Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)"

Business as Usual? Die Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten in Europa

19 - 21 September 2017 | World Forum | Den Haag, Niederlande

Das Internationale Metropolis Projekt ist das weltweit größte Netzwerk für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Regierungsvertreterinnen und -vertreter sowie zivilgesellschaftliche Organisationen und Akteurinnen und Akteure im Feld von Migration, Integration und Diversity.
Die Teilnehmenden der jährlich stattfindenden Konferenz präsentieren und diskutieren den neuesten Stand der Migrationsforschung und tauschen sich über vielversprechende Beispiele guter Praxis aus. In Den Haag stand dieses Jahr besonders die Frage der globalen Gerechtigkeit im Fokus.

Das IQ Symposium

Vom 19.-21. September 2017 veranstaltete das Förderprogramm IQ im Rahmen der Internationalen Metropolis Konferenz in Den Haag das dreitägige Symposium "Business as usual? Arbeitsmarktintegration von Immigrantinnen und Immigranten in Europa".

Auf dem IQ Symposium wurde das Thema Arbeitsmarktintegration in Europa anhand von drei Panels diskutiert. Vor dem Hintergrund neuer sozio-politischer Herausforderungen –  wie steigendem Populismus und Euroskepsis – wurde im ersten Panel unter anderem die Frage diskutiert, welche Migrationsbewegungen (und die damit zusammenhängenden Arbeitsmarktveränderungen) in naher Zukunft innerhalb Europas erwartet werden dürfen.
Im zweiten Panel wurde diskutiert, wie die neuen Migrations- und Arbeitsmarktentwicklungen gemanagt werden können: Welche Integrationsprinzipien sind besonders fruchtbar? Welche konkreten Beispiele guter Praxis in Europa sollten hervorgehoben werden bzw. sind transferfähig?
Abschließend fokussierte sich das Symposium im dritten Panel auf die Folgen postfaktischer und populistischer Diskurse für die Öffentlichkeitsarbeit, besonders im Rahmen der Arbeitsmarktintegration.

Ausführliche Präsentationen zu den einzelnen Vorträgen und Bilder der Veranstaltung  finden sie auf der englischen Symposium Seite.
Eine kurze deutsche Dokumentation können sie hier herunterladen.

Programm

Panel 1 | Dienstag, 19. September: Arbeitsmarktintegration in unsicheren Zeiten: Szenarien, Herausforderungen, Lösungen

Moderation:

14:00-15:30

16:00-17:30

Mihaela Vieru

"Mapping Migration Scenarios and Migrant Labour Market Policies in Europe"

"Managing Labour Market Integration in Europe"

Agnieszka Weinar, Scientific Coordinator of the Migration Policy Center, agnieszka.weinar(at)eui.eu

Jon Simmons, Deputy Director of Migration and Border Analysis and Research for the UK Government, jon.simmons(at)homeoffice.gsi.gov.uk

Jürgen Schröder, Federal Ministry of Labour and Social Affairs, juergen.schroeder(at)bmas.bund.de

Fishbowl discussion with all those mentioned above
+ Marta Siciarek, Director of the Immigrants support center in Gdansk, marta.siciarek(at)cwii.org.pl

Die wesentlichen Errungenschaften europäischer Integration für EU-Bürger sind Freizügigkeit und Niederlassungsfreiheit, sowie eine nicht diskriminierende Behandlung von Arbeitnehmenden, die in einem anderen EU-Land arbeiten. Diese haben es bereits tausenden von EU-Staatsangehörigen ermöglicht, in einem anderen Staat als ihrem eigenen zu leben und zu arbeiten. An diesen Grundwerten wird jedoch derzeit in einigen EU Staaten gerüttelt.  Panel 1 widmet sich daher wesentlichen Fragen, die sich im aktuellen Kontext stellen: Wie werden neue Bewegungen in der EU die Mobilität von EU- Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit Migrationshintergrund beeinflussen? Und wie könnten sich derzeitige Strukturen ändern?? Welche politischen Strategien werden derzeit in den EU Staaten vorbereitet, um mit den unterschiedlichen Migrationsbewegungen umgehen zu können?


Panel 2 | Mittwoch, 20. September: Arbeitsmarktintegration in Europa: Good Practice

Moderation:

14:00-15:30

16:00-17:30

Liam Patuzzi

"Principles of Good Practice in Labour Market Integration"

"Examples of Good Practice in Labour Market Integration"

Pieter Bevelander, Director of the Malmö Institute for Studies of Migration, Diversity, and Welfare MIM, pieter.bevelander(at)mah.se

Rachel Marangozov , Institute for Employment Studies, rachel.marangozov(at)employment-studies.co.uk

Robert Koch, Federal Institute for Vocational Education and Training (Germany), robert.koch(at)bibb.de

Good Practice Finland: Shania Shin, Chamber of Commerce Helsinki, shania.shin(at)helsinki.chamber.fi

Good Practice Germany: Julia Lubjuhn, Federal Institute for Vocational Education and Training (BIBB), lubjuhn(at)bibb.de

Good Practice Norway: Ane B. Lillehammer, Senior Advisor, Norwegian Agency for Quality Assurance in Education, ane.lillehammer(at)nokut.no

Die Zuwanderung tausender Asylsuchender in den letzten und voraussichtlich auch kommenden Jahren, sowie neue Migrationsbewegungen innerhalb Europas,  beeinflussen die Planbarkeit von Arbeitsmarktintegrationsmaßnahmen: Wie viele Migrantinnen und Migranten kommen in der Zukunft? Welche Qualifikationen werden sie mitbringen? Und wie sollten sie auf die Arbeitsmarktintegration in dem Land ihrer Wahl vorbereitet werden?

Mit dem Fokus auf wichtige Aufnahmeländer wie England, Deutschland und Schweden, diskutiert das Panel konkrete Verfahren der Arbeitsmarktintegration - besonders in Hinblick auf die Anerkennung von ausländischen Berufsab­schlüssen und die interkulturelle Öffnung von Unternehmen, Arbeitsmarktdienstleistern und Kommunalverwaltungen. Welche Verfahren haben sich bewährt und sind auch in dem neuen Kontext erfolgsversprechend? Welche neuen Ansätze könnten oder sollten entwickelt werden? Welche Beispiele guter Praxis gibt es? Können sie auf andere europäische Staaten übertragen werden?


Panel 3 | Donnerstag, 21. September: Faktische Kommunikation in Postfaktischen Zeiten

Moderation:

14:00-15:30

16:00-17:30

Mihaela Vieru

"Understanding Populism and Post-Factual Communication in Europe"

"Countering Post-Factual Discourses: A Brainstorming Session"

Ulrike Grassinger, Director of Counterpoint, ulrike.grassinger(at)counterpoint.uk.com

Marley Morris, Senior Research Fellow, IPPR, m.morris(at)ippr.org

Brainstorming with all of the above
+ Michael Hameleers, University of Amsterdam, m.hameleers(at)uva.nl

Populismus bedient sich meist "postfaktischer" Kommunikationsstrategien. Es handelt sich dabei eher um eine glaubensgesteuerte als eine faktenbasierte Art der Kommunikation. Belegbare Gegenbeweise werden von der postfaktischen Kommunikationsstrategie oft ignoriert. 

Postfaktische Diskurse haben auch Folgen für die Öffentlichkeitsarbeit der (staatlichen und nichtstaatlichen) Arbeitsmarktakteure: Wie kann und sollte ein sensibler Umgang mit Informationen und Statistiken zu aussehen und wie können Gegendarstellungen Informationen wieder richtigstellen? 

Anliegen des Panels ist es sowohl das Prinzip der postfaktischen Kommunikation zu analysieren, als auch eine Reihe konkreter Vorschläge zu entwickeln, wie postfaktischer Kommunikation erfolgreich entgegen getreten werden kann.

Ansprechpartner

Für weitere Informationen oder bei Fragen nehmen Sie Bitte Kontakt auf mit:

Dr. Johnny Van Hove | johnny.vanhove(at)ebb-bildung.de | Tel.: 030 26103711
Alisha Molter | alisha.molter(at)ebb-bildung.de | Tel.: 0221 93298126
Anne Güller-Frey | anne.gueller-frey(at)tuerantuer.de | Tel.: 082 19079919

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