Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“

Internationale Konferenz "Lernen von Anderen und seine Grenzen"

Was sich von Anderen lernen lässt und wo dieses Abschauen seine Grenzen findet, ist Gegenstand einer internationalen Konferenz zu Fragen des Migrationsmanagements und der Integrationsförderung am 24. und 25. November 2015 im Schloss Herrenhausen, Hannover.

Ende April veröffentlichte der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) sein 6. Jahresgutachten. Darin wird die deutsche Migrations- und Integrationspolitik im internationalen Kontext eingeordnet. Der Vergleich bringt ein doppeltes Ergebnis: Er zeigt zum einen, dass Deutschland sich mittlerweile im internationalen Vergleich in die Riege fortschrittlicher Einwanderungsländer einreiht. Es hat politisch-konzeptionell in vielen Bereichen des Migrationsmanagements und der Integrationsförderung deutlich aufgeholt und kann sich im Vergleich mit klassischen Einwanderungsländern sehen lassen – gerade im Bereich der Arbeitsmigrationspolitik. Darüber hinaus lässt sich in vielen migrations- und integrationspolitischen Regelungstatbeständen eine internationale Konvergenzentwicklung feststellen. Die Analysen zeigen zum anderen aber auch Defizite und Versäumnisse der deutschen und der europäischen Politik auf, etwa das Fehlen eines nach außen, aber auch nach innen getragenen migrationspolitischen Gesamtkonzepts, eine dringend nötige Reform der Staatsangehörigkeitspolitik und vor allem die Notwendigkeit einer Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems. Aus Sicht des SVR können die Debatten über Integration und Migration nicht mehr nur national, sondern müssen international geführt werden.

Der SVR veranstaltet in Kooperation mit der VolkswagenStiftung am 24. und 25. November 2015 eine internationale Fachtagung im Schloss Herrenhausen in Hannover, um die Ergebnisse des Jahresgutachtens mit internationalen Experten zu diskutieren. Im Fokus sollen dabei die Bedingungen und Grenzen eines ‚Lernens von Anderen‘ stehen.

In vier Panels zu den Bereichen Arbeitsmigrationspolitik, Asyl- und Flüchtlingspolitik, Staatsbürgerschaft und politische Teilhabe sowie Indexuntersuchungen als Vergleichsinstrument in der Migrationsforschung diskutieren die Sachverständigen mit maßgeblichen Akteuren der Migrationsforschung aus Deutschland und dem Ausland.

Anmeldungen für die Veranstaltung sind bis zum 4. November möglich unter diesem Link (Website der VolkswagenStiftung). Hier finden Sie zudem ein ausführliches Programm und weitere Informationen zur Veranstaltung (u.a. Hotelempfehlungen).

Zurück zur Übersicht

Twitter
RSS