratungs- und Vernetzungsangebote geschaffen und ausgebaut werden müssen.  

Hrsg.: Fachstelle Einwanderung | 07/2021

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Fallstudie "Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen" - Teil II

Erfolgsfaktoren regionaler und kommunaler Förderkonzepte

Im Rahmen der Arbeitsmarktintegration von Frauen mit Migrationserfahrung spielen die Jobcenter und Agenturen für Arbeit eine zentrale Rolle. In einer zweiteiligen Studie zeigt die Fachstelle Einwanderung, welche Ansätze sie dabei verfolgen und wie sie diese in der Praxis umsetzen. Im ersten Teil der Studie wurden nach einer deutschlandweiten Online-Befragung günstige Rahmenbedingungen, konkrete Angebote und Empfehlungen der Befragten skizziert. Darauf aufbauend analysiert diese Publikation konkrete strukturell angelegte Förderkonzepte in sieben ausgewählten Jobcentern und Agenturen für Arbeit aus verschiedenen Regionen Deutschlands. Im Mittelpunkt stehen dabei die Erfahrungen und darauf basierenden Erkenntnisse der Mitarbeitenden dieser Einrichtungen sowie ihrer Netzwerkpartner*innen.

Hrsg.: Fachstelle Einwanderung | 07/2021
ISBN: 978-3-96729-110-0

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Eingewanderte in der Corona-Krise

Die Arbeitsmarktsituation Eingewanderter im zweiten Jahr der Corona-Pandemie

Die Corona-Krise und die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie haben Auswirkungen auf die Erwerbssituation von Eingewanderten. Auf der Basis aktueller Daten dokumentiert die IQ Fachstelle Einwanderung wie bereits 2020 weiterhin die Folgen der Krise für Arbeitnehmer*innen ohne deutsche Staatsangehörigkeit.

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Stand: März 2021


Fallstudie "Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen" - Teil I

Vergleichende Analyse regionaler und kommunaler Förderkonzepte

Nach wie vor sind Migrantinnen auf dem Arbeitsmarkt unterrepräsentiert. Welchen Beitrag Jobcenter und Agenturen für Arbeit leisten können, um migrantische Frauen auf ihrem Weg in die Erwerbstätigkeit zu unterstützen, dieser Frage geht die vorliegende Fallstudie der Fachstelle Einwanderung nach. Basierend auf einer Online-Befragung von Jobcentern, Agenturen für Arbeit und Jobcentern zugelassener kommunaler Träger analysiert sie günstige Rahmenbedingungen, stellt konkrete Angebote vor und skizziert Empfehlungen der Befragten. Eine zentrale Erkenntnis: Die Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen kann nur gelingen, wenn ein breites Netzwerk die Frauen bedarfsgerecht unterstützt und die verschiedenen Akteure dabei an einem Strang ziehen.

Hrsg.: Fachstelle Einwanderung | 12/2020
ISBN: 978-3-96729-075-2

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Corona-Krise: Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit von wirtschaftlichen Folgen besonders stark betroffen

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus SARS-CoV-2 wirken sich unmittelbar auch auf den deutschen Arbeitsmarkt und die Arbeitsmarktintegration von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit aus, da diese in besonderer Hinsicht von Arbeit und Einkommen in Deutschland abhängig sind. Die IQ Fachstelle Einwanderung begleitet daher diese Veränderungen und Effekte analytisch und zeigt die Trends der Entwicklung und Auswirkung auf die Integration in Arbeit und Gesellschaft auf.

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Stand: 14.09.2020


Strukturen und Ansätze zur Fachkräfteeinwanderung und zum Integrationsmanagement in den Bundesländern

Die Analyse gibt einen Überblick über die bestehenden Strukturen und Ansätze zur Fachkräfteeinwanderung und zum Integrationsmanagement in den Bundesländern und wurde auf Anfrage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) zur Unterstützung der Planung im Handlungsschwerpunkt 4 „Regionale Fachkräftenetzwerk – Einwanderung“ erstellt. In einem ersten Schritt wurde in einem kurzen Zeitraum eine Recherche der frei zugänglichen Quellen durchgeführt. Zur Vervollständigung und sukzessiven Ergänzung erfolgte in einem zweiten Schritt die Abstimmung und Ergänzung der Inhalte mit den Koordinationen der IQ Landesnetzwerke. Bei der vorliegenden Fassung handelt es sich um die Darstellung des aktuellen Stands (Ende Februar 2020), in dem die in vielen Bundesländern noch nicht abgeschlossene Entwicklungen und inbesondere die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus SARS-CoV-2 nicht berücksichtigt wurden. Das Dokument soll zeitnah aktualisiert werden.

Hrsg.: Fachstelle Einwanderung | 04/2020

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Empfehlungen für die Arbeitsmarktintegration von EU-Zugewanderten in Deutschland

Deutschland bleibt nach wie vor attraktiv für viele Menschen aus den EU-Mitgliedsstaaten. Viele von ihnen sind sehr gut ausgebildet, andere verfügen nur über geringe Qualifikationen. Doch für alle gleichermaßen gilt, dass die Integration in den deutschen Arbeitsmarkt mit großen Herausforderungen verbunden ist. Welche Herausforderungen derzeit besonders im Blickpunkt stehen und welche Unterstützungs- und Qualifizierungsangebote benötigt werden, um diesen zu begegnen, wurden mit Expertinnen und Experten im Rahmen der Fachtagung „IQ im Dialog: Arbeitsmarktintegration von EU-Zugewanderten in Deutschland“ am 05.12.2017 in Berlin diskutiert. Basierend auf den Ergebnissen der Fachtagung wurden Empfehlungen für eine verbesserte Arbeitsmarktintegration von EU-Zugewanderten in Deutschland von der IQ Fachstelle Einwanderung in Zusammenarbeit mit der Gleichbehandlungsstelle EU-Arbeitnehmer entwickelt und in dem Arbeitspapier zusammengetragen. In einem Fachgespräch am 06.12.2018 wurden ausgewählte Empfehlungen erneut mit Expert*innen besprochen und weiterentwickelt. Die Empfehlungen richten sich an die Politik, Verwaltung und relevante Akteure aus Praxis und Wissenschaft.

Hrsg.: Fachstelle Einwanderung und Gleichbehandlungsstelle EU-Arbeitnehmer | 11/2019

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Fallstudie "Geflüchtete Frauen als Zielgruppe der Arbeitsmarktförderung"

Die in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit durchgeführte qualitative Fallstudie zum Thema „Geflüchtete Frauen als Zielgruppe der Arbeitsmarktförderung“ befragt zum einen geflüchtete Frauen selbst zu ihren Vorstellungen, Bedarfen und Wünschen hinsichtlich ihres Arbeitslebens in Deutschland sowie zu ihren bisherigen Erfahrungen im Kontext des Arbeitsmarktintegrationsprozesses. Zum anderen kommen Expertinnen und Experten zu Wort und schildern ihre Erkenntnisse bezüglich der Arbeitsmarktintegration geflüchteter Frauen und ihren Erfahrungen mit Instrumenten der Arbeitsmarktförderung für diese Zielgruppe.

Die Studie ist auch in englischer Sprache verfügbar: Refugee Women as a Target Group of Labour Market Policies (10/2019)

Hrsg.: Fachstelle Einwanderung | 05/2019

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