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Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)"

Sprachbildung im Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)"

Das Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)" arbeitet seit 2005 auch im Handlungsfeld der Sprachbildung an der Zielsetzung, die Arbeitsmarktchancen für Menschen mit Migrationshintergrund zu verbessern. Gute Kompetenzen in der Zweitsprache Deutsch sind neben den beruflichen Qualifikationen eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt. Die Veränderungen der Arbeitsstrukturen und der Arbeitsorganisation haben in nahezu allen Branchen und Berufsfeldern die Anforderungen an Sprachkompetenzen von Beschäftigten und Teilnehmenden an Aus- und Weiterbildung erhöht. Die steigenden kommunikativen Anforderungen stellen insbesondere Herausforderungen für gering- und teilqualifizierte Beschäftigte mit Migrationshintergrund dar: Sie benötigen folglich sprachliche Weiterbildungen um ihre Beschäftigungsfähigkeit langfristig zu sichern und an Aufstiegsqualifizierungen teilnehmen zu können. Darüber hinaus kommt im Kontext des Anerkennungprozesses  von im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen der berufsbezogenen Sprachbildung im Rahmen von Anpassungsqualifizierungen eine zentrale Bedeutung zu. Außerdem sind in der konkreten betrieblichen Integration von Neuzuwandernden, wie bsplw. von Flüchtlingen und Asylsuchenden, unterstützende Angebote der Sprachbildung erforderlich.

Das Förderprogramm bietet Anpassungs- und Nachqualifizierung für Personen an, die ein Anerkennungsverfahren durchlaufen haben und denen für die volle Anerkennung noch Qualifikationen fehlen. Integraler Bestandteil dieser Qualifizierungen sind auch immer Unterstützungsangebote für die Teilnehmenden, um adäquate berufsfeldspezifische kommunikative Kompetenzen im Deutschen erwerben und weiterentwickeln zu können.

Das Spektrum der  IQ Sprachbildungsangebote und -formate in den 16 Landesnetzwerken ist sehr breit und vielfältig. Es reicht aktuell vom Berufsfeld Pädagogik über individuelles Sprachcoaching für an Brückenmaßnahmen teilnehmende Zuwandernde mit technischen, wirtschafts-, oder naturwissenschaftlichen Abschlüssen bis Sprachlernangeboten in Anpassungsqualifizierungen im dualen Bereich. Gemeinsam ist allen Angeboten die enge Verzahnung von fachlichen und sprachlichen Lerninhalten.

Eine Schlüsselstellung, um das jeweils passgenaue Sprachbildungsangebot für die unterschiedlichsten Berufsfelder und Qualifikationen zu konzipieren und durchzuführen, nehmen die Sprachtrainerinnen und -trainer, die Kursplanenden sowie auch die Fachlehrenden ein. Deren fachlichen Erfahrungsaustausch sowie fortlaufende Weiterbildung und Professionalisierung zu ermöglichen und zu gewährleisten ist ein weiterer wichtiger Arbeitsschwerpunkt des Förderprogramms im Handlungsfeld Sprachbildung.
Mehr Informationen zu den Fortbildungen und Workshops finden Sie hier.

Nicht zuletzt gilt es insgesamt die Akteure des Arbeitsmarktes für die Bedarfe von Zuwandernden mit Deutsch als Zweitsprache aufmerksam zu machen. So erhalten beispielsweise Beraterinnen und Berater Tipps und praktische Hinweise, wie sie in ihrer tagtäglichen Beratungspraxis ihren Kundinnen und Kunden inhaltlich komplexe Wörter, Sätze und Texte, hinter denen sich gesetzliche Vorgaben und oftmals existenzielle Entscheidungen verbergen, vermitteln. Klein- und mittelständische Unternehmen werden dahingehend beraten, wie sie Arbeitsplätze in Lernorte für die Förderung der betrieblichen Kommunikation verwandeln können.

Für all diese Facetten der Sprachbildung wird die Arbeit der Qualifizierungsprojekte und Beratungsstellen auf überregionaler Ebene durch die IQ Fachstelle Berufsbezogenes Deutsch unterstützt.

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