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Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)"

Internationale und regionale Fachgespräche

Die internationalen und regionalen Fachgespräche dienen dem Austausch und wechselseitigen Wissenstransfer zwischen Expertinnen und Experten der Arbeitsmarktintegration in Migrationsgesellschaften. 

Die Fachstelle Einwanderung ist 2019 zum dritten Mal auf der internationalen Migrationskonferenz „Metropolis“ vertreten, die vom 24. bis 28. Juni 2019 im kanadischen Ottawa stattfindet. Alle drei Workshops, an denen die Fachstelle Einwanderung beteiligt ist, greifen das zentrale Thema der Konferenz – „The Promise of Migration: Inclusion, Economic Growth and Global Cooperation“ – auf. Die Fachstelle Einwanderung ist Teil der IQ Netzwerk Delegation neben weiteren IQ Projekten sowie dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus den USA, Schweden und den Niederlanden wird ein Workshop zum Thema „(Hoch) Qualifizierte Arbeitsmigration: gezielte Einwanderungspolitik und Fachkräftemangel“ durchgeführt. In dem Workshop werden die nationalen Policies thematisiert, mit denen in den unterschiedlichen Ländern neue Fachkräfte aus Drittstaaten und/oder der EU für die nationale Wirtschaft gewonnen werden sollen. Folgende Expertinnen und Experten leisten dazu – neben den weiteren Teilnehmenden – einen Beitrag:

Im zweiten Workshop zum Thema „Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen aus der Perspektive Kanadas, der Türkei und Deutschlands“ stellt die IQ Fachstelle Einwanderung die Ergebnisse der Fallstudie „Geflüchtete Frauen als Zielgruppe der Arbeitsmarktintegration“ vor und tauscht sich mit Kolleginnen und Kollegen aus Kanada und der Türkei über unterschiedliche (nationale) Herausforderungen und erfolgreiche Ansätze aus. Beiträge geleistet werden von:

Der dritte Workshop, eine Panel-Diskussion mit Beteiligung der IQ Fachstelle Einwanderung, beschäftigt sich mit dem Thema „Einen inklusiven Arbeitsplatz einrichten und verstehen“, in dem anhand verschiedener Projektbeispiele aus Kanada und Deutschland diskutiert wird wie Diversität und Inklusion am Arbeitsplatz umgesetzt und gelebt werden können. Das Panel besteht aus den folgenden internationalen Expertinnen und Experten:

  • Howard Duncan, International Metropolis Project/Kanada (Moderation)

  • Kelly McGahey, Hire Immigrants/Kanada

  • Vivi Hui Zhang, Carlton Universität/Kanada

  • Sandra Saric, Talent Innovation, Information and Communications Technology Council/Kanada

  • Sophia Ahmaad, Immigration, Refugees and Citizenship Canada

  • Johannes Remy, IQ Fachstelle Einwanderung/Deutschland

Die Fachstelle Einwanderung stellt am 14. Dezember 2018 im Rahmen der 2. Sitzung des Interministeriellen Arbeitskreises „Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen“ im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung und Praxis vor.

Der Fachvortrag: „EU-Zuwanderung, Fluchtmigration & Co. Wer wandert ein und welches Fachkräftepotenzial bringen die Menschen mit?“ legt die regionalen Bedarfe in Niedersachsen und die Potenziale zugewanderter Menschen vor Ort dar. Für eine qualifizierte Integration der Zugewanderten in den Arbeitsmarkt ist Sprache der entscheidende Faktor. Daneben wächst die Aufgabe, Anpassungsqualifizierungen und Weiterbildungen für die zugewanderten Menschen zur Verfügung zu stellen.

Ergänzend geben das IQ Netzwerk Niedersachsen und die IHK Hannover Einblick in ihre praktische Arbeit mit zugewanderten Fachkräften, wie der Anerkennungsberatung und Berufsqualifizierung. Durch den Austausch der Expertinnen und Experten mit den Ministerien lassen sich neue Themen für den Arbeitskreis setzen. Zukünftig sollen zugewanderte Menschen gezielter in einen qualifikationsadäquaten Beruf vermittelt werden um den Bedarfen zu entsprechen und ihren Qualifikationen gerecht zu werden.

Mitsubishi UFJ Research and Consulting, ein Thinktank der Bankengruppe Mitsubishi UFJ, führt im Auftrag des japanischen Gesundheits-, Wohlfahrts- und Arbeitsministeriums eine Studie zum Thema „Auswirkungen der Aufnahme ausländischer Arbeitskräfte auf den inländischen Arbeitsmarkt“ durch. 

In Japan wurde Ende des Jahres ein neues Migrationsgesetz verabschiedet, das ausländischen Arbeitskräften die Integration in den Arbeitsmarkt erleichtern soll. So wird nun nicht nur über die Aufnahme hochqualifizierter Arbeitskräfte aus dem Ausland diskutiert, sondern auch über die Aufnahme solcher Arbeitskräfte mit geringer bzw. mittlerer Qualifikation, um dem zunehmenden Arbeitskräftemangel zu begegnen.

Vor diesem Hintergrund soll durch eine Studie die aktuelle Situation in fünf ausgewählten Ländern, Deutschland, Frankreich, Korea, Taiwan und Singapur untersucht werden, um innovative Ansätze und Gute Praktiken für zukünftige Arbeitsmarktpolitik in Japan zu sammeln. Hierfür stellt die Fachstelle Einwanderung Zahlen, Fakten und Informationen bereit, insbesondere zu den Themen:

  • Die Situation in Deutschland bezüglich der Aufnahme ausländischer Arbeitskräfte
  • Auswirkungen zugewanderter Arbeitskräfte auf den deutschen Arbeitsmarkt (Beschäftigungsrate, Arbeitslosenquote, Lohnniveau usw.)
  • Soziale Integration von Zugewanderten
  • Veränderung von Anforderungen an zugewanderten Arbeitskräften mit geringer bzw. mittlerer Qualifikation

Die Fachstelle Einwanderung organisiert am 06. Dezember 2018 in den Räumen der Gleichbehandlungsstelle EU-Arbeitnehmer in Berlin ein Fachgespräch, , bei dem „Empfehlungen für eine verbesserte Arbeitsmarktintegration von EU-Zugewanderten in Deutschland“ vorgestellt und diskutiert werden.

Diese Empfehlungen an die Politik, Verwaltung und relevante Akteure aus Praxis und Wissenschaft werden von der IQ Fachstelle Einwanderung in Zusammenarbeit mit der Gleichbehandlungsstelle EU-Arbeitnehmer und dem BMAS, basierend auf den Ergebnissen der Fachtagung „IQ im Dialog: Arbeitsmarktintegration von EU-Zugewanderten in Deutschland“ am 05.12.2017 in Berlin, entwickelt.

Insbesondere umfasst die Diskussion die Themenfelder:

  • Informationen zu Arbeit und Leben in Deutschland
  • Verstärkte Kontrollen durch Arbeitsschutzbehörden und Zoll sowie Sensibilisierung für die Problematik ausbeuterischer Arbeitsverhältnisse
  • Beratungs- und Förderungsangebote der Bundesagentur für Arbeit und Übertragbarkeit von Instrumenten und Möglichkeiten der Arbeitsmarktintegration
  • Übergang und Integration der Zugewanderten in die Betriebe

Ziel des Fachgesprächs ist es, in einem weiteren Schritt zu untersuchen, wie die Entwicklung ein Jahr nach der letzten Veranstaltung im Dezember 2017 beurteilt werden kann. Insbesondere werden von den anwesenden Expertinnen und Experten aktuelle Herausforderungen im Hinblick auf eine gute und faire Arbeitsmarktintegration sowie vorhandene und benötigte Unterstützungs- und Qualifizierungsangebote diskutiert. Es wird erörtert welche Empfehlungen bereits von den relevanten Akteuren umgesetzt worden sind, welche konkreten Maßnahmen noch ausstehen und welche weiteren Schritte erforderlich sind, um die Arbeitsmarktintegration von EU-Zugewanderten in Deutschland zu verbessern und zu unterstützen.

An der Veranstaltung nehmen ausgewählte Akteure aus der Politik, Wissenschaft und Praxis teil, um so möglichst eine konstruktive und ergebnisorientierte Diskussion im Hinblick auf die Identifizierung und Vereinbarung weiterer Aktivitäten zur Realisierung zu ermöglichen.

Die jährliche internationale Migrationskonferenz „Metropolis” findet zwischen dem 29.10. und 02.11.2018 in Sydney, Australien statt. Die Fachstelle Einwanderung nimmt an der Konferenz mit zwei Workshops teil.

In Kooperation mit dem Projekt Einwanderung im Förderprogramm IQ des Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft, wird ein Workshop zum Thema „Qualifizierte Migrantinnen und Migranten anwerben und integrieren: nationale und lokale Ansätze in einem zunehmend wettbewerbsorientierten Markt” organisiert und durchgeführt.

In Kooperation mit der Fachstelle Migrantenökonomie, wird ein Workshop zum Thema „Unterstützungsmöglichkeiten für geflüchtete Beschäftigte und potentielle Unternehmerinnen und Unternehmer in anspruchsvollen Wirtschaftsstandorten” angeboten.

Ziel des ersten Workshops ist es, Transferpotentiale von politischen Ansätzen und Praktiken aus Deutschland und anderen Ländern zur Unterstützung der Mobilität internationaler Fachkräfte zu diskutieren. Hierfür werden Beiträge geleistet von:

•    Heidi Stenberg, Helsinki Metropolia University of Applied Sciences, Finnland
•    Marcus Weight aus dem Ministerium für Business, Innovation und Beschäftigung, Neuseeland
•    Peter Grünheid, IQ Niedersachsen
•    Stana Iliev, IQ Fachstelle Einwanderung

Im Rahmen dieses zweiten Workshops werden gemeinsam mit den Teilnehmenden und internationalen Expertinnen und Experten die Frage diskutiert, wie es gelingen kann, die Arbeitsmarktintegration, inklusive Gründungsaktivitäten von Migrantinnen und Migranten und insbesondere von Geflüchteten fair zu gestalten. Inhaltliche Beiträge wurden geleistet von:

•    Katja Maetoloa, Tavastia Educational Konsortium in Häme, Finnland
•    Shukufa Tahiri, Policy Officer im Refugee Council Australien
•    Nadine Foerster, Fachstelle Migrantenökonomie
•    Stana Iliev, Fachstelle Einwanderung

Die Fachstelle Einwanderung organisiert, gemeinsam mit dem Landesnetzwerk Thüringen und der Fachstelle Beratung und Qualifizierung, am 16. Oktober 2018, in der Thüringer Agentur für Fachkräftegewinnung in Erfurt einen Praxisaustausch zum Paragraphen 17a des Aufenthaltgesetzes.

Während des Austausch wird ein Impulsvortrag zu den Hauptherausforderungen des Artikels von der IQ Servicestelle Zuwanderung gegeben sowie Diskussion und Vernetzungsaktivitäten angeboten. Zudem werden zwei Workshops durchgeführt zu den Themen ‚Betrachtung und Erfahrung mit der Norm‘ undSchnittstellenmanagement: Fokus auf beteiligten Behörden und Akteuren‘, welcher von der Fachstelle Einwanderung geleitet wird.

Ziel ist der Fachaustausch zwischen möglichst vielen verschiedenen Akteuren, deren Arbeit Bezug zu §17 a AufenthG hat. So werden in den Workshops Erfahrungen aus der Praxis gesammelt sowie eine Bestandsaufnahme der Besonderheiten in den unterschiedlichen Bundesländern und für verschiedene Berufsfelder gemacht. Insgesamt werden so vor allem Schwierigkeiten und Lücken in der Anwendung des Paragraphen benannt und bewährte gute Lösungen identifiziert.

Für eine Studiengruppe ukrainischer Integrationspraktikerinnen und Integrationspraktikern aus verschiedenen Städten in der Ukraine wird von CultureVistas am 25.09.2018 gemeinsam mit der Fachstelle Einwanderung ein Fachgespräch organisiert, bei dem vor allem Facetten der kommunalen Integration in Deutschland besprochen werden.

Cultural Vistas ist eine gemeinnützige Austauschorganisation, die internationale Besuchs- und Begegnungsprogramme für Berufstätige durchführt.

Die Mitglieder der Delegation beschäftigen sich hauptberuflich mit der Integration von Binnengeflüchteten in ihrem Land um dem Abbau von Vorurteilen zwischen Neuangekommenen und Einheimischen zu unterstützen. Aus diesem Grund wurden vor allem erfolgreiche Integrationsansätze aus Berlin vorgestellt. Die Fachstelle Einwanderung führte in ihrer Präsentation folgende Punkte aus:

 

  • Wege der Zuwanderung
  • Arbeitsmarktpolitische Rahmenbedingungen
  • Besondere integrationspolitische Herausforderungen (Sprache, Traumata, Integrationsschwierigkeiten in und seitens der Unternehmen, Wohnraum und Wohnraumbeschränkungen, Rolle und Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen, staatliche unterstützende Maßnahmen speziell für Geflüchtete)

Der Austausch wurde vom deutschen Auswärtigen Amt finanziert.

Fachgespräch zur Fallstudie mit der Bundesagentur für Arbeit

Die Fachstelle Einwanderung führt am 20.11.2018, in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit die Fallstudie „Geflüchtete Frauen als Zielgruppe der Arbeitsmarktförderung“ durch. Neben der Auswertung statistischer Daten, befragt sie dafür geflüchtete Frauen zu ihren Vorstellungen, Bedarfen und bisherigen Erfahrungen zum Thema „Arbeiten in Deutschland“. Außerdem befragt sie Arbeitsmarktakteure zu ihren Erkenntnissen bezüglich der Arbeitsmarktintegration geflüchteter Frauen und ihren Erfahrungen mit Instrumenten der Arbeitsmarktförderung für diese Zielgruppe.

Im Rahmen des Fachgesprächs werden erste Zwischenresultate der Studie vorgestellt und gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis und Politik diskutiert. Die finalen Ergebnisse der Fallstudie werden voraussichtlich Ende Februar 2019 präsentiert.

Welche unterschiedlichen Ansätze und Möglichkeiten gibt es in Deutschland und Österreich, um Kompetenzen und Qualifikationen geflüchteter Frauen festzustellen bzw. anzuerkennen und so ihren Arbeitsmarktzugang zu verbessern? Welche Strategien gibt es vor Ort, um die Zielgruppe zu erreichen? Diese und weitere Fragen stehen im Fokus des deutsch-österreichischen Fachgesprächs, das am 27. September 2017 bei der IQ Fachstelle Einwanderung in Berlin stattfindet und an dem Vertreterinnen von abz*austria, dem größten Non-Profit-Frauenunternehmen Österreichs, das sich für Gleichstellung am Arbeitsmarkt und in der Wirtschaft einsetzt, Vertreterinnen der österreichischen Arbeiterkammer (Abteilung Frauen und Familie) und des Arbeitsmarktservice Wien (Abteilung Arbeitsmarktpolitik für Frauen) sowie Vertreterinnen von LIFE e.V., stellvertretend für das IQ Landesnetzwerk Berlin, und der Fachstelle Einwanderung teilnehmen.  

Die Fachstelle Einwanderung gibt zunächst einen Überblick über die allgemeine Situation von geflüchteten Frauen auf dem deutschen Arbeitsmarkt und analysiert die vorhandenen Zahlen und Fakten dafür aus geschlechterdifferenzierter Perspektive. Im Anschluss gehen die Vertreterinnen der Fachstelle Einwanderung darauf ein, inwiefern die Angebote des Förderprogramms IQ geflüchtete Frauen erreichen und welche spezifischen Angebote für die Zielgruppe es derzeit im Rahmen von IQ gibt.

Auf großes Interesse seitens der österreichischen Teilnehmerinnen stößt das IQ Teilprojekt "Eine Frage der Einstellung" von LIFE e.V. mit seinem spezifischen Format "TASTE the Job". Gemeinsam mit  Unternehmen entwickelt das Projekt realitätsnahe Simulationen, um Geflüchteten, die an einer Beschäftigung interessiert sind, die Möglichkeit zu geben, typische Arbeitsanforderungen kennen zu lernen, ihre Talente im praktischen Tun auszuprobieren, um dann entscheiden zu können, ob ihnen die ausprobierte Tätigkeit liegt oder nicht. Die Teilnehmenden werden bei Bedarf im Anschluss an die Simulationen dabei unterstützt, eine Ausbildung oder Arbeit aufzunehmen.

Abschließend geben die Vertreterinnen des Vereins abz*austria, einen sehr interessanten Einblick in ihre Arbeit mit geflüchteten Frauen. Dabei gehen sie insbesondere auf ihr Projekt "Kompetenzcheck berufliche Integration" ein, das geflüchteten Frauen durch kompetente Trainerinnen in ihrer Muttersprache und auf Deutsch dabei unterstützt, ihre beruflichen Kompetenzen und Erfahrungen zu erkennen. Erreicht werden können mit dem Projekt, das in enger Kooperation mit der Arbeiterkammer und dem Arbeitsmarktservice Wien durchgeführt wird, bereits über 1000 geflüchtete Frauen. 

Des Weiteren berichten die Vertreterinnen von abz*austria von ihrem modularen Bildungsangebot "Jugendcollege", das sich speziell an junge Geflüchtete zwischen 15 und 21 Jahren richtet und an zwei Standorten in Wien 1000 Kursplätze anbietet.

Den Haag, 21.09.2017, Round 2: Workshop "Faire Integration von Geflüchteten"

Die Fachstelle Einwanderung organisierte und führte im September 2017 auf der internationalen Metropoliskonferenz einen eigenen Workshop durch.

Der Workshop konzentriert sich auf die Herausforderungen und die Ausgestaltung einer fairen Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten. Im Fokus der Debatte stehen folgende arbeitsmarktpolitische Fragen: Welche Faktoren begünstigen, welche erschweren eine faire Integration? Wie können Geflüchtete bei einem Einstieg in den Arbeitsmarkt entsprechend ihren Qualifikationen unter Vermeidung von Verfestigung von prekärer Beschäftigung und Arbeitsausbeutung unterstützt werden?

Diskutiert werden die Fragen aus deutscher, schwedischer und europäischer Perspektive von Doritt Komitowski (IQ Fachstelle Einwanderung) und Stephan Schiele (Tür an Tür / MigraNet - IQ Landesnetzwerk Bayern) sowie Bernd Parusel (Swedish Migration Agency) und Klára Fóti (Eurofound). Die intensive Debatte mit den Workshopteilnehmenden dreht sich u. a. um die Definition von "erfolgreicher" Integration in den Arbeitsmarkt, um ihre Messbarkeit sowie um mögliche positive oder negative Einflussfaktoren. Besonders die empirische Erfassung und Untersuchung der Frage, in welche Art von Arbeit Geflüchtete auf dem Arbeitsmarkt münden, steht nach Ansicht der Beteiligten noch am Anfang. Abschließend tauschen die Teilnehmenden sich über die aktuelle Rolle und Bedeutung der Sozialpartner bei der Arbeitsmarktintegration in den einzelnen EU-Ländern aus. Diese kann den Erfolg und Nachhaltigkeit von Integrationsmaßnahmen entscheidend beeinflussen.

Die einzelnen Beiträge der Referentinnen und Referenten sowie die Studie von Eurofound, die dem Vortrag von Klára Fóti zugrunde liegt, können Sie hier nachlesen:

Doritt Komitowski / Stefan Schiele: Fair Labour Market Integration of Refugees

Bernd Parusel: Labourmarket integration of refugees in Sweden

Klára Fóti: Labour market integration of refugees: Different approaches in Europe

Eurofound (2016), Approaches to the labour market integration of refugees and asylum seekers, Publications Office of the European Union, Luxembourg.

Die Themen Einwanderung und Arbeitsmarktintegration stehen im Fokus des Besuchs von Mitgliedern des kanadischen Netzwerkes "Leaders‘ Roundtable on Immigration (LRI)" am 7. März 2017 in den Räumlichkeiten der IQ Fachstelle Einwanderung in Berlin. Das Netzwerk LRI besteht aus Vertreterinnen und Vertretern kanadischer Organisationen, die sich mit dem Themenfeld Migration beschäftigen: Hierzu zählen Expertinnen und Experten aus der Wirtschaft, den (Landes-)Regierungen, der Verwaltung und den Aufsichtsbehörden sowie der Forschung und Berufsbildung. Im Rahmen der diesjährigen Auslandsreise des Netzwerkes LRI treffen die Mitglieder sich in Deutschland und in der Schweiz zu einem Praxisaustausch mit nationalen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Praxis.

An dem Fachgespräch mit dem Titel "Session on learning about practicies of labour market integration of refugees and migrants in Germany and Canada Leaders Roundtable on Immigration Site Visit" nehmen drei Mitarbeitende der Fachstelle Einwanderung, ein Vertreter der Bundesagentur für Arbeit (BA), die Koordinatorin des Landesnetzwerks IQ Berlin sowie zwei Mitarbeiterinnen eines Pilotprojekts der Berliner Kliniken Charité und Vivantes teil.

Mit großem Interesse verfolgen die Teilnehmenden des Fachgesprächs die drei Vorträge, in die sich die Site Visit gliedert:

  • Während Doritt Komitowskis (Fachstelle Einwanderung) Vortrag zum Thema Zuwanderung und Arbeitsmarktintegration richtet sich das Augenmerk der Expertinnen und Experten aus Kanada besonders auf die rechtlichen Möglichkeiten der Einwanderung, auf aktuelle Zahlen zu den einzelnen Einwanderungsgruppen sowie auf das konzeptionelle Verständnis von Einwanderung in Deutschland.
  • Lars Andresen stellt danach die Ansätze der BA zur Förderung der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten vor. Mit ihm diskutiert die Gruppe die Stellung von Geflüchteten im System der BA, das Konzept der Sprachförderung sowie die aktuellen Entwicklungen der deutschen Arbeitsmarktzahlen.
  • Zum Abschluss des Besuches bekommen die Experten noch einen kurzen Einblick in das Ende 2016 gestartete Qualifizierungsprojekt Sprachkompetenz und Berufsorientierung für Geflüchtete (SpraBo) der Berliner Kliniken Charité und Vivantes, in seine Struktur sowie in die Herausforderungen, die sich den Leiterinnen des Projekts, Heike Jacobi-Wanke und Christina Polzin, im Rahmen ihrer Arbeit stellen.
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