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Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)"

Entwicklungen in der Einwanderungsgesellschaft

Einwanderung und Integration prägen unsere Gesellschaft. Deutschland ist attraktiv für Migrantinnen und Migranten und hat sich zuletzt auch politisch mehr geöffnet, nachdem lange – unter Verkennung der ununterbrochenen Migrationsgeschichte – darüber diskutiert wurde, ob es ein Einwanderungsland sei. Seit dem Tiefpunkt der Wanderungsbewegung im Jahr 2006 ist ein Anstieg der Zuwanderungszahlen – zunächst in kleinen, dann in großen Schritten – von 661.885 im Jahr 2006 auf 2.136.954 im Jahr 2015 zu verzeichnen. Seitdem sind die Zahlen auf 1.550.721 Personen im Jahr 2017 zurückgegangen. Hierbei sind für Deutschland zwei große Entwicklungen prägend: Die innereuropäische Arbeitsmigration und die Fluchtmigration.

Das Migrationsgeschehen wird zudem seit einigen Jahren immer komplexer. Dementsprechend gibt es zunehmend neue Erkenntnisse aus der politischen, rechtlichen und sozialwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit den Themen Migration und Integration.

Die Fachstelle Einwanderung gibt einen Überblick über das aktuelle Migrationsgeschehen, die Determinanten sowie die unterschiedlichen Profile der Neueinwanderung in Deutschland. Ein Schwerpunkt liegt auf der Analyse der Arbeitsmarktintegration von Fachkräften aus der EU und Drittstaaten sowie von Geflüchteten.

Im Folgenden werden die zentralen Wege der Zuwanderung und der Arbeitsmarktintegration von zugewanderten Fachkräften und Geflüchteten nach Deutschland genauer betrachtet.

EU-Freizügigkeit

Die bisher größte Zuwanderungsgruppe in Deutschland stellen nach wie vor europäische Binnenmigrantinnen und -migranten dar. In Abgrenzung zu der sogenannten Gastarbeitermigration wird auch von Neuer Arbeitsmarktmigration gesprochen. Ein großer Teil der EU-Binnenmigration lässt sich durch die extrem divergierende Arbeitsmarktlage zwischen den Herkunftsländern und Deutschland erklären. Die EU-Zuwanderung wird durch das Recht, sich in allen EU-Mitgliedstaaten frei zu bewegen, aufzuhalten und zu arbeiten, bestimmt.

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Fluchtmigration

Seit dem Jahr 2014 haben sich die Erkenntnisse und der Informationsstand über die Fluchtmigration und die Profile von Geflüchteten nach Deutschland wesentlich verbessert. Von zentraler Bedeutung sind die im Jahr 2016 und 2018 durchgeführten repräsentativen Befragung von Geflüchteten vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Zusammenarbeit mit dem Sozioökonomischen Panel (SOEP) und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), die sogenannte IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten.

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Erwerbsmigration aus Drittstaaten

Unter der Kategorie Drittstaatsangehörige werden Zuwandernde zusammengefasst, die nicht EU-Bürgerinnen bzw. -Bürger sind. Somit kann es Überschneidungen mit anderen Zuwanderungskategorien bzw. -gruppen geben: Drittstaatsangehörige können sowohl Geflüchtete, als auch Studierende sein oder eine Aufenthaltserlaubnis zur Familienzusammenführung oder Erwerbstätigkeit besitzen. Themen, wie ihre Situation in Deutschland, ihre Integration in den Arbeitsmarkt, die Anerkennung ihrer im Ausland erworbenen Abschlüsse und Qualifikationen und ihre qualifikationsadäquate Beschäftigung, sind Gegenstand der aktuellen Migrationsforschung.

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Familiennachzug

Der Familiennachzug bildet eine eigene Rechtsgrundlage für die Einreise und den Aufenthalt in Deutschland. Diese besagt, dass Deutsche, in Deutschland lebende EU-Bürgerinnen und ‑Bürger sowie aufenthaltsberechtigte Drittstaatsangehörige unter bestimmten Voraussetzungen ihre Familienangehörigen (Ehepartnerinnen und -partner sowie Kinder) nachkommen lassen können. Im Sinne des Familiennachzugs zuzugsberechtigt ist im Wesentlichen nur die Kernfamilie, d. h. die Kinder sowie die Eheleute oder Lebenspartnerinnen und -partner von in Deutschland lebenden Deutschen oder Ausländerinnen und Ausländern.

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Internationale Studierende

Internationale Studierende werden statistisch in "Bildungsinländer" und "Bildungsausländer" unterteilt. Unter "Bildungsinländern" versteht man Studierende, die über eine (in Deutschland oder im Ausland erworbene) deutsche Hochschulzugangsberechtigung verfügen. Zu den "Bildungsausländern" zählen Studierende mit einer nicht-deutschen Hochschulzugangsberechtigung, die zum Zweck des Studiums nach Deutschland einreisen sowie Studierende, die im Rahmen des Familiennachzugs einreisen und dann ein Studium in Deutschland aufnehmen.

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