Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)"

Thementage

Die Thementage ermöglichen einen praxisnahen Erfahrungs- und Wissensaustausch zwischen den Vertreterinnen und Vertreter der einzelnen IQ-Landesnetzwerke und -Fachstellen zu aktuellen Themen in Bezug auf die "Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten". 

Anlässlich der in den letzten Jahren stark gestiegenen Zahl von Geflüchteten wächst für die einzelnen Akteure im Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung" der Bedarf an Information und Austausch zum Themengebiet (u. a. Umgang mit traumatisierten Personen, prekäre Beschäftigung, regionale Koordinierung und Vernetzung). Dies gilt insbesondere für die zahlreichen neu in 2016 gestarteten Teilprojekte, deren Angebote sich gezielt an Geflüchtete richten. Die Veranstaltung ist i. d. R. zweitägig und findet zwei- bis viermal pro Jahr statt. 

Am 24. und 25. September 2018 finden die 9. Thementage „Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten“ im THÜRINGER MINISTERIUM FÜR MIGRATION, JUSTIZ UND VERBRAUCHERSCHUTZ in Erfurt statt.

Die Teilnehmenden diskutieren im Rahmen der Veranstaltung darüber, wie die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt entsprechend ihrer vorhandenen Qualifikationen langfristig gelingen kann. Einen interessanten Input zu diesbezüglichen Erkenntnissen und Ansätzen aus Thüringen geben Julia Tantoh, die für das Institut für Berufsbildung und Sozialmanagement (IBS) die Thüringer Fachstelle Flüchtlinge in Arbeit und Ausbildung leitet sowie Jürgen Rauschenbach und Constance Gothe von der FAU - Gemeinnützigen Förderungsgesellschaft Arbeit und Umwelt mbH, die am Beispiel des Projektes „Multipotential“ Erfahrungen aus der Praxis vorstellen. Mit der Frage, inwiefern eine qualifikationsentsprechende Beschäftigung im Widerspruch zu einer schnellen Vermittlung in den Arbeitsmarkt steht, setzt sich Irena Michel, Geschäftsführerin Operativ der Arbeitsagentur Erfurt in ihrem Vortrag auseinander.  

 

Am 2. Tag steht die Frage, welche Arten von niedrigschwelligen Angeboten un- bzw. geringqualifizierte Geflüchtete benötigen, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können, im Fokus. Ob geflüchtete Frauen dabei spezifische Bedarfe haben, stellt Josina Monteiro vom IBS, anhand ihrer Erfahrungen aus dem Projekt „Berufliche Beratung und Coaching für Mütter mit Fluchthintergrund“ dar. Weitere interessante Einblicke in die Bereiche Lager/Logistik, Pflege und Metall gewähren Ines Brückner vom Europäischen Bildungswerk für Beruf und Gesellschaft gGmbH, Monique Menge und Christiane Renda vom IBS sowie Fabian Schunder von der ProfeS GmbH – Germersheim. 

Die 8. Thementage „Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten“ finden am 14. und 15.03.18 in Berlin statt. Am 1. Tag liegt der Fokus auf der Erreichung der Zielgruppe Geflüchtete im Rahmen des Förderprogramms IQ. Wie diese bisher gelingt und welche Ansätze dabei besonders erfolgreich sind, stellt Dr. Johnny Van Hoove von ebb in seinem Vortrag dar. Gülsah Tunali vom IQ Consult berichtet über erste Erkenntnisse aus der Arbeit in den Integration Points der Bundesagentur für Arbeit in NRW. Sie betont dabei den hohen Einfluss des Wissenstransfers der verschiedenen Akteure auf die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt.

Welche Möglichkeiten der aufsuchenden Information und Beratung für Geflüchtete in sozialen Medien bestehen, stellt Dr. Christian Pfeffer-Hoffmann anhand der bisherigen Erkenntnisse der beiden Minor-Modellprojekte „Neu in Berlin“ und „MB 4.0 –Gute Arbeit in Deutschland“ vor. Hierbei wird deutlich, dass es unter Neuzugewanderten einen großen Bedarf nach Information und Beratung gibt, der derzeit nicht immer ausreichend durch formale Angebote gedeckt wird.

Der 2. Tag der Veranstaltung beschäftigt sich mit den Herausforderungen bei der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten mit Behinderung. Deren Bedarfe und Rechte in Bezug auf die Integration in den Arbeitsmarkt, die sich u. a. aus der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention ergeben, finden in Deutschland bisher zu wenig Beachtung. Auch in den Angeboten von IQ taucht diese Zielgruppe bisher nur vereinzelt auf. Dr. Susanne Schwalgin von Handicap International und Wolfgang Buttschardt vom Netzwerk für Flüchtlinge mit Behinderung Köln weisen in ihrem Vortrag zum Zugang von Geflüchteten mit Behinderung zum deutschen Hilfesystem u. a. darauf hin, dass diese Zielgruppe von den bestehenden Strukturen bisher nicht ausreichend berücksichtigt wird. Maren Gag von der passage Hamburg bestätigt dies in ihrem Vortrag zur Versorgungslage in der Stadt Hamburg, wo ebenfalls ein Mangel an passgenauen Angeboten besteht, um eine Teilhabe an Bildung und Arbeitsleben zu gewährleisten. Maren Gag betont die Notwendigkeit, in diesem Kontext IKÖ-Prozesse und Diversity-Orientierung voranzutreiben. Förderprogramme wie IQ können hierbei eine wichtige Rolle spielen.

Welche Art von Unterstützung Unternehmen bei der Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung benötigen und wie bestehende Barrieren in den Köpfen der Arbeitgeber überwunden werden können, präsentiert Markus Jeske vom Projekt Unternehmens-Netzwerk Inklusion. Nach einem Erfahrungsaustausch der Teilnehmenden zum Thema stellt Dr. Rica Werner das Angebot der Schlichtungsstelle nach dem Behindertengleichstellungsgesetz für Menschen mit Behinderungen vor und geht dabei insbesondere darauf ein, welche Rolle das Angebot für geflüchtete Menschen mit Behinderung spielen kann.   

Die 7. Thementage "Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten", die am 10. und 11. Oktober 2017 in Berlin stattfinden, beschäftigen sich am ersten Tag mit den spezifischen Herausforderungen bei der Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Frauen. Nach einem Bericht aus der Praxis von Salwa Yousef von beramí e.V., der auf den Erfahrungen aus dem Projekt "Angekommen" basiert, stellen drei IQ Teilprojekte aus den Landesnetzwerken Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Baden-Württemberg, die sich derzeit als einzige innerhalb von IQ mit ihrem Angebot gezielt an geflüchtete Frauen richten, ihre Arbeit vor. Gemeinsam mit den Teilnehmenden diskutieren sie u. a. darüber, wie Angebote im Rahmen von IQ gestaltet werden müssen, um geflüchtete Frauen insgesamt besser zu erreichen, welche spezifischen Bedarfe der Zielgruppe hierbei ggf. zu berücksichtigen sind und welche Vor- und Nachteile gesonderte Maßnahmen haben.

Die Präsentationen zu den einzelnen Vorträgen des 1. Tages finden Sie hier:

Am zweiten Tag der Veranstaltung geht es um Strategien in der Zusammenarbeit mit Betrieben im Rahmen der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten. Nach einem thematischen Input durch Andreas Merx von der Fachstelle Interkulturelle Kompetenzentwicklung und Antidiskriminierung, präsentiert Ute Köhler von der Fachstelle Berufsbezogenes Deutsch die Schulungsreihe Betriebliches Sprachmentoring. Die Herausforderungen, mit denen die Projekte hinsichtlich der Zusammenarbeit mit Betrieben in der Praxis konfrontiert sind, stellt Charles Guillaume vom Mittelhessischen Bildungsverband anhand seiner Erfahrungen aus dem IQ Teilprojekt "First Step Mittelhessen" sehr anschaulich dar. Im Anschluss tauschen sich die Teilnehmenden über ihre diesbezüglich vor Ort gemachten Erfahrungen aus, dabei diskutieren sie insbesondere über die Bedingungen, unter denen die Zusammenarbeit mit Betrieben in Bezug auf die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten besonders gut gelingt sowie über die spezifischen Bedarfe, die hierbei ggf. bestehen.     

Die Präsentationen zu den einzelnen Vorträgen des 2. Tages finden Sie hier:

Am 21. und 22. März 2017 finden die 6. Thementage "Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten" statt. Die Teilnehmenden setzen sich am ersten Tag der Veranstaltung intensiv und kritisch mit den neuen Angeboten für Geflüchtete im Förderprogramm IQ auseinander, tauschen Erfahrungen aus, diskutieren verschiedene Ansätze bezüglich der Arbeit mit der neuen Zielgruppe und entwickeln gemeinsam Ideen, wie diese noch besser erreicht werden kann. Dafür ziehen vier IQ-Teilprojekte eine Zwischenbilanz in Bezug auf ihre Arbeit mit geflüchteten Menschen und geben einen interessanten Einblick in ihre Arbeitsweise vor Ort.

Die die Präsentationen finden Sie hier:

Der zweite Tag beschäftigt sich mit dem Thema Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Strukturen. Da diese auch im Förderprogramm IQ eine immer größere Rolle spielt, sollen zentrale Informationsmaterialien sowie ein Rahmenschulungskonzept für ehrenamtlich Tätige entwickelt werden sollen. Federführend zuständig hierfür ist das Landesnetzwerk Bayern in Kooperation mit der Fachstelle Einwanderung. Erste Ergebnisse des diesbezüglichen Auftrags des BMAS werden vorgestellt und gemeinsam mit den Teilnehmenden diskutiert und weiterentwickelt.

Zum 5. Mal treffen sich am 28. und 29. November 2016 Vertreterinnen und Vertreter der IQ-Landesnetzwerke zu den Thementagen "Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten" in Berlin.

Neben einer Sensibilisierung für den Umgang mit von Traumata betroffenen Menschen geht es dabei auch um den Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor einer möglichen Sekundärtraumatisierung.

Zum Download stehen das Programm der fünften Thementage und eine Übersicht der Referentinnen und Referenten sowie ihre Präsentationen zur Verfügung:

Unter dem Thema „Regionale Koordinierung und Vernetzung der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten" finden am 20. September 2016 die 4. Thementage statt.

Die IQ-Landesnetzwerke diskutieren hier, wie eine Koordinierung und Vernetzung auf regionaler Ebene gestaltet werden muss, um geflüchtete Menschen erfolgreich in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Wie dies in ihren Regionen gelingt, darüber berichten Tülay Ates Brunner von Tür an Tür - Integrationsprojekte gGmbH, die den Runden Tisch Augsburg vorstellt und Philip Bona vom Amt für Migration und Integration der Stadt Freiburg, der dort u. a. das IQ Teilprojekt „Check in - individuelle Arbeitsmarktbegleitung von Geflüchteten“ koordiniert.

Das Programm der vierten Thementage finden Sie hier.

Am 27.und 28.06.2016 finden die Thementage zum Schwerpunkt Geflüchtete in Berlin im Haus der Demokratie und Menschenrechte statt.

Das Programm können Sie sich hier herunterladen.

  • Inhaltlich setzen sich die Thementage am ersten Tag mit den neuen bzw. erweiterten IQ-Teilprojekten mit dem Schwerpunkt Geflüchtete auseinander.

Die Präsentationen der Teilprojekte aus den einzelnen IQ-Landesnetzwerken finden Sie hier:

Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen

BMAS, Impuls Thementage

Eine Kurzzusammenfassung der Ergebnisse der Abfrage der Fachstelle Einwanderung zu den neuen bzw. erweiterten IQ-Teilprojekten mit spezifischen Angeboten für Geflüchtete finden Sie hier.

  • Am zweiten Tag beschäftigen sich die Teilnehmenden mit ehrenamtlichen Strukturen bei der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten.

In dem Zusammenhang stellt Christian Schewe vom Bundesministerium für Bildung und Forschung die Förderrichtlinie "Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte" vor. Die Präsentation können Sie sich hier herunterladen

Im Anschluss berichtet Gunnar Wörpel vom AWO Bundesverband über Möglichkeiten der Unterstützung bei der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten durch Ehrenamtliche aus Sicht der Wohlfahrtsverbände. Die Präsentation finden Sie hier.

Einen interessanten Einblick zu den Erfahrungen vor Ort gibt der Kurzfilm "Anerkennungsbegleitung in NRW" aus dem Landesnetzwerk Nordrhein-Westfalen. 

Der Kurzfilm "Unterstützungsarbeit - auf Augenhöhe mit Geflüchteten?!" des IQ- Landesnetzwerkes Baden-Württemberg thematisiert die Chancen und Grenzen der Unterstützungsarbeit von und mit Geflüchteten.

Die zweiten Thementage finden am 22. und 23.02.2016 in Berlin statt. Sie widmen sich den beiden Themen "Kompetenzfeststellung bei Flüchtlingen" (Tag 1) und "Umgang mit prekärer Beschäftigung und mit Verfestigung von unterqualifizierter Beschäftigung bei Flüchtlingen" (Tag 2).

Hier können Sie das detaillierte Programm für die Thementage 2 einsehen.

Die Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen zum Thema "Kompetenzfeststellung bei Geflüchteten" können Sie sich hier herunterladen.

Die ersten Thementage finden am 14. und 15.12.2015 in Berlin statt und widmen sich den beiden Themen "(Neue) Maßnahmen für Flüchtlinge im IQ Netzwerk" (Tag 1) und "Instrumente des SGB II und III für Flüchtlinge und Zusammenarbeit von IQ mit Arbeitsagenturen und Jobcentern im Bereich Flüchtlinge" (Tag 2).

Nach einer Präsentation zu Elementen gelingender Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen und den Integrationsprozess aus Sicht des BMAS arbeiten die Teilnehmer/-innen am ersten Tag an der Beantwortung folgender Fragen:

  • Welche neuen Kooperationspartner und Netzwerke wurden infolge der steigenden Flüchtlingszahlen im Landesnetzwerk (in der Fachstelle) hinzugewonnen?
  • Welche neuen Themen sind in der Beratungs- und Qualifizierungsarbeit hinzugekommen?
  • Welche konkreten Instrumente und Modelle werden in neuen oder weiterentwickelten Maßnahmen umgesetzt?
  • Was sind die besten aktuellen vorhandenen Infomaterialien und Broschüren zum Thema "Flüchtlinge und Arbeitsmarkt"? Welche sind geplant?

Der zweite Tag startet mit einer Präsentation der Vertreterin der Bundesagentur für Arbeit zu aktuellen Maßnahmen und Arbeitsprodukten der BA für Geflüchtete, wie z.B. die Sprachförderung für Zuwandernde gem. des neuen § 421 SGB III (Einstiegskurse), das Programm "Perspektiven für Flüchtlinge – Potenziale identifizieren, Integration ermöglichen (PerF)" oder Maßnahmen für Jugendliche. Im Anschluss hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, mit dem zuständigen Referatsvertreter des BMI zum Themenkomplex Sprachförderung von Flüchtlingen über aktuelle Probleme in der Praxis im Zusammenhang mit Deutschkursen für Flüchtlinge zu diskutieren.

Die Arbeitsgruppen widmeten sich der Beantwortung folgender Fragen:

  • Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit der BA/den Jobcentern und wie sind die ersten Erfahrungen zur neuen HEGA?
  • Was sind die besten aktuell vorhandenen Informationsmaterialien für die BA?
  • Wie funktioniert das Übergangsmanagement SGB II und SGB III und die Arbeit an den Schnittstellen?

Das Programm der Veranstaltung können Sie sich hier herunterladen.

Das Protokoll der Veranstaltung finden Sie hier

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