Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)"

Mikrokredite für Geflüchtete

Die Investitionsbank Berlin (IBB) öffnet ihr Programm "Mikrokredite aus dem KMU-Fonds" ab sofort auch für Geflüchtete mit befristetem Aufenthaltstitel und Niederlassungserlaubnis. Grundsätzlich soll die Darlehenslaufzeit mit der Dauer der Aufenthaltserlaubnis korrelieren, aber auch längere Laufzeiten sind im Rahmen einer Bürgschaftslösung möglich. Durch die Einbindung von Kooperationspartnern stellt die IBB zudem bereits vor der Antragstellung sicher, dass das jeweilige Gründungskonzept durch aktive Betreuung fortlaufend unterstützt wird.

Die Mikrodarlehen der IBB betragen maximal 25.000 Euro und zeichnen sich durch eine einfache Antragstellung sowie eine schnelle Kreditentscheidung aus und werden überwiegend für die Finanzierung von Gründungsvorhaben eingesetzt. Die Darlehenslaufzeit beträgt im Normalfall sechs Jahre, im Rahmen der Flüchtlingsvariante sind aber auch kürzere Laufzeiten möglich. Der KMU-Fonds wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und der Investitionsbank Berlin (IBB) finanziert.

"Flüchtlinge kommen häufig aus Ländern, in denen die Selbstständigkeit eine viel höhere Bedeutung für die Existenzsicherung hat, als in den westlichen Industrieländern. Sie bringen deshalb oft ein Talent zur Selbstständigkeit mit und sollen durch das Förderangebot in die Lage versetzt werden, dieses in unsere Gesellschaft einzubringen", erläutert der IBB-Vorstandsvorsitzende Dr. Jürgen Allerkamp das neue Förderangebot. "Mit der Öffnung unseres Mikrokredit-Angebots für Geflüchtete wollen wir einen Beitrag zu einer erfolgreichen Integration und wirtschaftlichen und finanziellen Selbständigkeit der Geflüchteten leisten."

Ramona Pop, Berliner Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, begrüßt dieses Angebot der Investitionsbank: "Dies ist ein Signal an diejenigen unter den Geflüchteten, die sich selbstständig machen möchten und über das nötige Know-how verfügen. Die Öffnung des Mikrokreditangebots stellt eine hilfreiche Ergänzung zu dem vielfältigen privaten und öffentlichen Engagement für Geflüchtete dar. Auch ist es ein wichtiger integrationspolitischer Beitrag und bedeutender Schritt zur Unabhängigkeit. Ich wünsche allen Antragstellerinnen und Antragstellern, dass diese sich nun – sofern deren Vorhaben für eine Förderung in Frage kommen – in Berlin eine neue Existenz aufbauen und sichern können."

Information zu dem Programm gibt die

Investitionsbank Berlin, Kundenberatung Wirtschaftsförderung, Ansprechpartner: Jens Holtkamp, Leiter Unterneh­mens­kom­mu­ni­kation, Telefon: 030 / 2125-2960, Bundesallee 210, 10719 Berlin, wirtschaft@ibb.de.

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