Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)"

Deutschen Diversity Tag 2016 – IQ war dabei!

Der Diversity Tag ist ein Erfolgsmodell. Das zeigen die Anzahl der Beteiligten, der Umfang der Aktionen, die Palette der Präsentationen.

Verantwortlich für diesen nun schon zum vierten Mal durchgeführten Tag ist der im Jahre 2006 gegründete Verein Charta der Vielfalt, der auch Partner im Förderprogramm IQ ist. Die über 2000 Mitglieder des Vereins repräsentieren den Querschnitt unserer Gesellschaft, vom Kleinstbetrieb bis zum Konzern, von der Stadtverwaltung bis zur Nichtregierungsorganisation, vom Bundesministerium bis zum Fußballverein, von Gewerkschaften bis Universitäten.

In diesem Jahr beteiligten sich über 335 Organisationen mit mehr als 1.000 Aktionen in ganz Deutschland am Diversity Tag am 7. Juni. Das Förderprogramm IQ hat rund 30 Aktionen beigesteuert.

Hier sehen Sie eine Auswahl der Aktionen des Förderprogramms IQ.

 

Baden-Württemberg: Jobcenter Stuttgart

Mitmachaktion zum 4. Diversity Tag: Wir sind Vielfalt! Die Beschäftigten der Zweigstellen und Teams im Jobcenter Stuttgart markierten ihre Herkunftsländer bzw. die Herkunftsländer ihrer Eltern auf einer Weltkarte. Als Symbol der Vielfalt im Jobcenter Stuttgart wurde in jeder Dienststelle ein Exemplar dieser Weltkarte der Vielfalt veröffentlicht.

Brandenburg: Vielfältiges Leitbild

Der 4. Deutscher Diversity Tag war für das IQ Landesnetzwerk Brandenburg Anlass, in einem gemeinsamen Prozess mit allen Teilprojekten des Netzwerkes ein Leitbild zu entwickeln. Am Diversity-Tag wurde das Leitbild zusammen mit einem Foto und einer Botschaft für Vielfalt veröffentlicht – ein klares und wichtiges Bekenntnis zu Vielfalt in Wirtschaft und Gesellschaft.

Bayern: Künstlerisches Empowerment

"Fast nie sind People of Color, Refugees und Migrant_innen Zielgruppe der etablierten Kunstwelt, sondern sollen allenfalls als Motive dienen.", so die Künstlerin, Wissenschaftlerin und Autorin Noah Sow. Deshalb ermutigte sie bei einer Veranstaltung im Augsburger Grandhotel Cosmopolis am 6. Juni 2016 dazu, die Kunst zurückzuholen. Unter dem Titel "Reclaim Art! Kunst ist für alle da! Wie Deine Bilder die Welt verändern!" sprach sie über die Bedeutung von Kunstwerken als machtvolle Botschaften sowie als persönliche Lebenshilfe und zeigte Beispiele empowernder moderner Werke von Kunstschaffenden. Im Anschluss gab es Gelegenheit für Gespräche, Austausch und Networking.

Veranstalter: IQ Fachstelle Interkulturelle Kompetenzentwicklung und Antidiskriminierung, MigraNet – IQ Landesnetzwerk Bayern und Friedensstadt Augsburg

Offen für alle? Akademische Ausgrenzung und Gegenstrategien

Eine OECD Studie stellte fest: Deutschland ist von allen Mitgliedsstaaten Schlusslicht bei der gerechten Verteilung von Bildungszugängen. Gründe dafür erläuterte Noah Sow in Ihrem Vortrag an der Universität Augsburg im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum 4. Deutschen Diversity Tag. "Wer wird von anerkannten Orten der Wissensproduktion ausgeschlossen und in wie fern begünstigen hochschulische Traditionen diesen Ausgrenzungsprozess?" Für ein Umdenken und einen Weg hin zu bewussterem Handeln lieferte sie Impulse, die Hochschulen und Universitäten konkrete Anhaltspunkte für eine ausgeglichene Teilhabe aller ermöglichen. Anschließend fand ein Kolloquium für Menschen mit rassistischen Diskriminierungserfahrungen statt.

Veranstalter: MigraNet – IQ Landesnetzwerk Bayern, IQ Fachstelle Interkulturelle Kompetenzentwicklung und Antidiskriminierung und Friedensstadt Augsburg

Recht und Unrecht in Augsburg

Gesetze sollen das Zusammenleben in einer Gemeinschaft verbindlich regeln. Wie werden sie aber der steten kulturellen Transformation gerecht? Den Entwurf zum Integrationsgesetz Bayern zum Anlass nehmend, setzten sich Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Musik, Lyrik und Malerei mit diesen Aspekten auseinander.

Die Darbietungen und die anschließende Gesprächsrunde beleuchteten die Möglichkeiten zum mutigen Handeln eines jeden Einzelnen.

Berlin: Internationaler Abend –Informationsabend zu Ausbildungsmöglichkeiten und Berufen in Pflege, Pharma und Medizin

Unter Beteiligung von LIFE e.V., WIPA GmbH und OBS e.V., allesamt Teilprojektpartner im IQ Landesnetzwerk Berlin, fand zum siebten Mal der Internationale Abend der WISTA-MANAGEMENT GMBH für Flüchtlinge im Wissenschafts- und Technologiepark Berlin Adlershof statt. Ebenfalls beteiligt waren die Vivantes-Klinikgruppe und die Arbeitsagentur Süd. Der Internationale Abend ist eine Initiative der Anwaltskanzlei Dr. Zacharias und des Forum Adlershof e.V. Mit dieser Veranstaltung haben die Förderer zum Ziel, arbeits- und studierwillige Bewohner der Notunterkünfte mit Unternehmern, Wissenschaftlern, Studenten, Hilfsorganisationen und Ehrenamtlichen zu vernetzen.

Von Multikulti zu Diversity?

Ob neu angekommene Flüchtlinge, Einwandererkinder der vierten Generation oder deutschstämmige Jugendliche - in Ausbildungsbetrieben treffen unterschiedliche Menschen aufeinander. Diese Vielfalt enthält Konfliktstoff und Chancen. Im Rahmen der Seminarreihe der Handwerkskammer Berlin referierte das Team der Stiftung SPI als Teilprojektpartner des IQ Landesnetzwerks Berlin am 4. Deutschen Diversity Tages 2016 zum Thema "Von Multikulti zu Diversity". Ausbilderinnen und Ausbilder in Handwerksbetrieben bekamen Input zum Umgang mit Konflikten und wie sie innerbetriebliche Potenziale besser ausschöpfen können.

"TASTE the Job" - Auf spielerische Weise die Anforderungen des Pflegeberufs kennenlernen

Anlässlich des 4. Deutschen Diversity-Tags fand die LIFE Veranstaltung im IQ Landesnetzwerk Berlin "TASTE the Job in der Pflege" statt. 35 Geflüchtete kamen dazu am 14. Julie 2016 für fünf Stunden ins Vivantes Klinikum Neukölln. Neben Informationen zur Arbeitswelt in Deutschland und zu Ausbildungs- und Arbeitsperspektiven bei Vivantesgab es mit Workshops und Praxissimulationen für die Teilnehmenden auch gleich die Möglichkeit, sich praktisch im Berufsfeld "Pflege" auszuprobieren.  

Hamburg: Dialog und Theater

Bei bestem Sommerwetter kamen in Hamburg knapp 60 Besucher in einer Dialogrunde zum Thema Vielfalt und Fachkräftenachwuchs ins Gespräch. Veranstalter war das IQ Landesnetzwerk Hamburg – NOBI. In den Räumen der Hamburger Sparkasse berichteten Unternehmerinnen und Unternehmer von ihren Erfahrungen, wie sie Geflüchtete in ihre Betriebe integrieren und zu Fachkräften von morgen qualifizieren. Am Vorabend zog ein kurzes Theaterstück der Bühne für Menschenrechte seine Zuhörerschaft in den Bann und lieferte zusätzliche Denkanstöße.

Schleswig-Holstein: Der gibt mir nicht mal die Hand! Missverständnis oder Wertekollision?

Der Workshop wurde vom Projekt "diffairenz: Schulungen zur interkulturellen Öffnung und Antidiskriminierung" in Kooperation mit der Agentur für Arbeit Kiel angeboten. Er fand in zwei Durchläufen im Rahmen einer von der Agentur ausgerichteten Ganztagesveranstaltung zum Diversity Tag 2016 statt. In 90 Minuten beschäftigten sich die Teilnehmenden mit ihrem Verständnis von "Kultur".

Weitere Informationen und eine umfangreiche Dokumentation des Diversity Tags finden Sie auf der Webseite der Charta der Vielfalt.

zur Webseite

Hessen: Zukunft von Gesellschaft und Wirtschaft gestalten

Am diesjährigen Diversity Tag in Hessen stand der Vielfaltsgedanke im Mittelpunkt. In Frankfurt eröffneten unter anderem Constanze Brucker, Leiterin des IQ Netzwerks Hessen (INBAS GmbH) und Frau Narges Eskandari-Grünberg, Integrationsdezernentin der Stadt Frankfurt einen bunten Veranstaltungsreigen. Informiert wurde über die Möglichkeiten der Migrantenökonomie, die Anerkennung im Ausland erworbener Berufsabschlüsse und die Integrationsmöglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt. Bei leckeren Speisen wurde zum persönlichen Kennenlernen und Austausch eingeladen. Ein musikalischer Input der Gruppe Moribayassa rundete die Veranstaltung am Merianplatz in Frankfurt ab. Weitere Angebote und Aktionen gab es in Gießen, Wolfhagen und Darmstadt.

In Wolfhagen informierten Dr. Sarah Pfeffer von der mobilen Anerkennungsberatung der INBAS GmbH und Hubert Gulde von der Qualifizierungsberatung beim BZ Kassel an einem Stand über die Angebote des IQ Landesnetzwerks Hessen im Bereich der Anerkennung. Gemeinsam mit anderen hessischen Förderprogrammen und Unternehmen der Region wurden Möglichkeiten der Integration von Migrantinnen und Migranten, insbesondere Geflüchteter, aufgezeigt.

Nordrhein-Westfalen: Gemeinsamkeit wirkt

Erfolgreiche Arbeitsmarktintegration ist das Ergebnis eines guten Zusammenspiels der beteiligten Akteure vor Ort. Wichtig dabei: der Austausch, die Abstimmung und das engagierte Miteinander. Um dieses zu unterstützen fand in der Düsseldorfer Handwerkskammer am Diversity Tag das zweite IQ Partnerforum  zur Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten statt.

Rund 150 Expertinnen und Experten kamen zusammen, informierten sich und tauschten sich über die diesjährigen Schwerpunkte "berufsbezogene Deutschförderung" und "Integration Points in NRW" aus.

Einhellige Meinung der Teilnehmenden: "Ein gelungener Mix für die Praxis, um geflüchteten Menschen bei ihrer beruflichen Anerkennung, der Qualifizierung und auf ihrem Weg in eine qualifikationsadäquate Beschäftigung zu unterstützen."

Niedersachsen: Haben wir nicht alle einen Migrationshintergrund?

Die Belegschaft des IQ Landesnetzwerkes Niedersachsen ist vielfältig. Zum Diversity Tag 2016 hat sich das Team der Landeskoordination in Osnabrück einmal "bildlich" an die Medien gewandt.

Das Foto des Teams will sagen, dass das IQ Landesnetzwerk Niedersachsen einen "Migrationshintergrund" hat und dass auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Koordinierungsstelle Osnabrück möglich ist. Ein Mailing sollte mit der Frage "Haben wir nicht alle einen Migrationshintergrund" daran erinnern, dass es Deutschland ohne Zuwanderung heute so und in dieser Stärke nicht gäbe.

Rheinland-Pfalz:

Wertschätzende Kultur leben

Im Foyer der Arbeitsagentur Mainz konnten Besucher und Mitarbeitende auf vorbereiteten Karten ihre Gedanken zum Thema Vielfalt aufschreiben. Die Karten wurden an bunten Luftballons aufgehängt, um damit die Buntheit der Menschen zu visualisieren. Auszüge aus den Wünschen auf den Karten:

"…ein Arbeitsfeld, das daran arbeitet, Stereotype bewusst zu machen und Stigmatisierung zu vermeiden / Diversity heißt für mich gegenseitige Achtung. Jeder möge als Vorbild handeln, ehe Forderungen an andere gestellt werden / ich wünsche mir, dass Respekt und Wertschätzung nicht nur Phrasen sind , sondern tatsächlich gelebt werden"

Plakataktion zum Thema Vielfalt und Kommunikation

Die Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) machte in ihrer Kantine auf die Charta der Vielfalt aufmerksam. Auf Plakaten wurden Statistiken zur Vielfalt im Unternehmen ausgehängt und Tischkarten mit Anregungen aufgestellt, um Denkmuster zu durchbrechen. Auf einer Weltkarte wurden die Staatsangehörigkeiten der Mitarbeitenden der MVG mit Pins abgebildet. Auf einer weiteren Pinwand konnten Mitarbeitende Vorschläge zu den Dimensionen der Charta (Geschlecht, Nationalität, Religion, Behinderung, etc) anbringen, die in den Prozess mit einbezogen werden.

Saarland: Diversity-Lunch in Neunkirchen

Das IQ Landesnetzwerk Saarland veranstaltet zusammen mit saarländischen Unternehmen das 2. Diversity-Lunch unter dem Motto "Erfolgsfaktor Vielfalt!". Saarländische Unternehmen berichteten, wie sie Vielfalt zu einem Erfolgsfaktor gemacht haben.

Mecklenburg-Vorpommern: Schaffen die das?

Zahlreiche Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland traten auf der Fachtagung des IQ Landesnetzwerks Mecklenburg-Vorpommern und der Friedrich-Ebert-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern zum Thema Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen am 7. April in der IHK zu Rostock auf.

Die rund 120 Gäste hörten Vorträge aus Theorie und Praxis sowie ein Interview mit Geflüchteten zu ihren Erfahrungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Am Nachmittag diskutierte das Podium die Frage "Schaffen wir das in Mecklenburg-Vorpommern?"

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