Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)"

EU-Agentur: Erfolge bei der Bekämpfung von Diskriminierung gegenüber Minderheiten bleiben aus

[fra.europa.eu] Diskriminierung, Intoleranz und Hass sind in der gesamten EU nach wie vor weit verbreitet. Dies droht viele Angehörige von Minderheiten an den Rand zu drängen und zu entfremden, obwohl sie sich dem Land, in dem sie leben, ansonsten weitgehend verbunden fühlen und seinen Institutionen vertrauen. Diese Erkenntnisse resultieren aus einer wiederholten Erhebung der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA).

"Vor nahezu zehn Jahren haben wir warnend darauf hingewiesen, dass ethnische Diskriminierung und ethnischer Hass weite Verbreitung gefunden haben. Diese neuen Ergebnisse zeigen nun, dass unsere Gesetze und politischen Maßnahmen die Menschen, zu deren Wohl sie verabschiedet wurden, nicht ausreichend schützen", stellt FRA-Direktor Michael O’Flaherty fest. "Mit jedem Fall von Diskriminierung und Hass unterhöhlen wir den sozialen Zusammenhalt weiter und schaffen Ungleichheiten, die Generationen verderben. Dies treibt die Entfremdung weiter voran, was schließlich verheerende Folgen haben kann."

Die wichtigsten Ergebnisse der zweiten Erhebung der EU-Grundrechteagentur zu Minderheiten und Diskriminierung in der Europäischen Union (EU-MIDIS II) sind nun veröffentlicht. Der Bericht Second European Union Minorities and Discrimination Survey (EU-MIDIS II): main results macht deutlich, dass konkrete, schärfere Maßnahmen in Verbindung mit wirksamen Sanktionen ergriffen werden müssen, um einen rechtlichen Schutz vor Diskriminierung zu bieten. Zudem wurden 88 % der Fälle von ethnischer Diskriminierung, 90 % der durch Hass motivierten Belästigungen und 72 % der durch Hass motivierten Gewaltakte nicht gemeldet. Dies macht deutlich, wie viel mehr getan werden muss, um Opfer zu erreichen und sie zur Anzeige solcher Vorfälle zu ermutigen. Gleichzeitig müssen Strafverfolgungsbehörden und Gleichbehandlungsstellen die richtigen Instrumente erhalten, damit sie solche Anzeigen effektiv weiterverfolgen können.

Den vollständigen Beitrag der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte finden Sie hier, hier steht die Erhebung in englischer Sprache zum Download bereit.

Zurück zur Übersicht

Twitter
RSS